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Aus der Stadt Nach rassistischen Beleidigungen: Mainz-Profis erstatten Anzeige
Hannover Aus der Stadt Nach rassistischen Beleidigungen: Mainz-Profis erstatten Anzeige
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07:03 02.02.2018
Leon Balogun und Anthony Ujah von Mainz 05 haben Strafanzeige wegen Beleidigung und Volksverhetzung erstattet. Quelle: HAZ
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Hannover

 Rund zweieinhalb Wochen nach den rassistischen Beleidigungen gegen Leon Balogun und Anthony Ujah haben die beiden Mainzer Fußballprofis nun Anzeige wegen Beleidigung und Volksverhetzung erstattet. Das bestätigt Hannovers Oberstaatsanwalt Thomas Klinge auf HAZ-Anfrage. „Die Strafanträge sind am 31. Januar per E-Mail eingegangen“, sagt er. Ex-96-Spieler Balogun und sein nigerianischer Teamkollege Ujah waren im Vorfeld des Heimspiels von Hannover 96 gegen Mainz 05 am 14. Januar von fünf Anhängern der Roten rassistisch beleidigt worden. Unter den Tätern soll auch ein zwölfjähriger Junge gewesen sein.

Die Gruppe hatte die Mainzer Fußballprofis beim Warmmachen mit Affenlauten empfangen. Balogun machte den Vorfall kurze Zeit später bei Twitter öffentlich. Martin Kind, Chef von Hannover 96, erstattete daraufhin Anzeige wegen Volksverhetzung. Darauf fußten bislang die Ermittlungen. Zwei Beteiligte konnte die Polizei inzwischen überführen. Sie wurden 14 Tage nach dem Vorfall am Rande des Heimspiels der Roten gegen den VfL Wolfsburg im Stadion identifiziert. Die Suche nach den drei weiteren Tätern dauert weiter an.

Hannover 96 hatte sofort nach der Identifizierung ein Hausverbot gegen den 40- und 50-Jährigen ausgesprochen. Inzwischen hat der Verein das Ganze in ein Stadionverbot umgewandelt. „Die Briefe gehen jetzt an die beiden Beschuldigten raus“, sagt ein Sprecher von Hannover 96. Das Verbot gilt zwei Jahre und in allen Stadien Deutschlands bis hinunter zur vierten Liga.

Von Peer Hellerling

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