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„Rathaus muss Hilfe koordinieren“

Flüchtlinge in Hannover „Rathaus muss Hilfe koordinieren“

Die beiden großen Ratsfraktionen verlangen eine bessere Koordination bei der Versorgung von Flüchtlingen in Hannover. Hannover benötige eine zentrale Stelle, bei der Bürger und Flüchtlinge schnelle und unbürokratische Hilfe bekämen.

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Gemeinsam kreativ: Die Akteure der Aktion, darunter auch Altin Lala (li.).

Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Die lobens- und dankenswerte Hilfsbereitschaft der hannoverschen Bevölkerung für die Flüchtlinge muss schnellstens besser als bisher organisiert werden“, sagt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel. Hannover benötige dringend eine zentrale Stelle, bei der Bürger und Flüchtlinge schnelle und unbürokratische Hilfe auf ihre Anliegen bekämen.

Diese Koordinierungsstelle müsse sowohl für konkrete Hilfsangebote wie Sachleistungen als auch für Wohnungsangebote sowie für allgemeine Fragen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter der Anlaufstelle müssten „in der Lage sein, Fragen, Sorgen und Nöte der hannoverschen Bevölkerung angemessen und schnell zu bearbeiten“, sagt Seidel. Zudem dürfe die Stadt nicht aus den Augen verlieren, dass die angemessene Unterbringung der täglich ankommenden Menschen, auch angesichts des bevorstehenden Winters, derzeit das größte Problem sei.

Bereits vor einigen Wochen hatte die Sozialexpertin der SPD, Gudrun Koch, eine ähnliche Forderung erhoben, ein Echo aus der Verwaltung hat es bisher nicht gegeben.

Die SPD fordert jetzt, zumindest die Hilfsbereitschaft besser zu koordinieren. Es müsse Annahmestellen für Kleidung, Möbel und Haushaltsgeräte geben, gleichzeitig müsse die Verteilung in der Landeshauptstadt besser abgesprochen werden, sagt Fraktionsvorsitzende Christine Kastning. Derzeit sei die Situation nicht befriedigend, meint sie. „Manche Flüchtlingsheime erhalten viele Spenden, andere recht wenige.“

Unterdessen führt der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen nach Hannover in den zuständigen Ämtern zu erheblicher Mehrarbeit. Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde müssten mit „erheblichen zusätzlichen Belastungen“ zurechtkommen, sagt Stadtsprecherin Ulrike Serbent. Ein in Hannover untergebrachter Flüchtling muss sich im Ausländeramt zunächst anmelden, außerdem benötigt er eine Bescheinigung über seinen Aufenthaltsstatus, berichtet die Sprecherin. Das nehme rund 30 Minuten in Anspruch. Anschließend müssen immer wieder neue Bescheinigungen ausgestellt werden. In der Ausländerbehörde gibt es 92 Stellen, derzeit wird das Personal um acht Stellen aufgestockt.

Auch im Gesundheitsamt der Region gebe es seit Monaten deutlich mehr Arbeit, berichtet Regionssprecherin Christina Kreutz. Die 14 Amtsärzte der Region seien zum Beispiel immer dann gefragt, wenn ein Asylbewerber wegen einer Verletzung oder einer Krankheit zum Arzt muss. Das werde in der Regel ohne persönliche Begutachtung des Patienten pragmatisch entschieden, berichtet Kreutz.

Sollte das Land im Bereich der Region außer der Turnhalle der Polizei in der Tannenbergallee noch eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung aufbauen, könnte die Belastung der Gesundheitsamtsmitarbeiter noch steigen. Denn dann wären sie zusätzlich für die Erstuntersuchung der ankommenden Flüchtlinge zuständig.

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