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Aus der Stadt Bündnis gegen Rechts spendet 4000 Euro für Flüchtlingshilfe
Hannover Aus der Stadt Bündnis gegen Rechts spendet 4000 Euro für Flüchtlingshilfe
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00:24 13.06.2018
Mehrere hundert Teilnehmer demonstrieren am Sonnabend vor dem Hauptbahnhof Hannover gegen eine Kundgebung rechter Organisationen. Quelle: Christan Elsner
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Hannover

Mehrere hundert Teilnehmer haben am Sonnabend gegen ein Treffen verschiedener rechter Gruppierungen vor dem Hauptbahnhof Hannover demonstriert. Der vom Deutschen Gewerkschafts Bund (DGB) ins Leben gerufene Zusammenschluss, an dem sich auch die Arbeiter Wohlfahrt (AWO), der Flüchtlingsrat, die Grünen und die Linke beteiligten, hatte im Zuge des Protests gegen die rechte Kundgebung Spendengelder bei Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen gesammelt. Rund 4000 Euro sind dabei zusammen gekommen. Die Summe soll an die Flüchtlingshilfe gehen.

Am Sonnabend haben rechte Gruppierungen demonstriert. Gleichzeitig gab es linke Gegendemonstrationen – zwischen den beiden Gruppen kam es dabei zu Auseinandersetzungen.

DGB bezeichnet Aktion als Erfolg

Die rechten Gruppierungen, die sich unter dem Motto „Zeit für Deutschland“ in Hannover versammelt hatten, hatten eigentlich einen Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant. Die Gegendemonstranten wollten für jeden Teilnehmer und jeden Kilometer einen bestimmten Betrag spenden. Wegen des großen Gegenprotestes sagten die Rechtspopulisten die Demo allerdings ab. „Dass keine rechten Hetzer durch Hannover marschieren konnten, ist für unsere gemeinsame Bündnisarbeit ein großer Erfolg“, sagte Torsten Hannig, der Regionsgeschäftsführer des DGB. Das Geld werde selbstverständlich trotzdem Geflüchteten zu Gute kommen.

Zu dem „Zeit für Deutschland“-Treffen waren nach Angaben der Polizei zunächst nur 45 Teilnehmer gekommen. Die Zahl wuchs im Lauf der Veranstaltung auf etwa 60 an. Die Rednerinnen und Redner, die aus Österreich, Nordrhein-Westfalen und dem Landkreis Havelland nach Hanover gekommen waren, protestierten gegen eine aus ihrer Sicht vorherrschende Meinungsdiktatur in Deutschland und gegen das angebliche Politikversagen der Regierung Angela Merkels (CDU).

Polizei leitet vier Strafverfahren ein

Linke Gegendomonstranten versuchten immer wieder, die rechte Kundgebung zu stören. Die Polizei musste mehrfach einschreiten und drängte die Gegendeomstranten schließlich auf die andere Seite des Ernst-August-Platzes zurück. Insgesamt leitete die Polizei vier Strafverfahren ein, zwei gegen Teilnehmer der rechten und zwei gegen Teilnehmer der linken Demonstration. „Darüber hinaus sind beide Veranstaltungen störungsfrei abgelaufen“, sagte ein Polizeisprecher.

Von Tobias Morchner

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