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Protest gegen Esoterik-Kongress im HCC

Wegen fragwürdiger Heilmethoden Protest gegen Esoterik-Kongress im HCC

Der Stadtverband der Grünen und mehrere Selbsthilfegruppen für autistische Menschen protestieren gegen einen Esoterik-Kongress am Wochenende im Hannover Congress Centrum (HCC). Der Grund: fragwürdige Heilmethoden.

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„Spirit of Health“ im HCC: Initiativen warnen warnen vor umstrittenem Kongress. 

Quelle: Miriam Rosin (Archiv)

Hannover. Auf der viertägigen Veranstaltung unter dem Titel „Spirit of Health“ werden nach Ansicht der Kritiker äußerst fragwürdige Heilmethoden propagiert. Sie prangern zudem den Auftritt von Michael Vogt im HCC an - einem umstrittenen Journalisten und ehemaligen Honorarprofesor der Universität Leipzig, dem Kontakte in die rechtsradikale Szene nachgesagt werden. Bekannt wurde Vogt mit einem Film über Rudolf Heß, der zum Teil auf falschen wissenschaftlichen Quellen beruhte. „Wir fordern den Veranstalter auf, umgehend von Vogt Abstand zu nehmen, um sich so eindeutig von stark rechten Tendenzen zu distanzieren“, sagt Tobias Leverenz, der Vorsitzende des Stadtverbandes der Grünen.

Die Selbsthilfegruppen für autistische Menschen gehen sogar noch einen Schritt weiter. In einem offenen Brief an das HCC und die Stadtverwaltung verlangen sie die Absage des Esoterik-Kongresses. Die Veranstaltung sei gesetzeswidrig, weil dort unter anderem das Mittel Chlorbleiche zur Behandlung von autistischen Symptomen insbesondere bei Kindern angepriesen werde. Das Mittel ist zwar grundsätzlich nicht verboten. Doch warnen Verbraucherzentralen und das Bundesinstitut für Risikobewertung eindringlich vor der Einnahme von Chlorbleiche. Das Institut rät dringend von dem Verzehr und der Verwendung des Produkts ab, das unter dem Namen „Miracle Mineral Supplement“ vertrieben wird. Die Einnahme könne zu Bauschschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Blutdruckstörungen und erheblichem Flüssigkeitsverlust führen. „Besonders Kinder sind aufgrund ihres geringen Körpergewichts stark gefährdet“, teilt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung gibt es derzeit keine rechtliche Handhabe gegen den Kongress. „Zwar sind die Bedenken durchaus nachvollziehbar, allerdings darf der Moderator der Veranstaltung überall auftreten, und auch das genannte Mittel ist nicht verboten“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Eine derartige Veranstaltung entspreche der Bandbreite der Veranstaltungen, die ein Kongresszentrum anbiete, fügt Demos weiter. „Selbstverständlich werden wir dennoch am Sonnabend vor Ort sein und die Veranstaltung im Blick behalten“, sagt der Stadtsprecher. Der Veranstalter des Esoterik-Kongresses wollte sich gegenüber der HAZ nicht zu den Vorwürfen äußern.

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