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Radler und Passanten kommen sich beim Maschseefest in die Quere

Verkehrskonzept in der Diskussion Radler und Passanten kommen sich beim Maschseefest in die Quere

Das Maschseefest-Verkehrskonzept gerät in die Diskussion, nachdem am Dienstag eine Fußgängerin von einem Rennradfahrer angefahren wurde, der anschließend vom Unfallort flüchtete. Seit vergangenem Jahr ist die Uferseite während des Maschseefests wochentags ab 17 Uhr und am Wochenende ab 14 Uhr für den Fahrradverkehr gesperrt.

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Durchfahrt verboten: Am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer darf während des Maschseefestes an der Uferseite von 17 Uhr an wochentags nicht Rad gefahren werden.

Quelle: Surrey

Hannover. Rund um das Maschseefest kommen sich Fußgänger und Radfahrer weiterhin in die Quere. Nach einem Zusammenstoß ermittelt nun die Polizei: Die Beamten suchen nach einem Rennradfahrer, der am Montagabend gegen 19.15 Uhr eine 28-jährige Fußgängerin am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer angefahren und zu Fall gebracht hat. Die Frau stürzte auf den Asphalt, doch den Rennradfahrer irritierte das nicht. Der Mann überließ die leicht verletzte Fußgängerin sich selbst und setzte seine Fahrt unbeirrt in Richtung Döhren fort. Der Vorfall ereignete sich zwischen Mocksgang und Geibelstraße auf der Seite des NDR-Funkhauses.

Der dort verlaufende Radweg wurde von der Stadt vor zwei Jahren eigens durchgehend bis zum Südufer asphaltiert, um das Miteinander von Fußgängern und Radfahrern auf der Seeseite zu entspannen. Dort war es bis vor zwei Jahren vor allem während des Maschseefests immer wieder zu Zusammenstößen, gefährlichen Ausweichmanövern und Diskussionen gekommen. Seit vergangenem Jahr ist die Uferseite während des Maschseefests wochentags ab 17 Uhr und am Wochenende ab 14 Uhr für den Fahrradverkehr gesperrt. Kontrolliert wird jedoch nicht, ob die Radfahrer sich auch an die Sperrung halten. Hans Nolte, Geschäftsführer der zuständigen Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG), verwies gestern darauf, dass sich die Regelung unterm Strich bewährt habe. „Das wird im Wesentlichen akzeptiert“, sagte er im Gespräch mit der HAZ.

Doch auf dem gegenüberliegenden Radweg kommt es zu Problemen: Die Radler sind häufig nicht bereit, ihr Tempo zu drosseln, und Fußgänger blockieren die Strecke. Ratsherr Thomas Hermann (SPD) mahnt zu umsichtigem Verhalten. „Insbesondere während des Maschseefests ist am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer Rücksicht gefordert.“ Die Stadt habe versucht, die Situation durch den zusätzlichen Radweg zu entschärfen. „Und das ist aus meiner Sicht auch gelungen. Gegen rücksichtslose Rüpel ist aber keiner gefeit“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. Er selbst habe am Montagabend das Maschseefest besucht und zwei Rennradfahrer die Straße hinunterrauschen sehen. „Während des Fests ist die Uferstrecke nicht der richtige Trainingsort. Da wünsche ich mir mehr Rücksicht“, sagte Hermann. FDP-Ratsherr Wilfried Engelke: „Jeder Unfall ist einer zu viel. Ich erwarte, dass der Veranstalter die Unfallsituation genau analysiert und herausfindet, wo Schwachstellen im Verkehrsfluss liegen.“

Nach Einschätzung der Polizei läuft der Radverkehr rund um das Maschseefest bisher – und vor allem im Vergleich zu früheren Jahren – reibungslos. „Wir haben keine Auffälligkeiten registriert, bis auf eine Ausnahme“, sagte Polizeisprecherin Martina Stern und bezog sich dabei auf den Vorfall vom Montag. Die Polizei sucht nun nach dem Rennradfahrer. Er ist etwa 1,80 Meter groß, von athletischer Figur und trug einen weißen Rennradanzug und einen weißen Radhelm. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 18 88 entgegen.

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