Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Drei Jahre Haft für Drogenbesitz

Dealer-Prozess Drei Jahre Haft für Drogenbesitz

Zufallsfund: Eigentlich suchte die Polizei eine vermisste Frau, doch dann fiel den Beamten ein Bulli auf – mit kiloweise Marihuana darin. Jetzt verurteilte das Amtsgericht den Besitzer wegen Drogenhandels.

Voriger Artikel
Dieses Netzwerk sichert Beweise für Gewaltopfer 
Nächster Artikel
Welcher ist der beste Pub in Hannover?



Quelle: dpa

Hannover.  Das Amtsgericht Hannover hat der 33-jährigen Patrick K. wegen Drogenhandels zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Polizei hatte im September in seinem Wagen und seiner Wohnung mehrere Kilogramm Marihuana entdeckt. 

Dass die Polizei auf den Angeklagten Stieß, war ein Zufall. Eigentlich waren die Beamten auf der Suche nach einer vermisst gemeldeten Frau gewesen. Dabei wurden sie am 8 September 2017 auf einen roten VW-Bulli auf dem Parkplatz einer Kleingartenkolonie in Vahrenwald aufmerksam. Im Kofferraum des Fahrzeugs hatten die Beamten in vier schwarzen Müllsäcken etwa 7,8 Kilogramm Marihuana entdeckt. Nach Angaben des Angeklagten waren die Drogen für den Weiterverkauf vorgesehen. Mit dem Gewinn habe er seinen eigenen Drogenkonsum finanzieren wollen. Der marihuana- und kokainabhängige Hannoveraner war festgenommen worden, als er auf der Polizeiwache erschien war, um sein beschlagnahmtes Auto abzuholen. In der Wohnung des Mannes hatten die Beamten weitere 22 Gramm Marihuana, 37 Gramm Haschisch und 13 Gramm Kokain gefunden. Diese Drogen, so sagte der Angeklagte im Verfahren, waren für seinen Eigengebrauch. 

Seit er 14 Jahre alt ist, sei Patrick K., der bei seinem Stiefvater aufwuchs, drogenabhängig. Sein leiblicher Vater ist bereits vor Jahren gestorben. Er könne sich nicht an ihn erinnern. Der ausgebildete Metallbauer war nach einer Verurteilung 2013 bereits in eine Entzugsklinik eingewiesen worden. Im Januar vergangenen Jahres war er daraus entlassen worden, hatte eine Wohnung und hatte begonnen, im Lager bei VW zu arbeiten. Im August 2017 dann der Rückfall: Pro Tag konsumierte er zwei bis fünf Gramm Kokain. Das kostete ihn täglich bis zu 400 Euro. 

Aufgrund seines Rückfalls sah der Richter von einer erneuten Zwangseinweisung in eine Entzugseinrichtung ab. Das Gericht vermutete außerdem, dass K. einen Komplizen hatte. Zu möglichen Mittätern schwieg K. jedoch im Verfahren. 

Von Sophie Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

So war die TKH-Turngala 2018

Mit Reifen oder am Reck: Die Turngala des Turn-Klubbs Hannover (TKH) hatte einiges zu bieten.