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Oldtimer legen einen Stopp am Expo-Park ein

Rallye Oldtimer legen einen Stopp am Expo-Park ein

Es geht um Chrom und Speichenräder und um eine Menge Nostalgie: Rund 120 Oldtimer starten heute bei der Ausfahrt des Rallye-Club Kleefeld zu einer etwa 130 Kilometer langen Tour durch die Region.

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Fachsimpeln im Expo-Park: Oldtimer-Besitzer und Automobilfans.

Quelle: Kutter

Hannover. Das Auto ist ein kleines Kunstwerk. Ein Stück Industriegeschichte auf Rädern. „Der Wagen wurde 1923 in London hergestellt und nach Bombay verkauft“, sagt Gunter Lach. Sein Bentley ist mithin ein echtes Kind des Britischen Empire. Die Karosserie besteht teils aus Holz und Kunstleder; nur 800 Exemplare des Rennwagens wurden damals gebaut. Und an diesem Sonntag ist der Bentley das älteste Fahrzeug, das an den Start geht.

Rund 120 Oldtimer sind bei der traditionellen Ausfahrt des Rallye-Club Kleefeld (RCK) dabei. Sie starten am Expo-Park und touren auf einer 130 Kilometer langen Strecke durch die Region. Die Karawane gleicht einem rollenden Museum. „Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h“, sagt Organisator Jürgen Feigenspan, „es geht also eher gemütlich zu.“

Es geht um Chrom und Speichenräder und um eine Menge Nostalgie: Rund 120 Oldtimer sind bei der Ausfahrt des Rallye-Club Kleefeld zu einer etwa 130 Kilometer langen Tour durch die Region gefahren.

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„Spaß an schönen, alten Dingen“

Die Beschäftigung mit Oldtimern boomt. Auch zur bunten Bulli-Parade auf dem Werksgelände von VW Nutzfahrzeuge kamen am Sonntag mehr als 100 T2-Besitzer mit ihren liebevoll gepflegten Fahrzeugen. Einer von ihnen, Jarno Sarjanen, war über rund 2000 Kilometer eigens aus Finnland angereist. „Manche Oldtimerfans kaufen sich die Autos als Wertanlagen, die meisten haben einfach Spaß an schönen, alten Dingen - und Freude an der Technik“, sagt RCK-Sportleiter Feigenspan.
Schon als 15-Jähriger schraubte Bentley-Besitzer Lach an seinem Mofa herum, als Student möbelte er in den Semesterferien seinen ersten Mercedes auf - und heute legt er mit seinem Bentley rund 8000 Kilometer im Jahr zurück. „So ein Oldtimer entschleunigt den Alltag ungemein“, sagt der Zahnarzt aus Isernhagen. Und außerdem könne man die meisten Reparaturen noch selber machen: „Neuwagen fahre ich gar nicht mehr.“

Ehe die Fahrt Richtung Burgdorf startet, fachsimpeln die Oldtimerfans im Expo-Park noch etwas; es geht um Chrom und Nostalgie und Kühlergitter. Manche Autos sind ihren Besitzern sehr ähnlich - stilvolle Unikate, gut gepflegt, in den besten Jahren. Und jeder Wagen hier hat seine eigene Geschichte.

„Wenn ich meine Garage aufmache, beginnt für mich eine kleine Reise in die Vergangenheit“, sagt Detlef Kahle. Der 66-Jährige hat sich vor sieben Jahren einen Austin Healey gekauft, Baujahr 1965. Speichenräder, Zweifarblackierung in Eisblau und Elfenbeinweiß. Der Wagen hatte etwa zehn Jahre lang in einer Garage im Dornröschenschlaf gelegen. Er hat den Wagen teils selbst restauriert. „Ich habe mir damit einen Jugendtraum erfüllt“, sagt der Seelzer. „Es ist einfach schön, die Mechanik arbeiten zu sehen.“ Denn Computer oder elektronischen Schnickschnack gibt es an seinem Auto naturgemäß nicht. Da sind Oldtimer eben etwas für Puristen.

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