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Schlägt bald Angelique Kerber in Hannover auf?

Rückkehr des Profi-Tennisturniers Schlägt bald Angelique Kerber in Hannover auf?

Hannover hat goldene Zeiten erlebt im Tennis: Pete Sampras, Boris Becker, Steffi Graf und Venus Williams haben hier gespielt. Nun soll der Profisport zurückgeholt werden. Der Braunschweiger Veranstalter Harald Tenzer versucht, das WTA-Frauenturnier hier zu etablieren.

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Kommt bald das Profi-Tennisturnier zurück nach Hannover?

Quelle: dpa

Hannover. Hannover hat goldene Zeiten erlebt im Tennis. In fünf Jahren vor der Expo 2000 spielten die besten Männer ihren Weltmeister aus, Pete Sampras und Boris Becker schlugen Bälle auf dem Messegelände. In der intimeren Atmosphäre des Hannover Congress Centrums kämpften Steffi Graf und Venus Williams um Preisgeld und Weltranglistenpunkte. Und es gab Jahre, in denen der HTV Hannover in der Tennis-Bundesliga eine gute Rolle spielte. Jetzt unternimmt der Braunschweiger Veranstalter Harald Tenzer den Versuch, in Hannover erneut Profi-Tennis zu etablieren. Am Mittwoch bestätigte er der HAZ sein Interesse an einem Turnier der WTA-Frauenserie. „Das Potenzial ist da, ich halte solch ein Turnier für möglich.“

Der Braunschweiger ist Geschäftsführer der Brunswiek Marketing Gesellschaft und richtet dort ein Herrenturnier aus, das im vergangenen Jahr von Spielern zum weltweit beliebtesten Wettbewerb seiner Kategorie gewählt worden ist. Tenzer hat also große Erfahrung. Eine erste Hürde scheint überwindbar zu sein: Wer ein Turnier haben will, benötigt dazu eine der raren Lizenzen. Tenzer sieht jedoch gute Chancen, von einem Veranstalter einen Termin im Turnierkalender zu kaufen. Frühester Termin: 2017. Das Turnier soll mit 250.000 Dollar (etwa 230.000 Euro) Preisgeld ausgestattet sein. Unbedingt notwendig ist dafür ein starker Kreis von Sponsoren.

Harald Tenzer möchte das Turnier über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren etablieren und benötigt wohl zwei oder drei große Investoren. „Pro Jahr muss man dann mit einem Etat von 2 Millionen Euro ausgehen.“ In der zweiten Märzhälfte will er gemeinsam mit hannoverschen Partnern bei potenziellen Geldgebern für sein Konzept werben. Es sieht, wie in Braunschweig, zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte am Rande des Turniers vor. Dort ist es Tenzer gelungen, aus dem Tennisturnier eine gesellschaftliche Veranstaltung zu machen.

Eintrittsgelder spielen in seiner Kalkulation nur eine geringe Rolle, Tenzer beziffert sie auf höchstens 15 Prozent. Sponsoren würden bis zu 70 Prozent aufbringen. In Braunschweig sind es mehr als 50 Geldgeber, zu den wichtigsten zählen Landessparkasse und VW. Über einen Turnierort wollte Tenzer nicht sprechen. Er habe sich jedoch einige Orte angesehen. Derzeit verfügt nur der HTV Hannover über einen Platz, dessen Tribünen einigen Tausend Zuschauern Platz bieten, die Anlage ist auch weitläufig genug. In dem Südstädter Wohngebiet gibt es jedoch kaum Parkplätze.

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