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Aus der Stadt „Die Stadt hätte viel früher tätig werden müssen“
Hannover Aus der Stadt „Die Stadt hätte viel früher tätig werden müssen“
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00:17 02.04.2017
Von Andreas Schinkel
Sie kämpfen für eine neue Kita für ihre Kinder: Drei Mütter aus der Kita am Canarisweg auf einem der gesicherten Balkone  Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Die Zustände rund um die Kita im Mühlenberger Canarisweg sind nicht hinnehmbar. Das haben Politiker aus fast allen hannoverschen Ratsfraktionen gestern in seltener Einmütigkeit formuliert. Uneinigkeit herrscht in der Frage, wie man die Missstände beheben soll.

FDP-Jugendpolitiker Patrick Döring beispielsweise sieht die Stadtverwaltung und das Entsorgungsunternehmen Aha in der Pflicht. „Die Bewohner, die Müll aus dem Fenster werfen, müssen gezielt angesprochen werden. Gegebenenfalls müssen Bußgelder verhängt werden“, fordert Döring. Wenn jemand in der Eilenriede Papier wegwerfe, sei doch auch ein Parkranger zur Stelle. Er sei überrascht, dass die Lage derart eskalieren konnte. „Die Stadtverwaltung hätte viel früher aktiv werden müssen“, meint Döring.

Seit Jahren gibt es an der Kita Probleme damit, dass Anwohner Müll, Aschenbecher oder Flaschen von ihren Balkonen fallen lassen. Das Wohnungsbauunternehmen Vonovia hatte aus Sicherheitsgründen schon Taubennetze vor die Balkone gespannt. Vor drei Wochen war die Situation eskaliert, nachdem ein herunterfallender Glasaschenbecher eine Erzieherin nur knapp verfehlt hatte. Die Stadt hatte das Außengelände der Kita gesperrt. Mütter aus Kita hatten die Öffentlichkeit über die Missstände informiert.

CDU-Landtagskandidat Jesse Jeng hat sich im Carnarisweg, der zu seinem Wahlkreis gehört, umgesehen. „Ich traf mehrere Mütter, die Angst um ihre Kinder haben“, erzählt er. Jeng wünscht sich, dass die Kita Canarisweg möglichst rasch die bisherigen Räume verlässt und eine andere Unterkunft findet. Zugleich appelliert er an die Stadt, die Versorgung mit Kita-Plätzen im Mühlenberg zu verbessern. „Wir brauchen ein Sozial- und Sicherheitskonzept für den Stadtteil“, sagt er.

Auch die SPD findet die Zustände rund um die Kita Canarisweg nicht mehr akzeptabel. „Aber spontan eine neue Kita aus dem Hut zu zaubern, ist nicht drin“, sagt SPD-Jugendpolitiker Christopher Finck. Alle Parteien sollten sich an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen - Stadtverwaltung, Kita-Mitarbeiter, Politik und Vermieter, schlägt er vor. Die Grünen wollen Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski darin unterstützen, schnell eine Lösung für die Kita zu finden.

Es sei wichtig, dass die Eltern für ihre Interessen kämpften, sagte der jugendpolitische Sprecher, Norbert Gast. Die Situation im Canarisweg 21 sei aber auch Teil einer größeren Problemlage, die hier besonders sichtbar werde.

Linken-Ratsherr André Zingler, von Beruf Erzieher, sieht eigentlich den Vermieter in der Pflicht. Weil es aber fraglich sei, ob er die in den Griff bekomme, müsse die Kita umziehen.

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