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Ratspolitik entscheidet über D-Linie

Kontroverse Debatte erwartet Ratspolitik entscheidet über D-Linie

Die Ratspolitik im Bauausschuss der Stadt Hannover stimmt am Mittwoch über den Ausbau der D-Linie ab. Die CDU hat angekündigt, die Pläne in letzter Minute stoppen zu wollen.

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Der Ausbau der D-Linie ist umstritten - im März haben zahlreiche Bürger gegen die Pläne demonstriert.

Quelle: Behrens

Hannover. Auf dem Tisch liegen die Pläne von Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz (SPD), nach denen die Linie 10 oberirdisch durch die Innenstadt bis zum Raschplatz rollen soll. An allen Haltestellen sollen Hochbahnsteige entstehen. Die Regionsversammlung hat das Konzept bereits beschlossen, jetzt muss die Stadtpolitik ihr Votum abgeben. Es wird allerdings einige Stunden dauern, bis die Ratspolitiker abstimmen können. In einer Mammutsitzung ist zunächst eine Anhörung anberaumt, für die 26 Wortmeldungen vorliegen. Die CDU wird mit einem eigenen Antrag versuchen, den umstrittenen Ausbau in letzter Minute zu stoppen.

Die Christdemokraten fordern, den Beschluss zu vertagen und die sogenannte Scheelhaase-Variante genau durchzurechnen. Die nach dem ehemaligen U-Bahn-Bauamtsleiter Klaus Scheelhaase benannte Streckenführung sieht vor, dass die Züge vom Goetheplatz aus abwechselnd einmal auf der bisherigen Strecke bis zur Endstation Steintor fahren sollen und einmal über die Humboldtstraße zur Tunnelstrecke Richtung Waterloo und weiter wie die Linien 3, 7 und 9 bis zum Hauptbahnhof verkehren.

Zwar hat Regionsdezernent Franz diese Variante bereits als zu teuer verworfen, doch die CDU lässt nicht locker. „Die Zahlen von Herrn Franz überzeugen uns nicht“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Man traue der Stadtverwaltung mehr Kompetenz zu, zumal sich in deren Reihen noch ehemalige U-Bahn-Planer befinden. Deshalb solle die Stadt nun selbst zum Stift greifen und die Scheelhaase-Variante durchrechnen.

Die SPD verdreht die Augen. „Die Stadt wird da nicht mitmachen, schließlich ist für die Streckenplanung die Region zuständig“, sagt SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Er hofft, dass die Debatte im Bauausschuss nicht allzu ausufernd verläuft. Ein frommer Wunsch.

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