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Was tun, wenn die Party aus dem Ruder läuft?

Projekt "Fit für die Fete" Was tun, wenn die Party aus dem Ruder läuft?

Bei einem neuen Präventionsprojekt der Polizei wird Jugendlichen beigebracht, wie sie sich selbst und ihre Freunde schützen, wenn eine Party mal aus dem Ruder läuft. "Fit für die Fete" heißt die Aktion, an dem die Schüler des Kurt-Schwitters-Gymnasium nun teilnahmen. 

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Eine Übung zum Abreagieren: Misburger Schüler schlagen auf eine Matte.

Quelle: Villegas

Hannover. Einfach zuschlagen? Das ist gar nicht so leicht, wie es in Actionfilmen immer aussieht. Das merken die Schüler der neunten Klassen vom Misburger Kurt-Schwitters-Gymnasium in dem Augenblick, als sie nacheinander auf das dicke Trainingspolster einprügeln, dass ihnen hingehalten wird.

Die ersten in der Runde setzen ein paar schüchterne Schläge auf die Matte - das war es dann auch schon. Polizist Michael Höflich ist zufrieden. „Das ist nur eine Übung zum abreagieren.“

Die Schüler lernen an diesem Tag nicht, wie sie andere verprügeln. Im Gegenteil: Beim Präventivprojekt Fit für die Fete wird den Jugendlichen beigebracht, weil sie sich selbst und Freunde schützen, wenn eine Party aus dem Ruder läuft und sie bedrängt oder geschlagen werden. Der Tag in Misburg war der erste Besuch des Teams an einer hannoverschen Schule.

Die Selbstverteidigungsexperten sind allerdings bereits seit August 2016 in Niedersachsen unterwegs. „Eigentlich war das Projekt für Jiu-Jitsu-Vereine gedacht, aber auch immer mehr Schulen haben Interesse“, sagt Projektleiter Höflich.

Fit für die Fete: Polizei startet neues Präventionsprojekt am Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg.

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In Selbstversuchen und kleinen Spielen wird den 14- und 15-jährigen Schülern gezeigt, welche Gefahren das Partyleben mit sich bringen kann: K.-o.-Tropfen im Getränk, angrapschen auf der Tanzfläche, oder im Alkoholrausch abgeschleppt werden. Ein kompletter Schultag wird darauf verwendet, aber Schulleiterin Kathrin Becker findet das Projekt wichtig. „Hier lernen die Schüler, wie sie außerhalb der Schule ihre Meinung durchsetzen und Gefahren abwehren. Das ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung“, sagt Becker.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Projekts schaffen das, ohne dabei bierernst oder altklug zu klingen. In einer Mädchengruppe sollen die Neuntklässlerinnen sich gegenseitig Wäscheklammern von ihren Oberteilen klauen und wer angegriffen wird, soll sich mit einem gezielten Schlag auf die Hand der Kontrahentinnen zur Wehr setzen. Das üben der Situation soll ihnen helfen, richtig und schnell auf eine ungewollte Kontaktaufnahme zu reagieren.

„Ob die Schülerinnen und Schüler schon negative Erlebnisse auf Partys hatten, wird eher nicht öffentlich in der Klasse besprochen“, sagt Schulleiterin Becker. Am besten ist natürlich, wenn es gar nicht dazu kommt - und dazu soll Fit für die Fete einen Teil beitragen.

Manuel Behrens

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