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Aus der Stadt Rathaus-Affäre: Härke bleibt Kulturdezernent
Hannover Aus der Stadt Rathaus-Affäre: Härke bleibt Kulturdezernent
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00:18 05.11.2017
Von Andreas Schinkel
 Dezernent Harald Härke. Quelle: Raine Dröse
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Hannover

„Es kann meiner Ansicht nach nicht angehen, dass Stadtrat Härke weiterhin als Personaldezernent tätig ist. Diese Position ist es, die er ausgenutzt hat, um einer ihm nahestehenden Person einen Vorteil zu verschaffen“, sagte Schostok in einer offiziellen Stellungnahme nach der Sitzung. Gegen Stadtrat Härke hat Schostok Anfang Oktober ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Härke wird vorgeworfen, seiner Lebensgefährtin eine Stelle im Kulturbüro verschafft zu haben. Zur Besetzung des Postens ist es nicht gekommen, das Verfahren wurde gestoppt. Härke hatte vor einer Woche eingeräumt, dass die Vorwürfe „im Kern“ zuträfen. Er entschuldigte sich gegenüber dem OB, der Verwaltung und dem Rat und bot an, vorzeitig in den Ruhestand zu treten.

Das Angebot will Schostok nicht annehmen. Er hält es für vertretbar, dass Härke zwei Jahre Kulturdezernent bleibt, vor allem aufgrund des Schuldeingeständnisses. Härke solle die Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt vorantreiben. Wer bis 2019 neuer Personalchef im Rathaus wird, will Schostok noch nicht verraten. Kommende Woche werde er den Ratsgremien ein Papier vorlegen, das die veränderten Zuständigkeiten im Rathaus skizziert. Der Rat soll darüber am 30. November abstimmen.

Nach Informationen der HAZ will der OB das Personaldezernat vorübergehend selbst übernehmen. Für die hannoversche Feuerwehr, ebenfalls im Aufgabenbereich Härkes verankert, könnte künftig Kämmerer Axel von der Ohe zuständig sein.

Offiziell teilt die Stadt mit, dass noch nichts entschieden sei. Das Verlegen der Personalverwaltung zum Oberbürgermeister wäre eine Option, sei aber noch nicht final entschieden, teilt Stadtsprecher Andreas Möser mit.

Die Ratspolitik hat den Vorschlag Schostoks verhalten aufgenommen. Am Ende der vertraulichen Sitzung habe Totenstille geherrscht, berichtet ein Teilnehmer.

Kommentar: Die Rathaus-Affäre ist noch nicht vorbei

Dezernent Harald Härke war einer der mächtigsten Männer der Verwaltung. Mit dem eingeleiteten Disziplinarverfahren ist er tief gefallen. Und es bleibt das ungute Gefühl, dass im Rathaus nicht alles sauber abläuft, meint HAZ-Redakteur Andreas Schinkel.

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