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Ratspolitiker wollen Baustopp nicht hinnehmen

Ihme-Zentrum Ratspolitiker wollen Baustopp nicht hinnehmen

„Entsetzt“ und „tief enttäuscht“ haben Hannovers Kommunalpolitiker am Montag auf die Insolvenzmeldung reagiert. „Nach jahrelangem Herumkrebsen schien die Revitalisierung des Ihme-Zentrums endlich auf gutem Wege“, sagt SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann.

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Stillstand: Nachdem Investor Carlyle Insolvenz beantragt hat, ist die Zukunft des Ihme-Zentrums ungewiss.

Quelle: Rainer Surrey

Oberbürgermeister und Parteifreund Stephan Weil müsse jetzt Druck ausüben und den Verhandlungspartnern „die Gelbe und Rote Karte zeigen“. Immerhin habe die Stadt als Großmieter im Ihme-Zentrum das Druckmittel, mit Mietminderung zu drohen, falls der künftige Insolvenzverwalter und die Landesbank Berlin sich nicht schnell auf einen anderen Investor einigen könnten. In keinem Fall dürfe das „angefangene Projekt als Ruine stehen bleiben“.

Auch der Bauausschussvorsitzende Jens Seidel (CDU) hält die Insolvenz für den „größten anzunehmenden Unfall“. Er bringt städtische Gesellschaften wie die GBH als möglichen Teilinvestor oder die Nord/LB als Ersatzfinanzier ins Gespräch. In jedem Fall müsse der Oberbürgermeister seinem Versprechen nachkommen, die Ratspolitiker zu informieren: „Das war für Ende Februar versprochen – im Zweifelsfall beantragen wir für die Ratssitzung am Donnerstag eine weitere Aktuelle Stunde“.

Grünen-Baupolitiker Michael Dette (Grüne) versucht, dem Vorgang etwas Positives abzugewinnen: „Wenigstens ist die Ungewissheit endlich behoben.“ Die Stadt müsse jetzt mit Hochdruck helfen, einen neuen Investor zu finden. FDP-Fraktionschef Wilfried Engele spricht von einem „Aschermittwoch für Hannover“. Er fordert, dass auch die regionalen Banken wie Sparkasse, Sparda- und Volksbank prüfen, ob sie als Finanziers einspringen können: „Schließlich werben sie dafür, sie seien starke regionale Partner.“

Bei der Sparkasse aber winkt man ab. Die Gesamtsumme von offenbar 200 Millionen Euro sei dann doch etwas hoch, heißt es – und unter Unterstützung des regionalen Mittelstands verstehe man etwas anderes „als die Probleme internationaler Finanzgesellschaften“ zu lösen.

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  • Ihme-Zentrum Wolfgang W. – 27.02.09 Ob mit oder ohne Einkaufspassage. Das Ihme-Zentrum bleibt ein unansehnlicher Betonklotz. Wäre nicht das erste Mal, daß durch die Konkurrenz angrenzende Geschäfte schliessen müssen. Die geplante Verkaufsfläche entspricht in etwa der von der Ernst-August-Galerie! Und wenn man von Mietern wie KIK oder T€DI hört (Ramschläden), kann es vom angepeilten Niveau auch nicht weit her sein. Will wirklich jemand eine Verödung z.B. der Limmer Straße? Und die 2400 Wählerstimmen? OB's Partei verliert sicher mehr Wähler, wenn jetzt noch Steuergelder in diesen Betonklotz gesteckt werden.
  • Zum Abriss Captain-intrepid – 26.02.09 Die Kommentatoren die einen Abriss des Ihmezentrums einfordern, sollten sich vielleicht auch gleich eine Alternative für die Menschen überlegen die hier wohnen. Werden wir dann von ihnen aufgenommen? Mich würde auch mal interessieren wie diese Leute darüber denken wenn man IHR Heim einfach zum Abriss freigeben würde.
    Wir sind auch MENSCHEN und wollen so behandelt werden.
  • Unkenntnis Architekt – 25.02.09 Das ist das Ende eines untauglichen städtebalichen Versuches, der gründliche schiefgegangen ist, danke Herbert Schmalstieg. Schon in den 70 Jahren war diese Entwicklung absehbar, wenn man mal über die Grenzen Deutschlands und des eigenen Horizontes hinausgeblickt hätte.
  • Hilflos Stier – 24.02.09 Es erstaunt immer wieder, wie hilflos unsere Politiker in Wirklichkeit sind. Als die Bauarbeiten in diesem Jahr nicht fortgeführt wurden, war mir bereits sonnenklar, dass damit das Aus für diese Baustelle besiegelt war. In seiner Videobotschaft am 27. Januar verkündete unser Oberbürgermeister Stephan Weil jedoch: „Wir versuchen, mit unseren Mitteln dazu beizutragen, dass sehr schnell Einvernehmen hergestellt werden kann und die Arbeiten fortgesetzt werden.“ Wie Stephan Weil nun die Gelbe oder Rote Karte aus dem Hut zaubern soll, bleibt das Geheimnis von Thomas Hermann. Für den Scherbenhaufen mache ich beiden keinen Vorwurf, wohl aber der SPD im Allgemeinen, die sich durch ihre neoliberale Politik mehr und mehr die Fäden aus der Hand nehmen lässt. Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Haus. Gegen Investoren ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wohl aber gegen jene, die ohne genügend Eigenkapital einen Abenteuerspielplatz errichten, der vielen Bürgern und der Stadt Hannover zum Verhängnis wird.
  • Gesichert Felix H. – 24.02.09 Die Kröpcke Finanzierung ist ebreits durch die Nord/LB gesichert. Also wird es keine Kröpcke Ruine geben!
  • Bewohner WB – 24.02.09 Hat eigentlich irgend jemand an die Bewohner des Ihmezentrums gedacht? Die sitzen jetzt in einem Betonklotz, der nicht nur baufällig ist, sondern insgesamt eine Baustelle, und eine Schande für das Auge. Die armen Leute können ihre Autos nicht in die Parkgarage stellen, weil die den Sicherheitsstandards nicht entspricht. Wie soll das eigentlich weitergehen? Selbst wer jetzt sein Eigentum im Ihmezentrum verkaufen wollte, er wird es doch in dieser Zeit nicht los, und in einer Baustelle schon gar nicht. Dass diese Leute so im Stich gelassen werden, ist für mich das Allerletzte!
  • abreissen Liebhaber – 24.02.09 Jetzt nach Sparkassen oder anderen regionalen Investoren zu rufen ist falsch. Das Scheitern des jetzigen Investores zeigt doch, wie risikoreich das Projekt war und ist. Es ist doch völlig fraglich, ob sich das Ih-Zentrum jemals tragen wird. Und wer will denn bitte in dem "aufgefrischten" Betonklotz einkaufen?
    Ein Abriss der Bausünde wäre besser gewesen.
    Gut, dass es am Kröpcke bald voran geht und eine Sünde vergangener Zeiten verschwindet...
  • Ihmezentrum jb – 24.02.09 Vor eine völlig neue Situation gestellt, sollten auch Alternativen angedacht werden. Es wird Zeit den privaten Bewohnern des Ihmezentrums ein ruhiges und sauberes Zuhause zubieten. Seit Jahren ein Problemkind kann mit einem teilweisen und sinnvollen Abriss vielleicht etwas Vernünftiges daraus werden.
  • Ihmezentrum Franky – 24.02.09 hoffe das heute genügend Bewohner vom Ihmezentrum Herrn OB Weil auf dem Lindener Marktplatz Aufwecken
    HIER WOHNEN MENSCHEN UND WÄHLER
  • Denken hilft reckless68 – 24.02.09 Unter dem Einfluss dieser neuen Entwicklung in Linden sollte man nochmal umso intensiver über den geplanten Umbau am Kröpke nachdenken.Eine Bauruine am Stadtrand ist schon schlimm genug, aber ein halboffenes Loch mitten in der Stadt?
  • Komiker Willi B. – 24.02.09 Dieser Herr Hermann scheint ja einer der lokalen Provinzkomiker zu sein, der am Feierabend versucht, die Geschicke dieser Stadt zu lenken. Offensichtlich tut er das ohne das dafür notwendige Grundwissen an Wirtschaftskenntnissen zu haben, sonst würde er nicht so einen Unsinn reden. Ja klar, der OB Will soll Druck ausüben! Das tut er nur, wenn er mit dem Kopf gegen das Brett haut, das Herr Hermann vor dem Kopf trägt. Peinlich sojemand.
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