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Aus der Stadt Prozess um Kieferbruch nach Pferdetritt
Hannover Aus der Stadt Prozess um Kieferbruch nach Pferdetritt
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06:15 23.03.2012
Von Sonja Fröhlich
Quelle: Droese
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Hannover

Ein Pferdetritt hat einem siebenjähriges Mädchen den Ober- und Unterkiefer zertrümmert. Die Eltern verlangen Schmerzensgeld vom Halter und von den Eigentümern des Ponyhofes aus dem Umland Hannovers in Höhe von 33000 Euro. Das Landgericht hat jetzt mit Verweis auf eine Mitschuld des Kindes entschieden, dass diesem lediglich ein Drittel der geforderten Summe zusteht.

Wie berichtet, war die siebenjährige Leonie im Februar 2010 mit einem Hofmitarbeiter in einen Auslauf gegangen, wo das Pony "Eddie" und andere Tiere gefüttert werden sollten. Das Mädchen bemerkte, dass "Eddie" abseits der Herde stand, die ihn nicht mitfressen ließ. Leonie ging aus Mitleid auf das Pony zu, um es zu füttern. Dabei trat das Pferd aus und traf das Mädchen im Gesicht. Leonie erlitt mehrere Trümmerbrüche an Ober- und Unterkiefer, außerdem wurden ihr sechs Zähne herausgeschlagen und mehrere beschädigt. In der Urteilsbegründung heißt es: Die Siebenjährige "wusste trotz ihres jugendlichen Alters, dass Pferde gefährlich sind". Die Zivilkammer stellte bei ihrer Entscheidung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle ab; dieses hatte einer 13-Jährigen nach einem Pferdetritt ein Schmerzensgeld von 12000 Euro zugesprochen. Leonie soll nun die gleiche Summe erhalten. Ihr Anwalt Bernhard von Boehn will gegen das Urteil Berufung einlegen. "Die Verletzungen meiner Mandantin sind wesentlich schwerwiegender. Sie wird ihre ganze Jugend damit zu tun haben." Er bezweifelt auch, dass die Reife der Mädchen miteinander verglichen werden kann. "Ein siebenjähriges Kind kann nicht wissen, wie es sich einem Pferd zu nähern hat."

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