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Raschplatztunnel wird am Wochenende freigegeben

Nach monatelangen Bauarbeiten Raschplatztunnel wird am Wochenende freigegeben

Aufatmen bei den Lister Kaufleuten: Die monatelangen Bauarbeiten am unterirdischen Verbindungsgang zwischen dem Raschplatz und der Lister Meile sind endlich beendet. Zum Wochenende werde der Tunnel freigegeben, teilt Thomas Heinemann, Chef der Immobiliengesellschaft HRG, der HAZ mit.

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Der renovierte Tunnel zwischen Raschplatz und Weißekreuzplatz.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. „Das Beleuchtungskonzept der Üstra wird erst später eingebaut“, sagt Heinemann. Ursprünglich sollte mit der Eröffnung des Tunnels auch eine Lichtinstallation in Betrieb genommen werden, die bunte Lichtkegel durch den rund 80 Meter langen Gang wirft. Noch seien aber nicht alle technische Schwierigkeiten überwunden, meint Heinemann.

Die Aktion Lister Meile, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten, reagierte erleichtert. „Wir freuen uns sehr“, sagt der Sprecher des Bündnisses, Klaus Eberitzsch. Gleichzeitig moniert er, dass noch immer der Bau einer öffentlichen Toilette in der Nähe des Eingangs zur U-Bahn-Station Hauptbahnhof ausstehe.

Auch die HRG dringt darauf, ein gebührenfreies WC am Raschplatz zu installieren und stellt der Stadt kostenlos eine Fläche zur Verfügung. Denn allzu häufig werde auf dem erst vor einem Jahr sanierten Raschplatz gegen Wände und sogar auf die Treppen uriniert, berichtet der HRG-Chef. „Wir kommen mit dem Reinigen kaum hinterher, zudem greift der Urin den offenporigen Stein stark an“, sagt er. In manchen Ecken auf dem Raschplatz seien die Platten regelrecht verätzt. „Von einem WC auf dem Raschplatz versprechen wir uns erhebliche Verbesserungen“, sagt Heinemann. Die Stadt prüft derzeit die Finanzierbarkeit einer Toilette.

Bei der Ratsopposition verursachen die Probleme am Raschplatz Kopfschütteln. „Wenn die Stadt sich nicht für offenporige Steine, sondern für Fliesen mit einer geschlossenen Oberfläche entschieden hätte, wären die Schäden geringer“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Seidel. Aber man habe damals der Ästhetik den Vorzug gegeben. Er befürchtet, dass die Stadt im kommenden Jahr viel Geld ausgeben muss, um die verschmutzten Ecken zu sanieren. Damit der weiß getünchte neue Tunnel nicht zur öffentlichen Toilette verkommt, rechnet die HRG damit, die Wände drei- bis viermal pro Woche an verschiedenen Stellen streichen zu müssen.

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