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Meine erste Vorlesung

Semesterstart für Professoren Meine erste Vorlesung

Mehr als 4000 Erstsemester starten heute in ihr Studium an der Leibniz-Uni. Doch nicht nur für die Studierenden ist der Auftakt aufregend. HAZ-Redakteurin Juliane Kaune hat junge "Profs" aus allen neun Uni-Fakultäten gebeten, ihre Erfahrungen bei der Premiere vor dem Auditorium zu schildern. Und: Es geht den jungen Lehrenden oft wie den Studenten.

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Quelle: dpa / Symbolbild

Hannover. Mehr als 4000 Erstsemester starten heute in ihr Studium an der Leibniz-Uni. Sie alle wissen nicht, was sie erwartet, und gehen mit sehr gemischten Gefühlen in ihre erste Vorlesung. Doch keine Angst: Auch die Professoren sind nicht alle Routiniers. Bei vielen jungen Kolleginnen und Kollegen liegt die allererste Vorlesung, die sie vor Studenten gehalten haben, noch gar nicht so lange zurück.

14. Oktober, das heißt: Ab in die Uni. Für die „Erstis“ beginnt die Orientierungswoche an der Leibniz-Universität Hannover.

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Jessica Burgner (32), Fakultät für Maschinenbau

Man kann sich gut vorstellen, dass die Studenten in ihren Vorlesungen etwas zu lachen haben werden. Jessica Burgner ist ein humorvoller Mensch: „Ich bin ein Zwischending“, sagt sie – und meint ihren frischen Status als Emmy-Noether-Stipendiatin. Wie eine Juniorprofessur bereitet dieses Programm Nachwuchswissenschaftler auf den ersten eigenen Lehrstuhl vor. Die Stipendiaten dürfen sich aber ausschließlich auf ihre Forschung konzentrieren und können auf die Lehre ganz verzichten. Das kommt für die 32-jährige Informatikerin, die im Mechatronikzentrum der Maschinenbaufakultät arbeitet, nicht infrage: „Ich habe eine klare Verpflichtung den Studenten gegenüber.“
Schon jetzt hat sie mit den Vorbereitungen für ihre erste, eigenständig konzipierte Vorlesung begonnen, die sie im Sommersemester 2014 halten wird. Es geht um die Einführung ins Programmieren – und darum, wie Studenten Roboter zum Leben erwecken können.
Lebenspraktisches im Hörsaal macht für Burgner eine gute Lehre aus. Der monatelange Vorlauf bis zu ihrem ersten „Auftritt“ vor dem Auditorium gibt ihr die Gewissheit, den Studenten ein durchdachtes Konzept bieten zu können. Zwar hat sie bereits als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Karlsruher Institut für Technologie Vertretungsvorlesungen gehalten. Doch nach einem USA-Aufenthalt sind drei Jahre ganz ohne Lehre vergangen. „Das ist eine lange Zeit“, sagt die junge Wissenschaftlerin, die ihre allerersten Versuche als Dozentin als „grottig“ bezeichnet. „Unfassbar aufgeregt“ sei sie damals gewesen, erinnert sie sich.
Ob das im Hörsaal vor den Maschinenbaustudenten der Leibniz-Uni auch so sein wird, muss sich zeigen.

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Joel Greenyer (33), Fakultät für Elektrotechnik und Informatik

Dem morgigen Tag blickt Joel Greenyer mit gemischten Gefühlen entgegen. Um 13 Uhr wird er im Multimediahörsaal seiner Fakultät etwa 100 Erstsemestern gegenüberstehen, denen er die Grundlagen der Informatik beibringen soll. „Ich bin schon etwas nervös“, gibt der Experte für Software-Engineering zu. Seine auf sechs Jahre angelegte Juniorprofessur gilt als Anwärterschaft auf einen eigenen Lehrstuhl – und eine Vorlesung vor so vielen jungen Leuten hat der 33-Jährige noch nie gehalten. Zwar hat er im Sommersemester bereits Masterstudenten mit anspruchsvolleren Inhalten unterrichtet, sogar auf Englisch. Doch das waren nur 15 angehende Akademiker. „Eine große Anfängervorlesung ist eine ganz neue Herausforderung“, sagt Greenyer, der im April seine Stelle an der Leibniz-Uni angetreten hat.
Wie schafft man es, dass die Neulinge den Stoff verstehen, ohne sie mit einem Formelwust zu verschrecken? Und wie vermittelt man den Spaß an der komplexen Materie? Sein Fachgebiet, davon ist Greenyer überzeugt, hat viel Spannendes zu bieten. Er und seine Kollegen entwickeln etwa Apps, die Autofahrern den Weg weisen, selbstfahrende Roboter oder autonome Transportsysteme. Der Juniorprofessor hofft, dass es ihm gelingt, Forscherdrang und Neugier, die ihn bei seiner Arbeit leiten, auch seinen Studenten zu vermitteln. „Aber ich hoffe auch, dass sich meine Anspannung nicht auf sie überträgt.“ Fest steht: Er wird den Erstsemestern gleich reinen Wein einschenken und erklären, dass die Vorlesung über die „Modellierung des dynamischen Verhaltens von Systemen“ für ihn und für sie gleichermaßen eine Premiere ist.
Als Student, sagt Greenyer, habe er immer davon geträumt, später selbst einmal im Hörsaal zu stehen und vor einem gut gefüllten Auditorium eine Vorlesung zu halten. Die Erfüllung dieses Traums ist nun nur noch eine Nacht entfernt – eine unruhige Nacht wird es sein.

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Susanne Beck (36), Juristische Fakultät

Sie ist genauso neu an der Leibniz-Uni wie die Erstsemester. Zum Monatsanfang hat Susanne Beck ihren Lehrstuhl für Strafrecht angetreten, und sie macht keinen Hehl daraus, dass sie aufgeregt sein wird, wenn sie zum Semesterstart den Hörsaal betritt. Zwar hat sie vertretungsweise bereits Lehrerfahrung an anderen Hochschulen gesammelt. Doch nun wird die 36-Jährige ihre allererste Vorlesung als frisch ernannte Professorin mit einem eigenen Lehrstuhl halten, am neuen Arbeitsplatz in Hannover. Bis zu 400 Studienanfänger werden ihr gegenübersitzen, um sich in die Grundlagen des Strafrechts einführen zu lassen. „Die haben ja große Erwartungen“, sagt die Juristin.
Sie hat sich gut überlegt, wie sie die Materie so spannend gestalten wird, dass die Neulinge nicht daran zweifeln, das richtige Fach gewählt zu haben. Die Frage, warum der Staat ein Vergehen überhaupt bestrafen muss, wird Beck ebenso thematisieren wie Fallbeispiele aus der Praxis. Wenn zwei Personen Gift in den Tee eines Opfers getan haben, wer ist dann der Mörder? Und welche Verantwortung trägt ein Raser am Tod eines Passanten, der ihm vors Auto läuft? „Jura“, sagt die junge Professorin, „bedeutet nicht, Gesetze auswendig zu lernen, sondern vor allem, kritisch zu denken.“ Dass die Noten in dem Fach häufig deutlich schlechter ausfallen als in der Schule, dürfe keinen Anfänger abschrecken. „Das war bei mir als Studentin genauso.“ Und falls die angehenden Juristen mal an sich zweifeln sollten, kann sie trösten: „Auch Professoren sind nur Menschen.“

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Susan Steiner (36), Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Ob Erstsemester oder Masterstudent – Susan Steiner möchte alle angehenden Akademiker ermutigen, immer wieder Fragen zu stellen und den Lehrenden Feedback zu geben. Nur so lernten Professorinnen und Professoren, was sie besser machen können, meint die 36-Jährige. „Nach einer meiner Veranstaltungen habe ich zum Beispiel mehrere Hinweise bekommen, dass ich zu schnell gesprochen hätte – das war mir gar nicht bewusst“, erinnert sich die Juniorprofessorin für Entwicklungsökonomie, die im vergangenen Sommersemester aus Berlin an die Leibniz-Uni gewechselt ist.
Zwar hatte Steiner bereits Lehrerfahrung. Doch in ihrer ersten Vorlesung in Hannover saßen gleich Studenten aus dem sechsten und siebten Semester – und sie fühlte sich verunsichert: „Ich war ja ganz neu, und niemand kannte mich. Außerdem fand ich es schwer einzuschätzen, was die Studierenden schon wussten und wo genau ich ansetzen musste.“ Als die Studenten auch noch wenig Reaktion zeigten und kaum auf Fragen antworteten, sei sie sich „verloren“ vorgekommen. „Diese Nervosität bleibt wohl immer bestehen, selbst wenn man sich inhaltlich gut vorbereitet fühlt“, gibt Steiner zu. Aber schon in der zweiten Sitzung sei der Knoten geplatzt.
Die schönen Momente in der Lehre wiegen das alles wieder auf. Zum Beispiel, als ein Student sie nach mehr Literatur fragte, weil der Lehrstoff ihn gefesselt habe. Oder als Studenten ihr sagten, sie hätten viel bei ihr gelernt. Einen Hinweis auf eine neue Publikation in ihrem Forschungsgebiet hat Steiner auch schon mal von einem Studenten bekommen – und so etwas kommt nicht häufig vor.

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Kathrin Leuze (38), Philosophische Fakultät

Sie hat früh angefangen. Schon als Doktorandin mit 29 Jahren sammelte Kathrin Leuze erste Erfahrungen in der Lehre. Sie erinnert sich noch gut daran, wie fremd und unsicher sie sich in der Dozentenrolle vorkam: „Da saßen lauter Studenten vor mir, die fast in meinem Alter waren. Und ich hatte wahnsinnige Angst, dass die alle mehr wissen als ich.“ Sie hat dann einfach alle geduzt. Im Nachhinein ist sie sicher, dass ein „Sie“ besser gewesen wäre. „Man muss klarmachen, auf welcher Seite man steht.“ Heute, mit 38 Jahren, ist Leuze sicher, dass die ersten eigenständigen Seminare an der Uni Bremen die beste Vorbereitung für ihre akademische Laufbahn waren. Nach einer Juniorprofessur an der Freien Universität Berlin wechselte sie im vergangenen Wintersemester an die Leibniz-Uni – auf ihren ersten eigenen Lehrstuhl für Bildungssoziologie.
„Das war noch einmal eine ziemliche Umstellung“, sagt sie. Vier bis fünf Lehrveranstaltungen pro Semester stehen nun auf dem Programm – und deutlich mehr Vorbereitungszeit, als sie es gewohnt war. Bisher hatte Leuze vor Masterstudenten gelehrt, in kleinen Gruppen. An der Leibniz-Uni gehören auch Erst- und Drittsemester zu ihren Studenten – in weitaus größerer Zahl. Zwar gibt es bei den Geisteswissenschaftlern wenig Vorlesungen im klassischen Sinne. Dafür sind die Seminarräume mit bis zu 70 Leuten zumindest zu Semesterbeginn fast ebenso voll wie mancher Hörsaal. Weil ihr neuer Job neue Anforderungen an die Vermittlung des Lehrstoffs stellt, lässt sich auch die Professorin noch mal unterrichten: Sie nimmt an einem Coaching-Programm für junge Lehrstuhlinhaber teil.

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Michèle Heurs (38), Fakultät für Mathematik und Physik

Sie ist froh, dass sie sich die Verantwortung teilen konnte. Ihre erste Vorlesung hat Michèle Heurs zusammen mit einem Kollegen gehalten, der schon Erfahrung hatte. „Das hat mir sehr geholfen“, sagt die Juniorprofessorin. Was ihr in der ersten Stunde durch den Kopf ging, als sie vor dem Auditorium mit angehenden Physikern im fünften Semester stand, weiß sie nicht mehr. „Dafür war ich viel zu aufgeregt.“ Der Grund sei nicht so sehr das Lampenfieber gewesen, vor gut 100 jungen Leuten womöglich den Faden zu verlieren. „Ich hatte viel mehr Angst, dass es mir nicht gelingt, den Studenten die Faszination meines Themas zu vermitteln.“ Und die 38-Jährige ist durch und durch fasziniert von ihrem Fach: der Quantenphysik, mit der Forscher in die winzigsten Strukturen von Materie und Licht vordringen.
Es sei im deutschen Uni-System nicht vorgesehen, künftigen Professoren vor der Berufung die nötigen Lehrqualifikationen systematisch zu vermitteln, bedauert Heurs. „Je nach Talent und in Eigenregie erlangter Vorkenntnis werden die Vorlesungen dann mehr oder weniger gut.“ Ihr habe es geholfen, dass sie schon als Studentin Praktika betreut hatte – sogar die als Reitlehrerin beim Uni-Sport erworbenen didaktischen Fähigkeiten stellten sich als nützlich heraus. Zwei Jahre liegt die Premierenvorlesung zurück. Inzwischen steht Heurs allein im Hörsaal, und es hat sich eine gewisse Ruhe eingestellt – „von Routine würde ich aber nicht sprechen“. Besonders stolz ist sie auf eine selbst konzipierte Mastervorlesung. Die sei gut bei den Studenten angekommen. „Da schlägt das Herz vor Freude höher.“ Erstsemestern die theoretische Grundlage der Physik lebenspraktisch beizubringen, sei noch mal eine „ganz andere Baustelle“.
Auch hier gilt für Lernende wie für Lehrende: „Nicht einschüchtern lassen!“

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Frank Othengrafen (37), Fakultät für Architektur und Landschaft

Die Potenziale von Wunstorf, Burgdorf und anderen Orten der Region Hannover will Frank Othengrafen mit den Studienanfängern im Fach Landschaftsarchitektur und Umweltplanung erkunden. Der Juniorprofessor, der zuletzt an der Hamburger HafenCity Universität gearbeitet hat, ist relativ neu an der Leibniz-Uni. Im April hat er seine Stelle angetreten. Und weil einer seiner Arbeitschwerpunkte die Stadt- und Regionalplanung ist, wird er die Zeit mit seinen Studenten nicht nur im Hörsaal verbringen, sondern in den Weiten der Region unterwegs sein. Praxiserfahrung sei das A und O in der Ausbildung der Studenten, betont der 37-jährige Juniorprofessor. Die hat er auch in seiner akademischen Laufbahn besonders früh gesammelt: Mit 28 Jahren gab er als wissenschaftlicher Mitarbeiter erste Lehrveranstaltungen, wenn auch keine klassische Vorlesung mit Frontalunterricht. Das kam später, und er erinnert sich noch gut daran, wie schwer es ihm fiel. Zumal sein damaliger Professor ihn nur als Assistent vor das Auditorium gebeten hatte. „Aber dann stand ich plötzlich doch ganz alleine da.“ Spreche ich zu schnell oder zu langsam? Verstehen die Studenten alles, oder wagen sie nicht nachzufragen? Viele Fragen gingen ihm durch den Kopf. Vor allem eine: Wie lang sind 90 Minuten? „Ich konnte anfangs überhaupt nicht einschätzen, wie viel Stoff ins vorgegebene Zeitfenster passt.“ Das hat sich längst geändert. Gleichwohl bringt seine Juniorprofessur in Hannover neue Herausforderungen mit sich, zum Beispiel eine Mastervorlesung im Themenschwerpunkt Umweltplanung. Auf die muss er sich besonders intensiv vorbereiten – und er hofft auf Verständnis seiner Studenten.

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Ingo Neumann (35), Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie

Für ihn war es der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Ein Professor war in den Ruhestand gegangen, und weil der Lehrstuhl nicht sofort wieder besetzt werden konnte, sprang Ingo Neumann ein. Damals war er noch Doktorand am Geodätischen Institut der Leibniz-Uni – am gleichen Institut hat der heute 35-Jährige seit einem Jahr einen eigenen Lehrstuhl. „Anfangs habe ich schon gedacht: Da hast du dir zu viel zugemutet“, erinnert sich Neumann an seine ersten Gehversuche in der Lehre. Dass ein Promovierender eigenständig Vorlesungen leitet, sei eine Ausnahme gewesen. Doch geschadet hat es ihm nicht. Im Gegenteil: Nachdem er stressige Wochen durchlebt und sich am Ende erfolgreich durchgebissen hatte, kann er nun schon als junger Professor auf eine gewisse Vorlesungsroutine zurückgreifen.
Das heißt aber nicht, dass er den Lehrstoff auf Knopfdruck runterspult. „Wichtig ist, abstrakte Themen möglichst spannend aufzubereiten – da muss man sich immer wieder was Neues einfallen lassen“, sagt Neumann. Es sei stets eine Herausforderung, ruhig und präzise zu erklären, „ohne dass die Studenten einschlafen“. Mit 3-D-Simulationen führt er die angehenden Vermessungstechniker so in die Materie ein, dass diese im wörtlichen Sinne anschaulich wird. Ob GPS-Steuerung für Autos oder Sicherungssysteme für Staudämme – die Anwendungsbeispiele sind vielfältig. Und gerade die Geodäten freuen sich über jeden Neuzugang: In dem Fach sind insgesamt nur 180 Studenten immatrikuliert.

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Sascha Offermann (37), Naturwissenschaftliche Fakultät

Gut vorbereitet fühlte er sich nicht. Die Grundlagen der Biochemie wollte Juniorprofessor Sascha Offermann Studenten im dritten Semester bei seiner ersten Vorlesung erklären. Zuvor hatte sich der Molekularbiologe den Kopf darüber zerbrochen, wie sich der sehr theoretische Stoff so interessant erklären lässt, dass die Studenten bei der Stange bleiben. Je näher der entscheidende Tag rückte, desto unruhiger wurde er. „Ich hatte ja keine Ahnung, wie die reagieren würden.“
Ein erfahrener Kollege saß zur moralischen Unterstützung mit auf der Hörsaalbank und nickte ihm aufmunternd zu. Das habe ihn aber leider noch mehr verunsichert, erinnert sich Offermann. Als er dann auch noch merkte, dass die jungen Leute im Auditorium ständig auf ihre Laptops oder Smartphones guckten, dachte er schon, er langweile sie zu Tode. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie schnell in Wikipedia überprüften, was er an die Tafel schrieb oder auf Folien präsentierte. Auch darauf muss ein Nachwuchsprofessor gefasst sein.
Zwei Jahre liegt Offermanns Einstieg in die Lehre zurück. Heute sagt der 37-Jährige: „Jede Vorlesung ist eine neue Herausforderung, auch wenn man sie schon öfter gehalten hat.“ Selbst wenn Inhalte gleich blieben, treffe ein Lehrender stets wieder auf neue Studentengruppen, auf die er sich einstellen müsse. Das klappt offenbar: Die Bewertungen, die er von seinen Studenten erhält, motivierten ihn, sagt Offermann. „Sie dürfen mich aber auch ruhig kritisieren.“ Verhaspler, das gibt er zu, könne er bei seinen Vorlesungen nach wie vor nicht vermeiden. Und das sei eine wichtige Botschaft an alle Studienanfänger: „Die ,Profs‘ kochen auch nur mit Wasser.“

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