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Aus der Stadt Prozess zum Molotowcocktail-Wurf ist gestartet
Hannover Aus der Stadt Prozess zum Molotowcocktail-Wurf ist gestartet
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00:17 11.05.2017
Großes Medieninteresse: Zahlreiche Kamerateams waren zum Prozess erschienen. Foto: Wilde Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Seine jüngere Schwester ist bereits wegen der ersten Terrorattacke im IS-Auftrag in Deutschland, einem Messerangriff auf einen Bundespolizisten im hannoverschen Hauptbahnhof, verurteilt. Der Prozess findet nach dem Jugendstrafrecht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Ein bislang unbekannter Täter hat zwei Molotow-Cocktails vom Dach der Ernst-August-Galerie in der City geworfen. Eine der der Flaschen schlug vor dem Haupteingang des Einkaufszentrums auf.

Die Anklage wirft dem 18-jährigen Saleh S. versuchten Mord vor, weil er am 5. Februar 2016 zwei Molotowcocktails vor den Haupteingang des Einkaufszentrums geworfen haben soll. Verletzt wurde niemand. Saleh S. hatte aber laut Anklage mit seiner Attacke beabsichtigt, möglichst viele „Ungläubige“ zu töten.

Saleh und Safia wurden als Kinder eines deutschen Vaters und einer marokkanischen Mutter in Hannover geboren. Die Eltern trennten sich schon früh, die Mutter erzog ihre Kinder nach Darstellung des Vaters streng religiös. Sie soll beide unter anderem in eine umstrittene Moschee des Deutschsprachigen Islamkreises in der Kornstraße mitgenommen haben.

Mit der Justiz in Berührung kam der ältere Bruder Saleh zunächst als mutmaßlicher Kleinkrimineller. Im September 2015 soll er in eine Auseinandersetzung zwischen jungen Leuten verwickelt gewesen sein, bei der es um Drogen ging und bei der ein junger Mann mit einem Messerstich verletzt wurde. Da es sich möglicherweise um Notwehr handelte und unklar war, ob tatsächlich Saleh zugestochen hatte, wurden die Ermittlungen eingestellt. Auf die Spur von Saleh als möglichem Molotowcocktail-Werfer kamen die Ermittler in der Folge bei einer Wohnungsdurchsuchung. Die Fahnder stießen dabei auf Beweise, die darauf deuteten, dass der junge Mann etwas mit dem Kaufhaus-Anschlag zu tun haben könnte.

Maximal drohen dem jungen Mann nach dem Jugendstrafrecht zehn Jahre Haft. Im Prozess wird es auch um die Frage seiner Schuldfähigkeit gehen, denn er befindet sich bereits seit 2016 in der Psychiatrie. Nach einem Zwischenfall auf einem öffentlichen Platz, bei dem er sich auffällig verhielt und die Polizei zwei Messer bei ihm fand, kam er zunächst freiwillig in die Psychiatrie. Nach einem Angriff auf einen Mitpatienten erging ein Unterbringungsbefehl.

Von Michael Evers

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