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Misburg und Limmer erhalten neue Bäder

Sportausschuss beschließt Misburg und Limmer erhalten neue Bäder

Hannover bekommt für fast 40 Millionen Euro zwei neue Bäder. Der Sportausschuss des Rates hat am Montagnachmittag grünes Licht für den Neubau des Fössebads in Limmer und des Misburger Bads gegeben. Der Entscheidung ging eine engagierte Debatte voran. Das letzte Wort hat der Rat Ende August.

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Am Wochenende gab es in Linden erneut Protste gegen die Neubaupläne für das Fössebad. Bürger wollen vor allem das Freibad behalten. Doch die Ratspolitik hat jetzt anders entschieden.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Im Kern geht es in dem politischen Streit darum, welche Partei ihr Ohr näher am Bürger zu haben glaubt. Die CDU meint, dass die Einwohner von Linden-Limmer lieber ein Außenbecken für das Fössebad wollen, dafür auf das geplante 50-Meter-Becken in der Schwimmhalle verzichten und mit einem halb so großen Becken zufrieden sind. Dafür wünschen sich die Misburger, so meint die CDU, ein 50-Meter-Becken für ihr neues Bad. Die Verwaltungspläne sehen es umgekehrt vor. "Wir tragen den Bürgerwillen in die Gremien", sagt CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth.

Unter dem Motto "Baden im Planschbecken ist doch keine Alternative!" findet an der Limmerstraße eine Aktion zum Erhalt des Fössebades und des Chez Heinz statt.

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Das bestreitet das Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP. "In Misburg wünscht sich niemand ein 50-Meter-Becken, im Gegenteil", sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Aus den kleineren Fraktionen, Linke und "Hannoveraner", erheben sich Maximalforderungen. Am besten zwei 50-Meter-Bahnen in beiden Bädern plus Außenbecken, sagen die Linken; Freibad und 50-Meter-Becken fürs Fössebad, sagen die "Hannoveraner". "Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt", mahnt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. FDP-Sportexperte Andreas Bingemer hält das Kosten-Nutzen-Verhältnis in den ursprünglichen Neubauplänen der Stadtverwaltung für optimal.

Aber auch das Ampel-Bündnis fordert Änderungen im Detail - und kann sich damit durchsetzen. Das Hallenbad soll einen Drei-Meter-Sprungturm und ein Ein-Meter-Brett erhalten. Das Außengelände soll zusammen mit den Bürgern attraktiv gestaltet werden. Im Sommer soll die Frontseite des Hallenbads zur Liegewiese geöffnet werden können. Um sich die Chance auf ein Freibad zu bewahren, sollen alle nötigen Leitungen und Anschlüsse verlegt werden.

Im Vorfeld hatte es erheblichen Protest gegen die Pläne gegeben, vor allem im Stadtbezirk Linden-Limmer. Der Bezirksrat forderte  eine Reparatur des maroden Freibads und befürchtete, dass das neue Bad mit seiner 50-Meter-Bahn und einer Tribüne ein reines Sportbad sein würde. Der Protest stellte die Grünen vor eine Zerreißprobe. Im Bezirksrat standen sie auf der Seite der Kritiker, im Rat unterstützten sie die Verwaltungspläne - wenn auch zähneknirschend und mit Änderungswünschen.

Weniger Streit gibt es um das Misburger Bad. Hier ist sich die Ratsmehrheit schnell darüber einig, dass das Konzept der Verwaltung richtig ist. Das Bad bekommt ein 25-Meter-Becken, eine Sauna, ein Lehrschwimmbecken und ein Freibad. Die CDU wünscht sich noch einen Sprungturm und zusätzliche Räume für Physiotherapie und Schulungen, bekommt aber keine Mehrheit.

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