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Razzia der Bundespolizei in Hannover

Schlag gegen Schleuserring Razzia der Bundespolizei in Hannover

Bundespolizei und Staatsanwaltschaft ist ein Schlag gegen eine international operierende Schleuserbande gelungen. Am Sonntag wurden die drei Hauptverdächtigen aus Hannover und Hamburg festgenommen. Einen in Hannover lebenden Türken ergriffen die Ermittler gegen elf Uhr in den Räumen einer deutsch-türkischen Gemeinde im Steintorviertel.

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Am Sonntag konnte die Bundespolizei bei einer Razzia in Hannover den mutmaßlichen Haupttäter einer Schieber- und Fälscherbande in seiner Wohnung in der Langen Laube festnehmen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Der 44-Jährige kam wie seine Komplizen in Untersuchungshaft, wie Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizeidirektion Hannover, mitteilte.

Gemeinsam mit weiteren Komplizen sollen sich die Türken netzwerkartig zusammengeschlossen haben, um aus den Schleusungen hohe Gewinne zu erzielen. So sollen sie zahlreiche Landsmänner aus Bosnien-Herzegowina im Auto über Kroatien, Slowenien und Österreich im Auto nach Deutschland gebracht und ihnen illegale Arbeitsplätze auf Baustellen beschafft haben. Laut Ackert erhielten sie dafür 8000 bis 10.000 Euro pro Person sowie regelmäßige Lohnabgaben. Für die Einreise wurden die „Kunden“ mit gefälschten Aufenthaltsgenehmigungen ausgestattet. Blankoformulare hatten die Verdächtigen offenbar zuvor bei Einbrüchen in deutsche Behörden entwendet.

Am Sonntag konnte die Bundespolizei bei einer Razzia in Hannover den mutmaßlichen Haupttäter einer Schieber- und Fälscherbande in seiner Wohnung in der Langen Laube festnehemen.

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Seit einem halben Jahr ermitteln die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung – deren Schwerpunkt das Vorgehen gegen organisierte Menschenschleusung ist – gegen die Bande. Die Fahnder gehen außerdem davon aus, dass die Verdächtigen sowohl im Drogenhandel als auch bei der Geld- und Wertpapierfälschung aktiv waren. Unter anderem wird ihnen vorgeworfen, mindestens 1500 Traveller-Cheques gefälscht und sich auf diese Weise eine Summe von 750.000 Euro ergaunert zu haben. Die Männer müssen sich nun wegen des dringenden Verdachts der Einschleusung von Ausländern, der Urkundenfälschung, der Geldfälschung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Zeitgleich durchsuchten die Beamten am Sonntagzwölf Objekte in mehreren deutschen Städten, darunter die Wohnung des 44-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus in der Langen Laube sowie das in der Nähe befindliche Café Bulgaria – dort soll sich der Verdächtige oft aufgehalten haben. Bei der groß angelegten Razzia stellten die Beamten Computer, Dokumente und Munition sicher. „Wir erhoffen uns, dass wir bei der Auswertung des gesicherten Materials weitere bedeutende Puzzleteile finden“, sagte der Sprecher der Bundespolizei.

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