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Aus der Stadt Prostituierten-Beratung kostet 200.000 Euro im Jahr
Hannover Aus der Stadt Prostituierten-Beratung kostet 200.000 Euro im Jahr
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00:17 08.06.2017
Von Jutta Rinas
Prostituierte in der Region Hannover sollen auch künftig die Möglichkeit haben, sich anonym gesundheitlich untersuchen zu lassen.  Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Künftig sind Sexarbeiterinnen auch zu einem gesundheitlichen Beratungsgespräch pro Jahr verpflichtet. Das hat damit zu tun, dass sie von Juli an ein Gewerbe anmelden müssen. So will es das neue Prostituiertenschutzgesetz, das die Große Koalition im Bund Ende 2016 verabschiedet hat. Die neue gesundheitliche Beratung, die unter anderem Fragen der Krankheitsvorbeugung oder der Risiken von Alkohol- und Drogenmissbrauch beinhaltet, ist Voraussetzung für so einen Gewerbeschein.

Sie durchzuführen wird die Region künftig jährlich 192 900 Euro kosten. Man gehe Schätzungen der Kriminalpolizei zufolge von rund 800 Prostituierten in der Region aus, für die die Beratung verpflichtend sei, sagte Hermenau. Genaue Zahlen gebe es nicht, weil die Prostituierten sich bislang nicht melden mussten.

Etwas mehr als zwei Personalstellen schafft die Region für die neue Beratung, die viele Sexarbeiterinnen als problematisch empfinden, weil sie dabei ihren vollen Namen, ihren Wohnort und ihren Arbeitsbereich angeben müssen. Die Daten werden gespeichert.

Es sei wichtig, dass es für Frauen, die illegal arbeiteten und ihren Namen nicht preisgeben wollten, weiter auch ein anonymes Angebot gebe, sagte Hermenau. Auch Frauen, die einen Aids-Test machten, suchten oft die Anonymität. Diese Beratungen würden künftig räumlich und personell von der verpflichtenden Beratung getrennt, um den Frauen nicht das Gefühl einer „Zwangsuntersuchung“ zu geben. Die Stadt Hannover plant mit zwei zusätzlichen Stellen, um die neue Anmeldepflicht für Prostituierte umzusetzen.

Das Land Niedersachsen rechnet damit, dass durch das neue Prostituiertenschutzgesetz jährlich 2,5 Millionen Euro Verwaltungskosten entstehen. Dazu kommt einmalig rund eine Million Euro, um Instrumente zur Durchsetzung der neuen, strengeren Regelungen zu schaffen. Die Kosten sollen nach Angaben des Sozialministeriums durch eine Gebührenregelung möglichst niedrig gehalten werden.

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