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Aus der Stadt Ratspolitiker wollen Baustopp nicht hinnehmen
Hannover Aus der Stadt Ratspolitiker wollen Baustopp nicht hinnehmen
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22:19 23.02.2009
Von Conrad von Meding
Stillstand: Nachdem Investor Carlyle Insolvenz beantragt hat, ist die Zukunft des Ihme-Zentrums ungewiss. Quelle: Rainer Surrey
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Oberbürgermeister und Parteifreund Stephan Weil müsse jetzt Druck ausüben und den Verhandlungspartnern „die Gelbe und Rote Karte zeigen“. Immerhin habe die Stadt als Großmieter im Ihme-Zentrum das Druckmittel, mit Mietminderung zu drohen, falls der künftige Insolvenzverwalter und die Landesbank Berlin sich nicht schnell auf einen anderen Investor einigen könnten. In keinem Fall dürfe das „angefangene Projekt als Ruine stehen bleiben“.

Auch der Bauausschussvorsitzende Jens Seidel (CDU) hält die Insolvenz für den „größten anzunehmenden Unfall“. Er bringt städtische Gesellschaften wie die GBH als möglichen Teilinvestor oder die Nord/LB als Ersatzfinanzier ins Gespräch. In jedem Fall müsse der Oberbürgermeister seinem Versprechen nachkommen, die Ratspolitiker zu informieren: „Das war für Ende Februar versprochen – im Zweifelsfall beantragen wir für die Ratssitzung am Donnerstag eine weitere Aktuelle Stunde“.

Grünen-Baupolitiker Michael Dette (Grüne) versucht, dem Vorgang etwas Positives abzugewinnen: „Wenigstens ist die Ungewissheit endlich behoben.“ Die Stadt müsse jetzt mit Hochdruck helfen, einen neuen Investor zu finden. FDP-Fraktionschef Wilfried Engele spricht von einem „Aschermittwoch für Hannover“. Er fordert, dass auch die regionalen Banken wie Sparkasse, Sparda- und Volksbank prüfen, ob sie als Finanziers einspringen können: „Schließlich werben sie dafür, sie seien starke regionale Partner.“

Bei der Sparkasse aber winkt man ab. Die Gesamtsumme von offenbar 200 Millionen Euro sei dann doch etwas hoch, heißt es – und unter Unterstützung des regionalen Mittelstands verstehe man etwas anderes „als die Probleme internationaler Finanzgesellschaften“ zu lösen.

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