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Die Kunst verbindet Kinder

Projekt Die Kunst verbindet Kinder

Das Sprengel Museum, das Klinikum Wahrendorff in Sehnde und der Verein „Live Music Now“ haben ein gemeinsames Kunsterlebnis für Grundschul- und Flüchtlingskinder organisiert.

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Der Musiker Nemanja Lukic macht Rhythmusübungen – durch simples Klatschen.

Hannover. Als die Musikerinnen Cosima Soulez la Riviere und Elisabeth Gebhardt von der Musikhochschule Hannover mit ihren Geigen einen ungarischen Czardas intonierten, zog ein kleines Mädchen aus Ghana in der ersten Stuhlreihe die Nase kraus. Derartige Klänge waren neu für sie und viele andere im Publikum auch: Es bestand aus Grundschulkindern der IGS Roderbruch und aus Flüchtlingskindern aus Unterkünften in Sehnde und Hannover. Sie bekamen im Calder-Saal des Sprengel-Museums ein Kunsterlebnis der besonderen Art.

Die Anfrage zu der Aktion war von der Stadt Hannover gekommen; umgesetzt haben sie das Museum, das Klinikum Wahrendorff in Sehnde und der Verein „Live Music Now“ aus Hannover. „Wir wollten mit den Kindern etwas Integratives machen und sie für Kunst interessieren“, sagt die Vorsitzende Cornelia Rimpau. Wenn sich das Konzept bewährt, wollen die Partner die Aktion wiederholen.

Der Stimmung im jungen Publikum nach zu urteilen, können sie schon einmal planen. Beim Musikteil, der für Kinderohren bestimmt nicht immer leichtgängig war, spitzten sie gebannt die Ohren und klatschten Beifall. Das war aufrichtig, zumal Soulez la Riviere, Gebhardt und ihr Mitstreiter Nemanja Lukic mit seinem Akkordeon wirklich charmant durch ihr Programm führten. Und weil man ja von Kindern aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Ghana und Deutschland nun nicht erwarten kann, dass sie einander auf Anhieb sprachlich verstehen, hatten die Organisatoren auch an Dolmetscher gedacht.

Zuhören und stillsitzen ist die eine Sache, etwas selbst machen zu dürfen eine andere. Deshalb gab es auch eine künstlerische Bastelaktion, bestechend einfach konzipiert von den Museumspädagoginnen um Gabriele Sand. Die Kinder zerschnitten farbige Papierbögen und legten aus den Schnipseln Bilder auf weißem Untergrund.

Und wie ist das nun mit dem Interesse für die Kunst? Durchaus vorhanden, kann man sagen, wenn auch manchmal in unerwarteter Form. „Wie viel wiegt so eine Geige eigentlich?“, wollten Ekinsu und Larissa von der IGS Roderbruch wissen.

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