Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Prozessauftakt nach Mord an Briefmarkenhändler

Landgericht Prozessauftakt nach Mord an Briefmarkenhändler

Es geht um den Mord an einem Briefmarkenhändler: Seit Montag müssen sich drei Männer vor dem Landgericht Hannover verantworten. Alle drei haben eine Aussage angekündigt.

Voriger Artikel
Tatkräftige Hilfe vom Pflegedienst für Mutter und Kind
Nächster Artikel
Nazi-Aufmarsch in Hannover beschäftigt Verfassungsschutz

Wegen Mordes an einem Briefmarkenhändler müssen sich drei Männer seit Montag vor dem Landgericht Hannover verantworten.

Quelle: Dröse

Der 56 Jahre alte Angeklagte, der mit dem Opfer seit vielen Jahren gut befreundet war, beschuldigte im Gerichtssaal seinen 23 Jahre alten Komplizen, den Händler getötet zu haben. Er selbst sei erschrocken gewesen über das, „was dort abgegangen ist“. Laut Anklage soll das Trio den 53 Jahre alten Händler aus Hameln in seiner Wohnung überfallen haben.

Mit Hilfe des Tresorschlüssels entwendete es den Ermittlungen zufolge zunächst aus dem Geschäft des Opfers Wertgegenstände und kehrte dann in die Wohnung zurück. Dort sollen zwei der Angeklagten den Mann misshandelt haben, um einen Schlüssel zu einem weiteren Tresor zu erpressen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der 23-Jährige mit einer Steinstatue auf sein Opfer eingeschlagen. Die Angeklagten zogen dem Mann eine Plastiktüte über den Kopf und legten ihn mit dem Gesicht nach unten in eine gefüllte Badewanne.

Nach Aussage des 56-Jährigen handelte es sich keineswegs um einen Überfall - ganz im Gegenteil: Das Trio habe dem Händler bei Problemen mit einem Mieter helfen wollen, der seit Monaten im Zahlungs-Rückstand war. Von Köln aus, wo der 56-Jährige lebt, seien die drei nach Hannover gefahren. Als es im Vorfeld in der Wohnung des späteren Opfers um die Bezahlung der Aktion gegangen sei, sei die Situation eskaliert.

Der 23-Jährige soll dem Händler überraschend einen Faustschlag verpasst haben: „Plötzlich lag er am Boden und war gefesselt“, sagte der 56-Jährige aus. Sein verletzter Freund habe ihm die Schlüssel für den Tresor gegeben. Einer seiner Bekannten habe mit dem Opfer in der Wohnung gewartet, die anderen hätten sich ihr Honorar geholt.

Bei der Rückkehr sei der 23-Jährige plötzlich total durchgedreht. Er selbst habe Fußtritte abbekommen und sei verletzt worden, sagte der 56 Jahre alte Angeklagte aus. Dann habe sein Freund tot in der Badewanne gelegen. „Das hätte alles nicht so kommen müssen“, habe er noch gesagt.

Die Mordkommission war den drei Männern durch die Auswertung der Telefondaten des Opfers auf die Spur gekommen. Ein Angeklagter hatte versucht, ausländische Geldscheine aus der Wohnung des Händlers bei einer Bank einzutauschen. Ein 21-Jähriger hat bei der Polizei ein Geständnis abgelegt. Das Urteil soll im August gesprochen werden.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Landgericht Hannover

Im Prozess um die Tötung eines Briefmarkenhändlers hat die Staatsanwaltschaft Hannover für zwei Angeklagte lebenslange Haftstrafen gefordert. Ein dritter Beteiligter soll wegen gemeinschaftlichen erpresserischen Menschenraubs für sechs Jahre ins Gefängnis, wie am Dienstag vor dem Landgericht bekannt wurde.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Unfall mit drei Lkw auf der A2 bei Bothfeld

Auf der A2 ist es in Nähe der Anschlussstelle Bothfeld zu einem Unfall mit drei beteiligten Lkw gekommen.