Auslöser waren Beißattacken aggressiver Hunde. Nach dem Gesetz sollen Hundehalter, deren Vierbeiner größer als 40 Zentimeter Schulterhöhe oder schwerer als 20 Kilo sind, ihre Kompetenz im Umgang mit dem Tier nachweisen müssen.
Die Pläne stoßen vor allem beim Koalitionspartner FDP auf Kritik. Sie seien aber auch innerhalb der CDU umstritten, gab McAllister zu. Außerdem sind Hundeverbände und Tierärzte unzufrieden. Von einer „Blockade“ der Gesetzespläne könne aber keine Rede sein, sagte der Sprecher des Agrarministeriums.
Der Landesvorsitzende des Verbandes für das Deutsche Hundewesen in Niedersachsen, Jochen Rissmann, reagierte positiv auf den Zeitgewinn, hält Änderungen am Hundegesetz aber gar nicht für notwendig. „Es besteht keine Eilbedürftigkeit“, sagte Rissmann. Nun könne „Ruhe und Sachlichkeit“ einkehren. Die bestehenden Gesetze reichten aber völlig aus, die Ordnungsbehörden müssten diese nur anwenden, sagte Rissmann, der das Ministerium beim Hundegesetz berät.
Auch CDU-Fraktionschef McAllister hält es für richtig, dass das Hundegesetz erst einmal liegen bleibt. „Es gibt gar keine Notwendigkeit, das Hundegesetz im Eilverfahren durchzusetzen.“ Kinder sollten besser vor Beißattacken geschützt werden, aber das Gesetz müsse auch praktikabel sein. Geplant sei ein Gespräch zwischen Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) und Fachleuten. Zudem werde das Ministerium den Abgeordneten in der Fraktionssitzung am 18. August die Eckpunkte vorstellen. Dann werde es Klarheit über den weiteren Fahrplan geben, sagte der CDU-Fraktionschef.
Der Sprecher von Agrarminister Ehlen, Gert Hahne, sagte zu der Kritik am geplanten Hundegesetz: „Jeder ist Experte, weil er entweder Hunde hat, Hunde hasst oder von Hunden gebissen wurde.“ Es handle sich um ein kompliziertes Verfahren. „Wir werden den Referentenentwurf jetzt in die Politik geben.“
Am vergangenen Sonntag hatten Hundehalter in Hannover gegen die Gesetzespläne demonstriert. Viele sehen sich durch die Neuregelungen diskriminiert. Im Mai hatte das Agrarministerium angekündigt, verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige sollten künftig keine großen oder gefährlichen Hunde mehr halten dürfen. Vorgesehen ist ein Eignungstest etwa beim Tierarzt. Hundehalter sollen zeigen, dass sie mit ihrem Tier umgehen können. Zudem war geplant, eine Haftpflichtversicherung vorzuschreiben.
In Hildesheim hatten im Mai Rottweiler zwei kleine Kinder und deren Mutter angefallen und schwer verletzt. Die Besitzerin der nicht angeleinten Hunde warf unter anderem wegen Drogendelikten und Körperverletzung vorbestraft. In Cuxhaven hatte ein Mischlingshund Ende Juli einen Achtjährigen ins Gesicht gebissen und schwer verletzt.
lni
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Kommentare
Dr. Markus / nicole d. Monika G. – 14.08.09
Endlich mal Jemand der etwas richtiges und Konkretes dazu zu sagen hat. Es sind nicht die Tiere sondern nur nfähige Halter die ihre Hunde zu Reisswölfen erziehen.Man kann nicht alle Hundearten über einen Kamm scherren.
LG
Monika G.
warum diese grosse problematik Andreas – 13.08.09
Offensichtlich scheinen sich ja hier nur Hundebesitzer zu melden, die ihre Hunde im Griff haben und wissen, daß Hunde Rudeltiere sind. Leider gibt es sehr viele Hundebesitzer, die sich nur einen Hund zulegen, weil er niedlich ist, oder Prestigeobjekt, oder Spielzeug für die Kinder, oder ... oder ... oder...Für die Personen, die mit Hunden umgehen können, dürfte es überhaupt keine Probleme geben, einen Sachkundenachweis irgend einer Art zu schaffen. Ich kann auf der Strasse aber sehr oft beobachten, daß nicht das "Herrchen" oder "Frauchen" mit dem Hund spazieren geht, sondern umgekehrt. Man muss nur mal beobachten, wie oft die Hundeleine straff gespannt ist. Hier ist offensichtlich der Hund das "ALPHA-Tier" und bestimmt, wo es lang geht. Für diese Personen wäre es dringend angeraten einen HUNDEFÜHRERSCHEIN zu machen. Schon allein aus Eigensicherungsgründen. Ich denke aber Mal, das viele Menschen nicht zugeben wollen, nicht fähig oder geeignet sind mit Hunden umzugehen. Eigentlich sollte alle fähigen Hundebesitzer für diesen Nachweis sein. Einmal wird damit ihre Qualifikation dokumentiert und andererseits aus Terschutzgründen. Den nur fähige Hundeführer kennen die die Bedürfnisse und Eigenarten der Hunde und ermöglichen den Hunden ein tiergerechtes Leben.
@Dr.Markus nicole d. – 12.08.09
Lieber Herr Dr. Markus ,hätten Sie meine vorige Nachricht richtig gelesen , wüßten Sie wer darin angesprochen wird.
Es steht offensichtlich drin !!
Desweiteren habe ich keinerlei Probleme mit Kindern !!
Ich besitze nämlich selber welche und die dürfen oh Schreck auch mit unseren beiden großen Hunden ( oh je DOBERMÄNNER ) spielen ohne Leine und ohne Maulkorb !!
Und ich fahre sogar Fahrrad mit meinen Hunden ( Man staune ! )
Genau die Welt wird für ALLE enger !!
Also ist auch Toleranz von ALLEN Seiten gefragt !!
Hat einsperren und anketten für Sie etwas mit Toleranz zu tun ??
Abschließend : Nicht alle sind schuld , weil es doch so einige gibt , die es falsch machen ..
nicole Dr.Markus – 12.08.09
Die Menschen sind schlecht nur mein Hund liebt und versteht mich.Meine liebe Nicole es gibt auch liebe Menschen die sie mögen.Kinder lieben Hunde und sind nicht ihre Feinde.Fahrradfahrer und Rentner haben oft auch Hunde.Die Welt wird halt immer enger und wir müssen Wege und Regeln finden das Mensch und tier mit einander auskommen.Generell noch gesagt:Gleichheit im Unrechtsfall gibt es nicht und darf es nicht gebenEinfach mal nicole d. – 11.08.09
Entschuldigung eines HundebesitzersLiebe Mitmenschen, die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt! Ihr habt ja so Recht!
Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?
Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.
Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!
Es tut mir so leid!
Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:
Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!
Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.
Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!
Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!
Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unserem Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!
Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!
Liebe Mitmenschen, ich bilde meinen Hund aus und bringe ihm Gehorsam bei, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.
Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.
Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!
Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt.
Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.
Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke!
Selbsternannte Hundeexperten nicole d. – 07.08.09
Der Hund ist weder ein Helm noch ein Sicherheitsgurt ..Er ist ein Lebewesen !!!
Schon deshalb ist jeder Vergleich dazu fern ab jeder Realität ...
Ich entscheide auch selber ob ich mich neben den Raucher setze oder was ich esse oder schreibt mir der Staat das auch vor ..
Ich bin für den Führerschein !!
Keine Frage
Allerdings dann bitte auch für ALLE Hundebesitzer !!! Egal ob 18 oder 80 .
Oder gibt es bei Führerscheinen fürs Auto auch einen Bonus weil der Wagen besonders klein und sparsam ist
Selbsternannte Hundeexperten kh – 07.08.09
Dies mag ja sein. Der Staat tut es aber. Wenn man seiner "Fürsorge" nicht folgt, werden Bussgelder für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes bzw Nichtaufsetzen des Helmes verhängt.Hundebiss nicole d. – 07.08.09
Wenn ich die Mail richtig interpretiere , hat der Hund sie also bedroht jedoch nicht gebissen und das obwohl er sofort zum Sprung an die Kehle angesetzt hat und sie haben ihn dann erfolgreich abgewehrt und der Hund hat daraufhin abgelassen und sich brav neben sein Frauchen gesetzt während sie Ihnen erklärt hat das es wegen der Lederjacke sein ??? So interpretiere ich zumindest Ihre Mail.Ich kann dazu sagen , das ich selber Besitzer von 2 Dobermännern bin ( die man im dunkeln übrigens nicht zwangsläufig sofort als solche erkennt ) . Für meine Hunde kann ich die Hände ins Feuer legen .Es gibt nur einen Grund warum der große "komisch" wird .Und das ist genau in dem Moment wenn er glaubt das ich als seine Halterin in eine bedrohliche Situation komme !!
Zudem sei anzumerken , das der Schäferhund in KEINER "Liste" auftaucht und der Dobermann gerade mal in einem Bundesland , dort aber in der Stufe 2 !!
Das mit Ihrer Frau tut mir sehr leid, dazu möchte ich mich aber nicht weiter äußern da ich die näheren Umstände nicht kenne "und der bessere Anwalt" ist für mich leider keine haltbare Aussage.
Worin ich mich aber bestärkt sehe, ist meine Vorstellung das jegliche " Geldeinnahmen" in Bezug auf Wesenstest , Hundeführerschein und dergleichen wenn sie schon zumn Einsatz kommen sollen in eine Inverstition einzusetzen sind, die genau solchen Opfern zu Gute kommt.
Der Staat kassiert auch so schon genug an Hundesteuern im Jahr bei 5,5 Millionen Hunden in Deutschland .Da sollte der ein oder andere vielleicht mal eine Hochrechnung starten und wenn auch nur mit 100 Euro pro Jahr für jeden Hund ( was noch nicht annähernd realistisch ist ) .
nachtrag linden – 07.08.09
Sorry soll heißen -Opfer-Nadine Linden – 07.08.09
Es war dunkel und ich ging spazieren.Der Hund lief frei.Ohne bellen versuchte er aus dem Stand mir an die Kehle zu gehen.Halterin war ein junges Mädchen.Sie meinte noch ganz cool das lege wohl daran das ich eine Lederjacke an hatte.Das Tier wäre darauf trainiert worden.Danach verschwand sie wie der Blitz.Sie festzuhalten mit dem Dobberman als ihr Begleiter und in meinem Schockzustand war nicht möglich.Ich möchte noch erwähnen das meine Frau mit 12 Jahren von einem frei laufenden schäferhund angegriffen und durch die Bisswunden in ihre Beine schwer Entstellt wurde und heute noch darunter Leidet.Ihre Eltern hatten nicht das Geld für eine Plastische Operation,der Besitzer war nicht Versichert hatte aber den besseren Anwalt.Auch dieser Argumentierte das es wohl ein fehlverhalten des damaligen Kindes gegeben haben muss.Täter geniessen manchmal in unserem Staat die größere Aufmerksamkeit als die Täter
@Linden Nadine – 06.08.09
Sie wurden sicherlich schon mal selbst gebissen....auch mal gefragt warum???Ein Hund beisst nicht einfach so aus Langeweile!! Warum ist immer direkt der Hund schuld - vielleicht sollten sich die Gebissenen erst einmal selbst überprüfen, ob sie sich falsch gegenüber des Hundes verhalten haben oder die Warnsignale nicht erkannt haben.
Selbsternannte Hundeexperten nicole d. – 06.08.09
Da zeigt sich doch mal wieder wie viele Hundeexperten es hier gibt ... Die noch nicht einmal einen Hund besitzen@Simone : Wieso wird der Mensch geschult ; Es geht in dem Gesetz um einen "Test der den Hund betrifft".Wohl nicht so ganz mit dem Thema auseinander gesetzt .
@Linden : Wenn mal alle Demos so verlaufen friedlich würden wie diese .Mehr möchte ich dazu schon gar nicht mehr sagen ...
@ Staat Paradox : Also ich brauche noch keinen Betreuer an meiner Seite , der mich vor dem Leben schützt .
Beste Grüße und ein großes Wau an die , die sich mit dem Hundegesetz auch wirklch asueinander gesetzt haben ..
staat paradox aw – 05.08.09
Muss natürlich heissen: Dabei ist es ....Staat paradox aw – 05.08.09
Bei der Helm- und Gurtanlegepflicht sorgt der Staat per Bussgeld dafür, daß ich mich vor gesundheitlichen Schäden schütze. Da ist es meine ureigenste Sache, ob ich mit meinem Leben bzw Gesundheit spiele oder nicht.Wenn ich mir aber ansehe, welche Schwierigkeiten der Staat hat, mich vor gesundheitlicher Schädigung durch andere - Rauchen, Hunde, Nahrungsmittel, usw. - zu schützen, frage ich mich, was da im Hintergrund abläuft oder welche Motivation da eine Rolle spielt.
Hunde Linden – 05.08.09
Wer schon mal das vergnügen hatte gebissen zu werden und die dann vom Halter geblubberten Kommentare noch im Ohr hat:"Das hat er noch nie gemacht,sie müssen ihn gereizt haben",bekommt bei so einer Demo von Besitzern Animalischer Waffen kalten Schweiß auf die StirnHundeführerschein Simone – 05.08.09
Hier sind die Hundehalter schon mit den geringsten Anforderungen überfordert. Das zeigt doch, wie sehr sie wegen ihrer Uneinsichtigkeit geschult werden müssen. Na denn Glück dem der in die Scheiße tritt und nicht gebissen wird.