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Integration durch Zeitungsabo

Projekt der Mediengruppe Madsack Integration durch Zeitungsabo

Arbeitsmarktexperten und die Madsack Mediengruppe bieten Flüchtlingen in Hannover eine Perspektive für die Integration in den Jobmarkt. Seit August lernen 15 Azubis den Job der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.

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Am Freitag wurde das Projekt bei der Citipost vorgestellt.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Flüchtlinge in Jobs zu bringen – das ist das Ziel lokaler Zeitungsvertriebsgesellschaften und der Madsack Logistik GmbH. Sie bieten seit August gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und den Eckert Schulen insgesamt 15 Teilnehmern eine Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen an. Die Teilnehmer erreichen nach insgesamt dreieinhalb Jahren mit praktischen und theoretischen Anteilen einen IHK-Berufsabschluss. Dazu kommt ein Arbeitsvertrag als Zusteller bei den Zeitungsvertriebsgesellschaften. Am Freitag wurde das Projekt bei der Citipost vorgestellt.

Die 15 Auszubildenden kommen aus insgesamt sieben Nationen. Die meisten sind 2015 als Flüchtlinge nach Hannover gekommen. „Für uns ist das Angebot ein Beitrag zur gelungenen Integration“, sagt Jörn Radel, Madsack Logistik-Geschäftsführer. „Es wird immer schwieriger, zuverlässige Zusteller zu finden, die sich sechs Tage in der Woche bei Wind und Wetter um Zeitung und Post kümmern.“ Darum setzt man mit erfahrenen Partnern auf das Pionierprojekt.

„Der mögliche Abschluss einer Qualifizierung, die mehr Sicherheit am Arbeitsmarkt bedeutet, ist sehr attraktiv für die Bewerber“, sagt Arbeitsvermittlerin Vanessa Jördens von der Agentur für Arbeit. Als Fachkraft ist das Risiko, arbeitslos zu werden, und zu bleiben, geringer.

Im Vorfeld der Ausbildung gab es mehrere Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Flüchtlingsunterkünften. Die Teilnehmer absolvieren nun mehrere Praktika und Prüfungen. Sie lernen das Postleitzahlensystem kennen, planen Touren als Zusteller, machen sich mit Fachbegriffen vertraut. „Natürlich können sich die Teilnehmer auch nach dem Abschluss weiterqualifizieren und Führungspositionen anstreben“, sagt Radel. Die nötigen Deutschkenntnisse vermitteln die Eckert Schulen.

Entsprechend gut war die Stimmung am Freitag bei der Projektvorstellung. „Für uns ist das eine riesige Chance, qualifiziert zu arbeiten“, sagt Marius Yabi. Vor zwei Jahren kam er aus der Elfenbeinküste nach Langenhagen und spricht heute fließend Deutsch. „Ich freue mich auf die Aufgabe.“ Für Radel ist das Engagement von Unternehmen, Schulen und Agentur nur ein Anfang. „Wir planen weitere Ausbildungen.“

Von Jan Sedelies

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