Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Randale am Weißekreuzplatz
Hannover Aus der Stadt Randale am Weißekreuzplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 11.12.2014
Polizisten sicherten am späten Abend das Flüchtlingscamp am Weißekreuzplatz.  Quelle: Uwe Dillenberg
Anzeige
Hannover

Mit einer Hundertschaft hat die Polizei in der Nacht zu Sonnabend am Weißekreuzplatz Randalierer zur Räson gebracht, die sich zuvor Schlägereien rund um den Platz geliefert hatten. Dazu, wer wen angriff und ob sich die Aggression auch gegen die immer noch auf der Grünfläche kampierenden sudanesischen Flüchtlinge richtete, gingen die Angaben am Wochenende auseinander.

Nach dem Fest zum Tag der Einheit hatte die Polizei noch den Großeinsatz am Weißekreuzplatz zu bewältigen. Quelle: Dillenberg

Laut Polizei handelte es sich bei der Randale um eine Auseinandersetzung zwischen gewaltbereiten Ultras von Hannover 96 und Anhängern anderer Vereine. Am Freitagabend rückten die Beamten zum Weißekreuzplatz aus, nachdem mehrere Anrufer von „körperlichen Auseinandersetzungen im Bereich Weißekreuzplatz/Lister Meile“ berichtet hatten. Als die Polizisten dort ankamen, flüchteten die Täter. Hinweise von Zeugen ergaben, dass sich rivalisierende Ultra-Gruppierungen aus Hannover und Braunschweig zuvor vor einer Diskothek an der nahen Hamburger Allee miteinander geprügelt hatten. Um ein weiteres Aufeinandertreffen der 
Ultras zu verhindern, nahmen Beamte acht Hannoveraner in Gewahrsam. Laut Polizei beruhigte sich danach die Situation in dem Bereich.

Ein Sprecher der sudanesischen Flüchtlinge sprach am Sonntag indes von einem „versuchten Angriff auf unser Lager“. Schon am frühen Abend seien immer wieder verdächtige Personen am Weißekreuzplatz aufgetaucht, um die dortige Situation auszuspähen. Die 
Sudanesen mobilisierten daraufhin ihre Unterstützer, von denen viele der autonomen linken Szene angehören. „Als sie zu uns kommen wollten, wurden sie von den Randalierern abgepasst und angegriffen“, sagte der Sprecher. „Die wollten das Camp angreifen.“ Auch einer der Unterstützer berichtet von einem Angriff. Aber: „Wir können nicht genau sagen, ob das Camp oder wir als Unterstützer das Ziel der Attacke waren.“ Die Polizei weist beide Darstellungen zurück: „Es gab keinen Angriff auf das am Weißekreuzplatz gelegene sudanesische Protestcamp“, sagte eine Polizeisprecherin Sonntag.

Auch unbeteiligte Zeugen konnten das nicht bestätigen. „Wir haben nur mitbekommen, wie mehrere Vermummte vom Weißekreuzplatz flüchteten und über unsere Terrasse rannten“, sagte ein Mitarbeiter des Café Extrablatt. Dabei seien mehrere Gläser zu Bruch gegangen und sogar einige der Gäste leicht verletzt worden.

jki

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine positive Bilanz haben die Organisatoren von den Feiern zum Tag der deutschen Einheit gezogen: Etwa 500.000 Menschen waren auf der Bürgermeile dabei, allein zum Finale am Freitagabend waren geschätzte 100.000 Besucher am Maschsee.

06.10.2014
Aus der Stadt Beim Fest zum Tag der deutschen Einheit - 174 Randalierer in Gewahrsam genommen

Mehr als 2700 Demonstranten sind am Nachmittag durch die Innenstadt gezogen, um gegen die Feier zum Tag der Deutschen Einheit zu protestieren. Einige der Aktivisten zündeten Bengalos und Rauchbomben. Am Abend zogen die Demonstranten zum Einheitsfest, 174 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

04.10.2014
Aus der Stadt Abbauarbeiten, Oldtimer-Treffen, Konzert - Das ist heute in Hannover wichtig

Abbauarbeiten vom Tag der deutschen Einheit, Oldtimer-Treffen in Laatzen, das 96-Spiel in München und ein Konzert in der Neustädter Hof- und Stadtkirche – das ist heute in Hannover wichtig.

04.10.2014
Anzeige