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Aus der Stadt Müllproblem: Rattenbefall am alten Maritim-Hotel
Hannover Aus der Stadt Müllproblem: Rattenbefall am alten Maritim-Hotel
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00:16 08.02.2017
Von Conrad von Meding
Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Verpackungen, Essensreste, inzwischen auch tote Ratten: Hinter dem ehemaligen Maritim Grand-Hotel am Friedrichswall, Hannovers aktuell größter Flüchtlingsunterkunft, häuft sich der Unrat. Allerdings weitgehend unbemerkt. Offenbar werfen viele Bewohner ihren Müll aus den rückwärtigen Fenstern - er landet dann größtenteils auf dem Dach des Anbaus, das nur von den Gebäuden gegenüber einzusehen ist. Die Stadt hat jetzt auf HAZ-Anfrage zugesagt, dass der Müll „in Kürze weggeräumt und entsorgt“ werde.

550 Flüchtlinge finden Platz

Vor einem Jahr hat Hotelbetreiber Maritim das 1965 erbaute Gebäude geräumt. Seit dem Sommer leben Flüchtlinge darin. Voraussichtlich ab 2018 will der neue Eigentümer, die Berliner Intown, eine Totalsanierung zum neuen Hotel vornehmen. So lange darf die Stadt dort Flüchtlinge einquartieren - gut 5 Millionen Euro Miete zahlt sie dafür.

Vor dem Einzug der Flüchtlinge - rund 550 finden Platz in dem Bau - hatte es in einer Bürgerversammlung viele Befürchtungen gegeben. Dass die jungen Leute ganztägig vor dem einstigen Grand-Hotel herumlungern würden, war eine Sorge; dass sie lautstark auf dem neuen Trammplatz skaten und radfahren würden, war eine andere; dass sie illegal im Maschpark grillen würden. Nichts davon ist eingetreten. „Wir registrieren keine Probleme“, sagt Nadine Hunkert von der Betreiberfirma DRK. Weder gebe es intern ungewöhnliche Spannungen wegen der Menge der Flüchtlinge noch Probleme mit der Nachbarschaft. „Es ist eine ganz normale Unterkunft“, sagt Hunkert, „auch wenn sie wegen ihrer Innenstadtlage natürlich immer unter besonderer Beobachtung steht.“

Hinter Hannovers größter Flüchtlingsunterkunft, dem ehemaligen Maritim Grand-Hotel am Rathaus, werden immer öfter Ratten gesichtet. 

Was Passanten immer wieder beobachten, ist zum Beispiel, dass sehr häufig sehr lange sehr viele Fenster sperrangelweit offenstehen, auch an sehr kalten Tagen. Gefragt, ob die Heizung sich vielleicht nicht regulieren lasse, verneint Gebäudeverwalter Torsten Jaskulski: „Damit ist alles in Ordnung.“ Er will dem Hinweis aber gerne nachgehen, denn falls zum Fenster herausgeheizt wird, zahlt das nicht der Steuerzahler, sondern der Eigentümer: „Es ist eine Komplettmiete inklusive Heizkosten vereinbart.“

„Es ist eine vom DRK vorzüglich geführte Unterkunft“ 

Ansonsten hat aber auch er keine Beanstandungen. „Es ist eine vom DRK vorzüglich geführte Unterkunft.“ Alles sei ordentlich und sauber - jedenfalls so weit es einsehbar sei. „Von der Vermüllung des rückwärtigen Dachs und dem Rattenproblem habe ich nichts mitbekommen.“ Er woll mit dem DRK besprechen, dass diese das Thema „ernsthaft mit den Flüchtlingen besprechen“. Allerdings verwalte er diverse Immobilien, unter anderem für den gleichen Großeigentümer auch das Ihme-Zentrum - und er weiß, dass es Probleme mit vagabundierendem Müll überall gibt.

Die Stadt hat jetzt eine Firma mit der Dachreinigung beauftragt, teilt ein Sprecher mit. Und es seien Verabredungen zur regelmäßigen Begehung des Daches getroffen.

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