Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Rathaus muss Hilfe koordinieren“
Hannover Aus der Stadt „Rathaus muss Hilfe koordinieren“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 12.09.2015
Von Mathias Klein
Gemeinsam kreativ: Die Akteure der Aktion, darunter auch Altin Lala (li.). Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Hannover

„Die lobens- und dankenswerte Hilfsbereitschaft der hannoverschen Bevölkerung für die Flüchtlinge muss schnellstens besser als bisher organisiert werden“, sagt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel. Hannover benötige dringend eine zentrale Stelle, bei der Bürger und Flüchtlinge schnelle und unbürokratische Hilfe auf ihre Anliegen bekämen.

Diese Koordinierungsstelle müsse sowohl für konkrete Hilfsangebote wie Sachleistungen als auch für Wohnungsangebote sowie für allgemeine Fragen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter der Anlaufstelle müssten „in der Lage sein, Fragen, Sorgen und Nöte der hannoverschen Bevölkerung angemessen und schnell zu bearbeiten“, sagt Seidel. Zudem dürfe die Stadt nicht aus den Augen verlieren, dass die angemessene Unterbringung der täglich ankommenden Menschen, auch angesichts des bevorstehenden Winters, derzeit das größte Problem sei.

Bereits vor einigen Wochen hatte die Sozialexpertin der SPD, Gudrun Koch, eine ähnliche Forderung erhoben, ein Echo aus der Verwaltung hat es bisher nicht gegeben.

Die SPD fordert jetzt, zumindest die Hilfsbereitschaft besser zu koordinieren. Es müsse Annahmestellen für Kleidung, Möbel und Haushaltsgeräte geben, gleichzeitig müsse die Verteilung in der Landeshauptstadt besser abgesprochen werden, sagt Fraktionsvorsitzende Christine Kastning. Derzeit sei die Situation nicht befriedigend, meint sie. „Manche Flüchtlingsheime erhalten viele Spenden, andere recht wenige.“

Unterdessen führt der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen nach Hannover in den zuständigen Ämtern zu erheblicher Mehrarbeit. Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde müssten mit „erheblichen zusätzlichen Belastungen“ zurechtkommen, sagt Stadtsprecherin Ulrike Serbent. Ein in Hannover untergebrachter Flüchtling muss sich im Ausländeramt zunächst anmelden, außerdem benötigt er eine Bescheinigung über seinen Aufenthaltsstatus, berichtet die Sprecherin. Das nehme rund 30 Minuten in Anspruch. Anschließend müssen immer wieder neue Bescheinigungen ausgestellt werden. In der Ausländerbehörde gibt es 92 Stellen, derzeit wird das Personal um acht Stellen aufgestockt.

Auch im Gesundheitsamt der Region gebe es seit Monaten deutlich mehr Arbeit, berichtet Regionssprecherin Christina Kreutz. Die 14 Amtsärzte der Region seien zum Beispiel immer dann gefragt, wenn ein Asylbewerber wegen einer Verletzung oder einer Krankheit zum Arzt muss. Das werde in der Regel ohne persönliche Begutachtung des Patienten pragmatisch entschieden, berichtet Kreutz.

Sollte das Land im Bereich der Region außer der Turnhalle der Polizei in der Tannenbergallee noch eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung aufbauen, könnte die Belastung der Gesundheitsamtsmitarbeiter noch steigen. Denn dann wären sie zusätzlich für die Erstuntersuchung der ankommenden Flüchtlinge zuständig.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Höhere Mitgliedsbeiträge - Handwerkskammer geht das Geld aus

Der Landesrechnungshof hat heftige Kritik an der Haushaltsführung der Handwerkskammer Hannover geübt und sieht diese in finanziellen Schwierigkeiten. Die Kammer weist die Kritik zurück – will aber wohl die Mitgliedsbeiträge erhöhen.

12.09.2015

Für eine Verlängerung der Stadtbahnlinie 4 ins Garbsener Zentrum kommt nur eine von vier möglichen Varianten infrage. Demnach erfüllt nur die mit gut einem Kilometer kürzeste und mit 16,4 Millionen Euro Baukosten preisgünstigste aller untersuchten Streckenführungen die Kriterien. Sie führt über den Uranushof zum Rathaus.

09.09.2015

Die Bundespolizei hat am Mittwoch einen 26 Jahre alten Mann am Flughafen in Langenhagen festgenommen. Gegen den marokkanischen Staatsbürger lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Paderborn vor. Die Behörde sucht ihn, weil er zweimal gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen hatte.

09.09.2015
Anzeige