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Aus der Stadt Frühere Referentin bevorzugt? Schostok empört über Vorwürfe
Hannover Aus der Stadt Frühere Referentin bevorzugt? Schostok empört über Vorwürfe
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00:31 11.06.2018
OB Stefan Schostok am Freitag im Rathaus. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Der Ton zwischen Stadtverwaltung und Opposition in der Rathausaffäre wird giftiger. Mit „großer Empörung“ hat Oberbürgermeister Stefan Schostok am Freitag einen von der CDU veröffentlichten Fragenkatalog zu einer früheren persönlichen Referentin zurückgewiesen. CDU-Fraktionsvize Jens-Michael Emmelmann hatte darin über einen „möglichen weiteren Fall von Ämterpatronage“ spekuliert.

Beziehung mit einer früheren Referentin

Der Vorstoß zielt auf Schostok persönlich: Er hatte die Frau, eine SPD-Helferin im OB-Wahlkampf, im Dezember 2013 zu seiner Referentin gemacht. Nur sieben Monate später verließ die Frau die Stadtverwaltung wieder – über die Gründe gab es im Zuge der Rathausaffäre Spekulationen. Schostok hatte dazu im vergangenen November auf Nachfrage der HAZ erklärt: „Nach ihrer Tätigkeit bei der Stadtverwaltung sind diese Mitarbeiterin und ich eine persönliche Beziehung eingegangen.“ Es habe nie „eine Vermengung privater und beruflicher Angelegenheiten“ gegeben. Die HAZ hat sich daher damals entschieden, nicht zu berichten.

Die CDU will nun wissen, ob die Stelle ausgeschrieben wurde, wie die Auswahl stattgefunden hat und ob die Stelle höher dotiert wurde. Dazu erklärte die Stadt, die Mitarbeiterin habe alle Voraussetzungen für eine Anstellung erfüllt. Der Rat habe das einstimmig beschlossen.

Eine Ausschreibung habe nicht stattgefunden, da bei persönlichen Referenten eine besondere Vertrauensstellung erforderlich sei. Eine höhere Dotierung habe es nicht gegeben. Betreut wurde die Einstellung damals vom Personaldezernat. Das leitete zu dieser Zeit der OB kommissarisch selbst.

Von Karl Doeleke

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