Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Realschüler bangen um Abiturplätze
Hannover Aus der Stadt Realschüler bangen um Abiturplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:33 14.06.2009
Von Bärbel Hilbig
Auch die IGS Linden ist voll und kann keine Realschüler mehr aufnehmen. Quelle: Foto: Behrens
Anzeige

Dabei liegt der offizielle Anmeldetermin erst am 22. Juni. „Ich habe auch bei drei Gymnasien angerufen. Bei zwei Schulen hieß es gleich am Telefon, sie seien voll“, sagt die 16-jährige Lisa-Marie Alfeis. Auch von der IGS Linden hat sie eine Absage bekommen. An den Integrierten Gesamtschulen Linden, Roderbruch und Mühlenberg haben sich offenbar rund 150 Schüler mehr für die Oberstufe vormerken lassen, als dort an Plätzen frei ist.

Ein stadtweiter Überblick existiert allerdings noch nicht: An anderen Schulen gibt es womöglich Platz. Doch die betroffenen Eltern und Schüler, denen bereits abgesagt wurde, sind verunsichert. „Mein Sohn ist jetzt hochmotiviert, die Schule fortzusetzen. Wir hatten auch schon andere Zeiten. Da muss jetzt was passieren“, sagt Cengiz Ayyildiz. Die Absage für den 17-jährigen Sohn Can bringe die ganze Familie durcheinander. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Schwierigkeiten gegeben, alle Schüler mit erweitertem Realschulabschluss, die das Abitur ansteuern wollten, unterzubringen.

An den Gymnasien müssten sie jetzt wegen der verkürzten Schulzeit bis zum Abi in die zehnte und nicht mehr in die elfte Klasse einsteigen. Doris Espel, Sprecherin der Gymnasialleiter, hält die Aufregung für verfrüht. Alle Schüler, die ihre zwölfjährige Schulpflicht nicht erfüllt haben, hätten ein Anrecht auf einen Platz. Die Situation habe sich außerdem seit dem Start der Oberstufe an der IGS Kronsberg entspannt. Sabine Sauerzapfe, Jahrgangsleiterin an der IGS Linden, sieht aber Probleme für Jugendliche, die bereits zwölf Jahre an der Schule hinter sich haben. „Die Schulbehörden haben uns mitgeteilt, wir könnten ältere Schüler oder Jugendliche, die von der Berufsschule wieder an die allgemeinbildende Schule wechseln wollen, ablehnen.“

Michael Wehner von der Volkshochschule sorgt sich speziell um die gut 40 Absolventen, die dieses Jahr dort den erweiterten Realschulabschluss nachgeholt haben. „Sie sind alle über 18 Jahre. Wenn ihnen der Weg zum Abitur an der IGS versperrt ist, haben sie keine Möglichkeit mehr.“ Die verbindliche Anmeldung liegt deshalb so spät, weil die Realschüler erst kurz vorher ihre endgültigen Zeugnisse bekommen. Am letzten Schultag vor den Ferien, dem 24. Juni, besprechen die Leiter von Gymnasien und Gesamtschulen, wie sie Schüler unterbringen, die keinen Platz an der Schule ihrer ersten Wahl bekommen haben. „Wir bedauern natürlich, dass das so kurzfristig geschieht. Dieses Schuljahr endet sehr früh, deshalb drängt sich alles am Ende“ sagt Espel.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Begleitet von einer groß angelegten Evakuierungsaktion für 18 000 Menschen sind am Sonntag in den Stadtteilen Vahrenheide, Sahlkamp und Langenforthvier Weltkriegs-Fliegerbomben unschädlich gemacht worden. Die Anwohner konnten am frühen Abend in ihre Häuser zurückkehren.

14.06.2009

Die Firma AS Solar darf sich seit Freitag rühmen, die nach Leistung größte Photovoltaikanlage in der Stadt Hannover zu betreiben. Sie steht auf dem neuen Firmensitz an der Nenndorfer Chaussee in Bornum und bedeckt mit ihren Modulen eine Dachfläche von 2500 Quadratmetern.

Bernd Haase 13.06.2009

Rund 9200 Besucher trafen sich am Sonnabend zum Pferderennen und zum Familienfest auf der Neuen Bult in Langenhagen. Eindeutiger Favorit des Großen Preises der Verlagsgruppe Madsack war der Hengst „Abbadjinn“. Er machte allerdings nicht das Rennen, sondern wurde nur Dritter. Die Nase vorn hatte „Shinko's Best“.

Juliane Kaune 15.06.2009
Anzeige