„Bei einer Kamerafahrt im Kanal unter der Sedanstraße haben wir entdeckt, dass es in einem Rohrstück Risse gibt“, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer. Auf Höhe der Sedanstraße 10 sei die Verbindung zwischen einem Regenwasserrohr und der Kanalisation brüchig. Bei der Untersuchung des Loches stellten die städtischen Mitarbeiter dann fest: Grund für die enorme Tiefe des Lochs ist eine Rattenhöhle, die im Untergrund durch die Unterspülung eingestürzt war. Der Stadtsprecher kündigte an, das Loch in den nächsten Tagen reparieren zu lassen: Zunächst solle das Rohr erneuert, anschließend der Boden verdichtet und die Asphaltdecke neu gemacht werden.
Die marode Kanalisation ist derzeit ein akutes Problem in der Stadt. Erst vor wenigen Tagen war unter den Stadtbahngleisen in der Vahrenwalder Straße ein ähnliches Loch entstanden. Die Fahrgäste der Stadtbahnlinie 1 von und nach Langenhagen müssen auch am Donnerstag mit dem Busersatzverkehr ab der Haltestelle Kabelkamp zurechtkommen. Die am Mittwoch begonnenen Reparaturarbeiten dauern länger als von der Üstra erwartet. Mithilfe eines speziellen Injektionsverfahrens füllten Fachleute den Hohlraum Schicht für Schicht aus. Die Arbeiten sollen am Donnerstag beendet werden, dann muss die Masse zwölf Stunden lang aushärten. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass die Stadtbahn am Freitag wieder regulär fahren kann“, sagte Helmer.
Probleme bei den S-Bahnen: Am Mittwoch zog die Bahn AG ihre Zusage zurück, auf allen S-Bahn-Linien ab dem Schulbeginn wieder sogenannte Vollzüge mit zwei Triebeinheiten einzusetzen. Auf den Linien S 3 Hannover–Lehrte–Celle, S 4 Bennemühlen–Hannover–Hildesheim, S 7 Hannover–Lehrte–Hildesheim werden weiterhin auch Kurzzüge eingesetzt – trotz des zusätzlichen Andrangs durch Schüler. Auf der Linie S 6 Hannover–Burgdorf–Lehrte fahren weiterhin lokbespannte Züge anstelle der Triebwagen. Gründe nannte die Bahn nicht.
Sophie Hilgenstock und Mathias Klein
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