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Raser muss für Rennen am Car-Friday büßen

Urteil gegen Verkehrsrowdy Raser muss für Rennen am Car-Friday büßen

Nach einem illegalen Autorennen beim Car-Friday in Hannover muss ein 35-Jähriger eine saftige Geldstrafe zahlen sowie einen Monat auf seinen Führerschein verzichten. Der Mann war im vergangenen Jahr mit tempo 100 auf der Vahrenwalder Straße erwischt worden.

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Quelle: dpa

Hannover. Das Oberlandesgericht (OLG) Celle hat einen notorischen Raser gestoppt, der mittels einer Rechtsbeschwerde ein amtsgerichtliches Urteil korrigieren wollte. Damit steht fest, dass Torsten S. im Vorjahr am sogenannten Car-Friday auf der Vahrenwalder Straße an einem illegalen Autorennen beteiligt war. Dass der 35-jährige mit seinem Fünfer-BMW schneller als 100 Kilometer pro Stunde fuhr. Und dass das Strafmaß der ersten Instanz Gültigkeit hat: 430 Euro Geldbuße plus einen Monat Fahrverbot.

Für die Freunde getunter Fahrzeuge ist die Vahrenwalder Straße immer wieder ein beliebter Boulevard, um ihre Männlichkeit unter Beweis zu stellen. Und so fanden hier auch im März 2015, drei Wochen vor dem wahren Karfreitag, zahlreiche Besitzer PS-starker Karossen zueinander. Die Polizei war darauf eingestellt und patrouillierte mit mehreren Fahrzeugen auf der Piste zwischen Langenhagen und Hamburger Allee.

Einer dieser Zivilstreifen fielen zwei Wagen auf, ein brauner Audi R 8 Spyder und der schwarze BMW von Torsten S., die nahe dem früheren Max-Bahr-Baumarkt mit Schmackes in die Vahrenwalder Straße einscherten. Sie brausten bis zur Kreuzung Industrieweg, wendeten und rasten mit Karacho Richtung City. An der Kreuzung Niedersachsenring stoppten die beiden Fahrer nebeneinander an einer roten Ampel und starteten bei Grün erneut durch - mit quietschenden und qualmenden Reifen. Die beiden PS-Protze schafften es, das immerhin auch auf Tempo 100 beschleunigende Polizeiauto abzuhängen, auf dem nur 500 Meter langen Abschnitt der Vahrenwalder Straße bis zur Dragonerstraße. Kurze Zeit später machten die Beamten dem Spuk ein Ende und bremsten die Rallyefahrer aus.

Amtsrichter Koray Freudenberg verurteilte S. wegen der vorsätzlichen Teilnahme an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen zu einer Geldbuße von 430 Euro. Die 30 Euro waren ein moderater Aufschlag auf die regulären 400 Euro aus dem Bußgeldkatalog, hatte der als Selbstständiger im Transportgewerbe tätige BMW-Pilot doch schon etliche Verkehrsverstöße angehäuft. Zu schnelles Fahren, Telefonieren im Cockpit, Überfahren roter Ampeln - am Steuer schneller Autos gingen dem 35-Jährigen regelmäßig die Pferde durch. Auch eine Geldstrafe wegen der Teilnahme an einem illegalen Autorennen hatte S. schon einmal kassiert, 2012 in Hannover.

Der 1. Strafsenat des OLG unter Vorsitz von Frank Rosenow urteilte jetzt: Die Argumentation von S., die Vahrenwalder Straße nur aus „Schaulust“ befahren zu haben, überzeuge nicht. Zweifelsfrei hätten sich Audi und BMW eine Wettfahrt geliefert, bei der mit Blick auf Beschleunigungsfähigkeit und Spitzentempo ein Sieger ermittelt werden sollte. Doch ob die Bestätigung des Urteils aus November 2015 den Verkehrsrowdy beeindrucken wird? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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