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400 Kilo Marihuana in Hainholz gelagert

Prozess am Landgericht 400 Kilo Marihuana in Hainholz gelagert

Acht Zentner Marihuana wurden im September 2016 per Lkw von Albanien nach Hannover transportiert, sollten laut Staatsanwaltschaft auf einem Hainhölzer Gewerbegrundstück in handliche Ein-Kilo-Pakete umgepackt werden. Doch dann nahm die Polizei fünf Verdächtige fest und kassierte 399,9 Kilo Rauschgift ein.

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Sieben Angeklagte, neun Verteidiger, ein halbes Dutzend Wachtmeister: In Saal 127 des Landgerichts war Mittwoch eine Menge los.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Seit Mittwoch müssen sich am Landgericht sieben Männer wegen Handels mit Betäubungsmitteln, Anstiftung zur unerlaubten Einfuhr und Beihilfe verantworten. Die Pässe der zwischen 26 und 41 Jahre alten Angeklagten stammen aus Montenegro (3), Albanien (2), Australien (1) und Deutschland (1).

Damir M. (35), Fabian S. (37) und Gentin M. (34) gelten als die Haupttäter, sitzen seit sieben Monaten in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht (OLG) Celle hatte zugestimmt, die Frist für die Eröffnung des Verfahrens um drei Monate zu verlängern, da die Ermittler durchaus zügig gearbeitet hätten. In den vergangenen Monaten war es der Polizei gelungen, immer mehr Mobiltelefone von Angeklagten zu knacken und die Daten auszulesen. Hätte das OLG die Verlängerung nicht gebilligt, hätten man die in U-Haft sitzenden Männer im März auf freien Fuß setzen müssen.

Zwei der Angeklagten werden einer zweiten Tat bezichtigt: Sie sollen einem Zwischenhändler in der Voltmerstraße ein knappes Kilo Marihuana für rund 5000 Euro verkauft haben. Rechnet man diesen Betrag auf 400 Kilo hoch, hätte die Lieferung für die Großhändler einen Wert von etwa zwei Millionen Euro. Der Straßenverkaufswert liegt noch einmal doppelt so hoch.

Mehrere der neun Verteidiger beklagten Mittwoch vor der 3. Großen Strafkammer, dass von der Staatsanwaltschaft ständig neue CDs und Blue-Rays mit Unmengen neuer Daten - offenbar von Telefonaten und Messenger-Nachrichten aus mehreren Monaten - nachgeliefert würden und sie sich nicht ordnungsgemäß vorbereiten könnten. Die Staatsanwältin erklärte, dass sich die technischen Möglichkeiten zum Knacken von Handys rasant verbessern würden und die Polizei deshalb mehrfach Beweismittel nachgereicht hätte.

Die Kammer unter Vorsitz von Renata Bürgel stellte aber klar, dass sie einer Aussetzung des Verfahrens nicht zustimmen werde. Nach einem Verständigungsgespräch kündigte sie an, dass sich die Angeklagten zum nächsten Verhandlungstermin am 8. Mai zu den Vorwürfen äußern würden. Ein frühes Geständnis, das betonte die Vorsitzende, wirke sich immer deutlich auf das Strafmaß aus - und könnte den Prozess wesentlich verkürzen.

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