Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt War der Bahlsen-Riegel im Dschungelcamp rechtens?
Hannover Aus der Stadt War der Bahlsen-Riegel im Dschungelcamp rechtens?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:55 09.02.2016
War der Bahlsen-Riegel im Dschungelcamp eine erlaubte Belohnung oder unerlaubte Produktplatzierung? Damit muss sich das Amtsgericht Hannover beschäftigen. Quelle: Archiv
Anzeige
Hannover

Die Süßigkeiten waren eine Belohnung für die Teilnehmer im australischen Busch, die tagelang nur Bohnen und Reis vorgesetzt bekamen - und sich bei den Riegeln dann entsprechend begeistert zeigten. Die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt hat die Szene beanstandet. RTL klagt nun dagegen. Der Sender wollte sich am Dienstag mit Verweis auf das schwebende Verfahren nicht zu Details seiner juristischen Auffassung äußern.

Der Justiziar der Landesmedienanstalt, Christian Krebs, sagte auf Anfrage, dass das Verbot einer zu starken Herausstellung viele Facetten haben könne. So sei es zum Beispiel von Bedeutung, wie lange ein Produkt zu sehen sei oder wie sehr es die Kameraeinstellung dominiere, etwa indem oft oder länger auf das Produkt gezoomt wird. "Auch zu viel positive Bewertung durch die Protagonisten könnte eine Rolle spielen", sagte Krebs. In den fraglichen Dschungelcamp-Szenen riechen die Bewohner unter anderem länger verträumt an den Riegeln.

Im Rundfunkstaatsvertrag heißt es in der entsprechenden Passage, dass "Schleichwerbung, Produkt- und Themenplatzierung" grundsätzlich erlaubt sind, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen. So gelte unter anderem: "Das Produkt darf nicht zu stark herausgestellt werden; dies gilt auch für kostenlos zur Verfügung gestellte geringwertige Güter."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Heinz Rudolf Kunze (59) hat seit dem Sommer rund 650 Instrumente für Flüchtlinge gesammelt. "Ich hatte mir überlegt, was man machen kann, damit die Menschen in den Lagern nicht so eine quälende Langeweile leiden, während sie auf ihre ungewisse Zukunft warten", sagte der Sänger der Deutschen Presse-Agentur.

09.02.2016
Aus der Stadt Notunterkunft für Flüchtlinge - Turnhallen im Sommer wieder frei

Keine Flüchtlinge mehr: Nach den Sommerferien sollen die sieben Schulsporthallen und die Stöckener Feuerwehrsporthalle, die derzeit für Flüchtlinge als Notunterkünfte dienen, wieder für die Sportnutzung durch Schulen und Vereine freigegeben werden.

09.02.2016

Am Donnerstag wollen Land und Stadt die Siegerentwürfe für die Erneuerung der maroden Südschnellwegbrücken präsentieren. Dann dürfte klar sein, welche Lösung für den Umbau favorisiert wird: wieder eine Brücke, ein Trog oder sogar ein Tunnel.

09.02.2016
Anzeige