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Gegendemonstranten sprengen AfD-Kundgebung

Frauke Petry in Hannover Gegendemonstranten sprengen AfD-Kundgebung

Eine AfD-Kundgebung auf dem Trammplatz sorgte am Sonnabend für Wirbel in Hannovers Innenstadt: Zahlreiche Gegendemonstranten hatten sich unter die AfD-Anhänger gemischt und sorgten für eine Unterbrechung der Rede von Frauke Petry. Das hatte die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, eigentlich verhindern wollen.

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Demo gegen die AfD am Samstagmittag in Hannover.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Die Polizei versuchte die AfD-Anhänger und die Gegendemonstranten so gut es geht auseinanderzuhalten. Etliche Dutzend Teilnehmer der Gegendemo hatten sich unter die AfD-Anhänger gemischt, sangen dort die "Internationale" und applaudierten ironisch Frauke Petry, die bei der Kundgebung eine Rede hielt. Als der vermeintliche Applaus zu laut wurde, musste Petry ihre Rede unterbrechen. Obwohl sie sich kämpferisch gab ("Wir werden uns nicht vertreiben lassen"), war wenige Sekunden später nur noch Musik vom Band zu hören. Erst nach geraumer Zeit konnte Petry ihre Rede fortsetzen. Um kurz vor 16 Uhr war die Veranstaltung dann beendet.

Die Polizei griff zunächst nicht ein. Da die Gegendemonstranten friedlich blieben und allein durch die Lautstärke ihrer "Frauke, Frauke"-Rufe den geplanten Ablauf der Kundgebung unmöglich machten, sahen die Beamten offenbar keinen Grund für ein Einschreiten. Erst als einige Personen ein "Refugees welcome"-Plakat nahe der Bühne entrollten, griffen die Polizisten ein und zogen einige Personen aus der Menge.

Ein Auftritt von AfD-Bundesvorstand Frauke Petry sorgte für Behinderungen in Hannovers Innenstadt. Während sich AfD-Anhänger am Trammplatz trafen, demonstrierten hunderte am Landtag gegen den Auftritt.

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Gegen 13.30 Uhr hatten sich rund 300 Gegendemonstranten am Rande des Trammplatzes versammelt, im Laufe des Nachmittags kamen weitere dazu, sodass schließlich rund 500 Menschen gegen die AfD demonstrierten. Die hielt vor dem Neuen Rathaus ihre Abschlusskundgebung einen Tag vor der niedersächsischen Kommunalwahl ab. Gekommen waren rund 300 Teilnehmer. Der Friedrichswall war geraume Zeit für den Verkehr gesperrt.

Bereits ab 12 Uhr hatten Gewerkschaften, Kirchen und andere Gruppierungen auf dem Platz der Göttinger Sieben gegen die Veranstaltung der Partei AfD protestiert. Offenbar hatten sich von hier aus etliche Teilnehmer auf den Weg in Richtung Trammplatz gemacht, um die AfD-Veranstaltung zu stören.

Die Polizei sperrte schon am Vormittag einen weiträumigen Bereich um den Trammplatz ab. Mehr als 30 Einsatzfahrzeuge der Polizei sind vor Ort, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern. Insgesamt 28 Demonstranten verwies die Polizei vom Platz. Zudem leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die Störer wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein.

Am Freitag sagte die Partei einen Auftritt Petrys in Bergen bei Celle ab, nachdem im Stadthaus Scheiben eingeschlagen worden waren und weißes Pulver verteilt worden war.

Bereits um 11 Uhr lud die SPD zum Wahlkampfabschluss zum Kröpcke. Anwesend waren unter anderem Ministerpräsident Stephan Weil sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete.

tm/isc

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