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Massiver Polizeieinsatz wegen Rechtspopulisten

Proteste gegen Kundgebung von Pro Deutschland Massiver Polizeieinsatz wegen Rechtspopulisten

Die Partei Pro Deutschland hat am Freitag mehrere Kundgebungen in Hannover abgehalten. Die wenigen Anhänger der Partei standen zahlreichen Gegendemonstranten gegenüber. Die Polizei war mit einem Großaufgebot unterwegs.

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In der Nordstadt haben sich zahlreiche Gegendemonstranten versammelt. Sie werden durch eine Polizeikette von den Rechtspopulisten ferngehalten.

Quelle: Körner

Hannover.  Eine kleine Gruppe von Rechtspopulisten hat der Polizei am Freitag einen Großeinsatz abverlangt. Genau sieben Mitglieder der sogenannten Bürgerbewegung Pro Deutschland waren zwischen 9.30 und 19.30 Uhr in der Stadt unterwegs, um an fünf verschiedenen Orten Kundgebungen abzuhalten. Die Behörde begleitete die Auftritte der islamfeindlichen Bewegung mit mehreren Hundertschaften. Dennoch gelang es den Gegendemonstranten an verschiedenen Stellen, die Kundgebungen von Pro Deutschland zu stören.

Die rechtspopulistische Partei Pro Deutschland hat zu fünf Kundgebungen in Hannover aufgerufen. Viele Bürger wollen sich an den Gegendemonstrationen beteiligen.

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So wurden die Rechtspopulisten auf dem Lindener Marktplatz mit Eiern und Früchten beworfen. Anschließend blockierten linke Aktivisten die Straße und hinderten den Kleintransporter mit den Parteimitgliedern zunächst an der Weiterfahrt. In der Nordstädter Kornstraße besetzten rund 200 Gegendemonstranten den Platz, auf dem Pro Deutschland seine Kundgebung abhalten sollte. Die Polizei sah von einer Räumung des Platzes ab und wies den Rechtspopulisten stattdessen einen alternativen Ort zu.

Doch die seit Wochen durch die Bundesrepublik reisenden Mitglieder von Pro Deutschland fanden auch in Hannover ihre Unterstützer. Vor dem Auftritt der Partei am Kröpcke wurde Pro Deutschland-Geschäftsführer Lars Seidensticker von Siegfried Schmitz, Vorstandsmitglied der „Hannoveraner“, begrüßt. Dass die Rechtspopulisten ihre Auftritte von vornherein als Provokation angelegt hatten, war schon an der Auswahl ihrer Kundgebungsorte abzulesen. An den „dunkelsten Ecken Deutschlands“ wollten sie auftreten, hatten sie im Internet angekündigt und dann Kundgebungen in der Lister Meile, in der Fußgängerzone am Kröpcke, am Lindener Marktplatz, vor dem multikulturellen Veranstaltungszentrum Faust und dem linksalternativen Jugendzentrum in der Kornstraße sowie einer benachbarten Moschee angemeldet.

Auch in ihren Redebeiträgen beschimpften Lars Seidensticker und die übrigen Parteimitglieder immer wieder die Gegendemonstranten und verhöhnten Muslime. Doch die Betroffenen waren darauf vorbereitet. Die Geschäftsleute am Lindener Marktplatz hatten ihre Läden für die Dauer des Pro-Deutschland-Auftritts geschlossen, um an den Protesten teilnehmen zu können. Die Faust-Mitarbeiter hatten ihrerseits gegenüber dem Platz, auf dem die Rechtspopulisten standen, eine Bühne für ein abwechslungsreiches Kulturprogramm aufgebaut. In der Kornstraße standen zahlreiche Sofas für Gegendemonstranten bereit, um den Pro-Deutschland-Mitgliedern den Platz streitig zu machen.

Aus Sicht der Polizei verliefen die Kundgebungen der Rechtspopulisten und die Gegendemonstrationen ruhig. Insgesamt leitete die Polizei 17 Strafverfahren ein, unter anderem wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. In der Paulstraße in der Nordstadt flogen dennoch Farbbeutel gegen Einsatzfahrzeuge, die mutmaßlichen Täter, eine 21-Jährige und ein 23 Jahre alter Mann, wurden vorübergehend festgenommen. In der Albertstraße in der Nähe des Faust-Geländes eskalierte die Situation am Nachmittag kurzzeitig. Als die Polizei die von Demonstranten besetzte Straße räumen wollte, flogen plötzlich Flaschen und andere Gegenstände, Beamte setzen Schlagstöcke ein. Wenig später hatte sich die Lage jedoch wieder beruhigt. Auch nach Abschluss der Pro-Deutschland-Kundgebungen war die Polizei noch einmal gefordert. Beamte eskortierten den Transporter der Rechtspopulisten bis zur Autobahn. Am Sonnabend will Pro Deutschland in Magdeburg auftreten.

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