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Aus der Stadt "Er war im Herzen ein Grüner"
Hannover Aus der Stadt "Er war im Herzen ein Grüner"
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20:51 04.09.2016
Von Jutta Rinas
Die temporäre Styropor-Stele. Quelle: Franson
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Hannover

Aus Sandstein, wie ursprünglich geplant, ist die Stele nicht. Sie besteht aus Styropor und Kunststoffplatten. Der Grund: Eine echte Stele dürfen die Anhänger des Heidedichters im Hermann-Löns-Park nicht aufstellen. Zweimal hat der zuständige Bezirksrat bereits abgelehnt. „Löns passt wohl einfach nicht mehr in die Zeit“, ärgert sich Walter Euhus, Vorstandsmitglied im Hermann-Löns-Verband. Dabei gebe es Stellen der Erinnerung an Löns an vielen Orten, unter anderem in Walsrode. „Aber nicht in Hannover“, sagt Euhus. Für die Freunde des Heidedichters unbegreiflich.

Etwa anderthalb Meter misst die Hermann-Löns-Stele. Auf ihr prangt ein Bild des Dichters. Darunter sind ein Namenszug, die Tätigkeiten, die ihn ausmachten – Journalist, Schriftsteller, Naturschützer – und dazu die Zahl 150. Der Geburtstag war eigentlich bereits am 29. August, doch das Wochenende schien den Initiatoren geeigneter für ihre Protestaktion.

Mit dem Aufstellen der „temporären Stele“ will man an Werk und Wirken des Dichters erinnern. „Löns hat so viele schöne Geschichten über Natur und Tierwelt geschrieben“, sagt Euhus. „Vom Gedanken her war er ein Grüner – und das halten wir hoch.“

Löns’ Familie stammte aus Westfalen, er hatte 13 Geschwister. Sowohl bei der Berufsausbildung wie auch bei der Dauer seiner Beziehung zu Frauen galt er als mindestens unstetig, was auch an erheblichem Alkoholkonsum gelegen haben dürfte. In Hannover arbeitete er ab 1893 als Redakteur für den Verleger August Madsack beim „Hannoverschen Anzeiger“, dem Vorläufer der HAZ, und schrieb sich vom Freien Mitarbeiter hoch: 1906 wurde er in Bückeburg Chefredakteur der Schaumburg-Lippischen Landeszeitung. Bekannt wurde er aber für seine Heideliteratur, die heute in Teilen als umstritten gilt. 1914 meldete sich Löns freiwillig zum Ersten Weltkrieg. Er starb nach knapp einem Monat bei Loivre, wohl an einem Herzschuss.     

Zum Bummeln gab es am Sonnabend nur wenig Platz. Der Maschsee und die unmittelbare Umgebung des hannoverschen Hausgewässers wurde zum Revier der Ausdauersportler. Um neun Uhr fiel der erste Startschuss zum Maschsee-Triathlon mit insgesamt 1800 Teilnehmern, die Veranstaltung feierte in diesem Jahr das zehnte Jubiläum.

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