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Realschüler bangen um Abiturplätze

Schulplätze Realschüler bangen um Abiturplätze

Etliche Realschüler, die nach den Sommerferien in einer Oberstufe weiterlernen wollen, sorgen sich, dort vielleicht keinen Platz mehr zu bekommen. Die Integrierten Gesamtschulen haben bereits Absagen auf vorläufige Anmeldungen erteilt.

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Auch die IGS Linden ist voll und kann keine Realschüler mehr aufnehmen.

Quelle: Foto: Behrens

Dabei liegt der offizielle Anmeldetermin erst am 22. Juni. „Ich habe auch bei drei Gymnasien angerufen. Bei zwei Schulen hieß es gleich am Telefon, sie seien voll“, sagt die 16-jährige Lisa-Marie Alfeis. Auch von der IGS Linden hat sie eine Absage bekommen. An den Integrierten Gesamtschulen Linden, Roderbruch und Mühlenberg haben sich offenbar rund 150 Schüler mehr für die Oberstufe vormerken lassen, als dort an Plätzen frei ist.

Ein stadtweiter Überblick existiert allerdings noch nicht: An anderen Schulen gibt es womöglich Platz. Doch die betroffenen Eltern und Schüler, denen bereits abgesagt wurde, sind verunsichert. „Mein Sohn ist jetzt hochmotiviert, die Schule fortzusetzen. Wir hatten auch schon andere Zeiten. Da muss jetzt was passieren“, sagt Cengiz Ayyildiz. Die Absage für den 17-jährigen Sohn Can bringe die ganze Familie durcheinander. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Schwierigkeiten gegeben, alle Schüler mit erweitertem Realschulabschluss, die das Abitur ansteuern wollten, unterzubringen.

An den Gymnasien müssten sie jetzt wegen der verkürzten Schulzeit bis zum Abi in die zehnte und nicht mehr in die elfte Klasse einsteigen. Doris Espel, Sprecherin der Gymnasialleiter, hält die Aufregung für verfrüht. Alle Schüler, die ihre zwölfjährige Schulpflicht nicht erfüllt haben, hätten ein Anrecht auf einen Platz. Die Situation habe sich außerdem seit dem Start der Oberstufe an der IGS Kronsberg entspannt. Sabine Sauerzapfe, Jahrgangsleiterin an der IGS Linden, sieht aber Probleme für Jugendliche, die bereits zwölf Jahre an der Schule hinter sich haben. „Die Schulbehörden haben uns mitgeteilt, wir könnten ältere Schüler oder Jugendliche, die von der Berufsschule wieder an die allgemeinbildende Schule wechseln wollen, ablehnen.“

Michael Wehner von der Volkshochschule sorgt sich speziell um die gut 40 Absolventen, die dieses Jahr dort den erweiterten Realschulabschluss nachgeholt haben. „Sie sind alle über 18 Jahre. Wenn ihnen der Weg zum Abitur an der IGS versperrt ist, haben sie keine Möglichkeit mehr.“ Die verbindliche Anmeldung liegt deshalb so spät, weil die Realschüler erst kurz vorher ihre endgültigen Zeugnisse bekommen. Am letzten Schultag vor den Ferien, dem 24. Juni, besprechen die Leiter von Gymnasien und Gesamtschulen, wie sie Schüler unterbringen, die keinen Platz an der Schule ihrer ersten Wahl bekommen haben. „Wir bedauern natürlich, dass das so kurzfristig geschieht. Dieses Schuljahr endet sehr früh, deshalb drängt sich alles am Ende“ sagt Espel.

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