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Protest gegen Tierimpfstoffzentrum wächst

Boehringer Protest gegen Tierimpfstoffzentrum wächst

Der Protest gegen ein geplantes Tierimpfstoffzentrum der Firma Boehringer-Ingelheim in Hannover wächst. Demonstranten haben das Grundstück in einem Wohngebiet besetzt und wollen dort auf unbestimmte Zeit bleiben.

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Boehringer hatte bislang von einer Räumung des Areals des geplanten Tierimpfstoffzentrums abgesehen.

Quelle: Tobias Kleinschmidt dpa/lni

„Da es sich bisher um einen friedlichen Protest handelt und die Besetzer bis jetzt sorgsam mit dem Grundstück umgehen, fassen wir eine Räumung des Geländes zurzeit nicht ins Auge“, erklärte Boehringer-Projektleiter Friedolin Nöker am Montag. Das pharmazeutische Unternehmen will bis 2011 ein europäisches Zentrum für die Erforschung und Entwicklung von Schweineimpfstoffen errichten.

Die Protestler auf dem Gelände wollen so schnell nicht weichen. In dem Camp wurden bereits eine Waschstation und eine Dusche installiert sowie ein Gemeinschaftszelt errichtet. Im Internet kündigen die Tierversuchsgegner ihre Aktionen für die kommenden Tage an, darunter ein Konzert sowie Workshops und Vorträge. Die Stadt will nur eingreifen, wenn es zu Ausschreitungen kommt. „Derzeit besteht kein Handlungsbedarf“, erklärte Sprecher Dieter Sagolla.

Das Areal werde allerdings genau beobachtet, Boehringer stehe in engem Kontakt mit der Stadt und der Polizei, teilte Nöker mit. Seit längerem sei die Einzäunung des Geländes vorgesehen, um illegale Müllablagerungen zu verhindern. Der Pharmakonzern will bis zu 35 Millionen Euro investieren, etwa 50 wissenschaftliche Mitarbeiter sollen im neuen Zentrum direkt gegenüber der Tierärztlichen Hochschule arbeiten.

Gegen das Projekt protestieren auch zahlreiche Anwohner, die sich in der „Bürgerinitiative gegen Massentierversuche in Wohngebieten“ zusammengeschlossen haben. „Wir gehen aber einen anderen Weg als die Demonstranten und bereiten Klagen und Gutachten vor“, sagte Sprecher Klaus Neudahm. Die Initiative will die Entscheidung des Rats über das Projekt abwarten, die im September fallen soll. Bislang hatten SPD, CDU, Grüne und FDP mehrheitlich für die Ansiedlung gestimmt. Damit hätte der Bau- und Flächennutzungsplan dann Rechtskraft. „In diesem Fall werden wir sofort klagen“, betonte Neudahm.

dpa/lni

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Impfstoffhersteller
Boehringer Kirchrode Tierschutz Tierversuche Impfstoff

Sie wollen zur festen Adresse werden: Die Besetzer des Boehringer-Geländes haben einen Briefkasten aufgestellt – und ganz korrekt Straße und Postleitzahl darauf vermerkt.

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  • kommentar deguloge – 22.12.09 Also lieber 1000 von Tieren keulen, anstelle diese per Impfung schuetzen. Was fuer ein Unsinn....
  • Widerstand geghen Boehringer Tierimpfstoffzentrum wächst Dr.med. Friedrich und Maria Groß – 22.07.09
    Wir halten das Impfen für einen der wichtigsten medizinischen Fortschritte überhaupt. Ohne Frage sind wir dafür, diese segensreiche Entwicklung in Anspruch zu nehmen.

    Im Fall Boehringer aber warnen wir vor der Gefahr der missbräuchlichen Nutzung der Impfstoffe, wie wir im folgenden erklären.
    Boehringer will in Hannover Impfstoffe entwickeln, die in der Massentierhaltung Verwendung finden sollen.
    Dazu muss man wissen,
    dass „Nutztiere“ in der Massentierhaltung ihr kurzes Leben zu Tausenden zusammengepfercht in düsteren Ställen ohne Bewegung und Sonnenlicht fristen. Diese immungeschwächten Tiere bleiben durch die Impfung nur scheinbar gesund. Die Versuchung, immer noch größere Tierfabriken mit Tausenden von Tieren zu errichten, ist für die Tierproduzenten groß und für die Impfindustrie verlockend.
    Krankheitserreger haben in diesen Tierfabriken ein leichtes Spiel, auf einen Schlag Tausende von Tieren zu befallen. Die Erreger verändern sich dabei ständig (mutieren), werden aggressiver und für den Menschen gefährlicher – abgesehen von dem immensen Leid, das der Mensch durch diese Haltung den sog. Nutztieren zufügt.
    Diesem Teufelskreis muss ein Ende geboten werden. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden, das gebietet der intakte Menschenverstand.
    Statt der tierquälerischen Massentierhaltung muss die artgerechte Tierhaltung gefördert werden. Die Tiere müssen in kleineren Herden mit genügend Platz und Auslauf gehalten werden, dann werden sie widerstandsfähiger. Man bräuchte ihre Immunschwäche nicht durch eine Impfung zu kaschieren.
    Für uns Verbraucher heißt das: das billige, aus der Massentierhaltung stammende Fleisch meiden, statt dessen – wenn man nicht ganz darauf verzichten will – weniger, dafür aber qualitativ gutes Fleisch in größeren Abständen verzehren, was sowieso für uns gesundheitlich besser ist. Es gibt hervorragende nicht fleischliche Eiweißlieferanten für die menschliche Ernährung: Tofu und Seitan, mit denen man kreativ und unblutig kochen kann.
    Generell heißt das: Umwelt und Klima würden ebenfalls davon profitieren. Man müsste nicht die letzten Urwälder dieser Welt für Futtermittelanbau roden, Gülle würde nicht mehr Boden und Grundwasser schädigen und wichtige Ressourcen wie Wasser würden nicht vergeudet. Die Produktion von 1 kg Rindfleisch belastet das Klima durch CO2-Ausstoß so stark wie 250 km Autofahrt, für dieses kg Fleisch werden 15.500 Liter Wasser vergeudet und schließlich könnte man dafür 177 Menschen einen Tag lang mit pflanzlichen Lebensmitteln bei gleicher Sättigung ernähren. Methan aus den Rindermägen ist ein zusätzlicher wichtiger Faktor für die Entstehung des Treibhauseffektes. Auf dem Umweg über das Fleisch gehen bis zu 90% der pflanzlichen Nahrungsmittel für den Menschen verloren. So machen wir uns mit verantwortlich für den Hunger in den ärmeren Ländern.
    Die Zeichen der Zeit gebieten ein komplettes Umdenken. Ein „Weiter So“ darf es nicht geben.
    Hier sind wir wieder beim Thema Impfen: es gibt gute Gründe, den hohen Fleischkonsum zu reduzieren. Wer weniger Fleisch isst, kann sich die geringe Menge im Regelfall aus artgerechter Tierhaltung leisten. Gesund gehaltene Tiere haben mehr Widerstandskraft gegen Krankheitskeime und brauchen nur in den seltensten Ausnahmen Medikamente. Es erübrigt sich also auch, Tausende von Schweinen und Rindern in dem geplanten Tierversuchslabor sinnlos zu quälen.
    Dr.med.Friedrich und Maria Groß, Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V.- gemeinnütziger Tierschutzverein AGfaN, Kontaktbüro Hannover (www.tierschutz-landwirtschaft.de)
  • Boehringer Eckard Wendt – 19.07.09 Solche Leute braucht das Land?
    Wenn´s um den Kommentator vom Beitrag "Aber beim Arzt dann geimpft werden..." und seinesgleichen geht eindeutig NEIN!!! Es ist nicht nur blauäugig, sondern hat noch nie etwas von Impfschäden gehört. Er fällt auf die selbstbezogene Lobhudelei der Tierexperimentatoren herein, die über die Leiter "Tierversuche" zu Ruhm und / oder Geld kommen wollen. Ja, solche Leute haben wirklich Glück gehabt, daß sie Menschen geworden sind und nicht Versuchstiere, die von Boehringers Leuten mißbraucht und zu Tode gequält werden. Diese "Ohne-Michels" sehen sich natürlich lieber eine TV-Soap an, weil sie unfähig sind, die Zukunft mitzugestalten, oder „ziehen“ sich einen Krimi "rein", um ihren niederen Trieben in gesellschaftlich akzeptierter, sublimierter Form freien Lauf zu lassen.
    JA, wenn es um diejenigen geht, die ihr Gehirn einschalten und selbst bei großer Hitze und Regen und Sturm selbstlos Vorort protestieren … aus Achtung vor dem Mitgeschöpf Tier, aus Verantwortungsbewusstsein für das Ganze!
    Hochachtung gebührt deshalb den engagierten Protestlern,
    meint Eckard Wendt
  • Aber beim Arzt dann geimpft werden... -v- – 14.07.09 Solche ein Unsinn! In Deutschland sind die Auflagen beim Arbeiten mit Tieren so enorm hoch! Da wird kein Tier mehr als nötig für die Tests verwendet! Und das solche Tests nun einmal nötig sind für die Entwicklung lebensrettender Medikamente sehen diese Leute offenbar nicht. Aber dann bitte beim Arzt behandelt werden...
    Das ist eine Idiotie und men fragt sich was bei denen im Kopf vorgeht.
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