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Demotag in Hannover verläuft friedlich

Liveticker Demotag in Hannover verläuft friedlich

Rechte und Linke haben ihre Demonstrationen in Hannovers Innenstadt vorzeitig beendet. Am Nachmittag zogen Hunderte Ultrakonservative in Begleitung von Gegendemonstranten zum Landtag. Bislang verlief der Tag in Hannover friedlich. Der Liveticker zum Nachlesen.

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Mehrere Hundert Menschen demonstrieren für Vielfalt und Toleranz. Sie stehen den Ultrakonservativen gegenüber, die um die Unversehrtheit fürchten.

Quelle: dpa

Hannover. Wir schließen den Liveticker und hoffen, dass der Tag auch weiterhin friedlich verläuft. Hier können Sie die Ereignisse nachlesen.

+++ 16:00 Uhr: Die Teilnehmer der „Demo für alle“ lassen blaue und rosafarbene Luftballons am Landtag steigen und beenden damit ihre Demonstration.

+++ 15:55 Uhr: Die Demo der Ultrakonservativen ist am Landtag angekommen. Auf dem Parkplatz des Niedersächsischen Sozialministeriums skandieren sie „schützt unsere Kinder“ und recken weiße Kreuze aus Styropor in die Höhe. Die Gegendemonstranten befinden sich auf der Karmarschstraße. Mehrere Reihen Polizeibeamter trennen die beiden Gruppen voneinander.

+++ 15:38: Der Demozug „Demo für alle“ setzt sich am Leibnizufer am Flohmarkt vorbei in Bewegung. Die berittene Polizei trennt die Gegendemonstranten von den Ultrakonservativen, um ein Aufeinandertreffen zu vermeiden. Die Demonstranten ziehen Richtung Friederikenplatz.

+++ 15:10 Uhr: Am Rande der Demo auf dem Steinplatz kommt es zu hitzigen Diskussionen von Konservativen und deren Gegendemonstranten. Die Polizei hat eine kleinere Rangelei beschwichtigt. Das Steintor und die Goseriede sind weiterhin für den Verkehr gesperrt.

+++ 15:01 Uhr: Die Anreise zum 96-Spiel verläuft bislang ohne Probleme. Viele haben offenbar den Hinweis der Polizei beherzigt und sind über den Bahnhof Fischerhof gefahren. Inzwischen sind die Demonstranten der rechten Szene auf dem Heimweg. Die Polizei hatte sie zum Bahnhof begleitet und durch den Posttunnel über den hinteren Eingang geleitet.

Hunderte Ultrakonservative zogen in Begleitung von Gegendemonstranten zum Landtag. Die Ultrakonservativen demonstrierten am Steintorplatz gegen „die Sexualisierung unserer Kinder“. Veranstalter ist das Aktionsbündnis „Ehe und Familie vor – stoppt Genderideologie und Sexualisierung unserer Kinder.“

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+++ 14:45 Uhr: In Hannover haben heute 70 Menschen gegen linke Gewalt demonstriert, auf der Gegendemo hat die Polizei 150 Teilnehmer gezählt. Derzeit sind 500 Ultrakonservative auf dem Steintorplatz aktiv. Zuvor hatten 300 Menschen für Vielfalt und gegen Homophobie demonstriert.

+++ 14:35 Uhr: Die Ultrakonservativen demonstrieren am Steintorplatz gegen „die Sexualisierung unserer Kinder“. Veranstalter ist das Aktionsbündnis Ehe und Familie vor – stoppt Genderideologie und Sexualisierung unserer Kinder. Dazu gehören unter anderem Initiativen wie „Starke Mütter“ und „Kirche in Not“. Auf ihren Plakate steht: „Gott statt Schrott“ und „Vater, Mutter, Kinder – Familie voran“. Die Konservativen bekommen Gegenwind von den Teilnehmern der vorangegangenen Demo „Vielfalt statt Einfalt“. Diese schwenken Regenbogenfahnen und skandieren „Haut ab, haut ab“. Einige singen: „Eure Kinder werden so wie wir“ in der Melodie des Kneipenliedes „Einer geht noch“.

+++ 13:56 Uhr: Am Platz an der Goseriede haben sich etwa 300 bis 400 Menschen eingefunden, die für Toleranz und Vielfalt demonstrieren. Organisator ist der Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen (Befah). Unter den Teilnehmern sind auch Linke und Grüne, Jusos und sogar Vertreter der FDP. Sie protestieren in fröhlich-ausgelassener Stimmung gegen die Unterstützer der Demo, die ab 14 Uhr unter dem Slogan „Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder“ zum Landtag marschieren wollen. Am Ende ihrer Kundgebung schicken sie einen musikalischen Gruß mit Tanzeinlage in Richtung Steintor. Dort soll die Demo der Konservativen in wenigen Minuten beginnen.

+++ 13:50 Uhr: Die Anti-Nazi-Demo hat sich inzwischen auch aufgelöst. Sie war ursprünglich bis 18 Uhr angemeldet.

+++ 13:44 Uhr: Die Rechten erklären ihre Demonstration am Klagesmarkt für beendet. Sie wollen gemeinsam zum Hauptbahnhof laufen. Darauf will sich die Polizei nicht einlassen.

Mehr als 50 Personen demonstrieren auf dem Klagesmarkt zum Thema "Für die Opfer linker Gewalt". Das Polizeiaufgebot ist groß, jeder Teilnehmer wird kontrolliert.

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+++ 13:37 Uhr:  Polizeipräsident Volker Kluwe ist am Klagesmarkt. Er will sich ein Bild von der dortigen Lage machen.

+++13:12 Uhr: Die Demo am Klagesmarkt hat offziell begonnen. Die Auflagen wurden verlesen. Es spricht der Anmelder der Demo aus Braunschweig, Michael B..

+++ 13:10 Uhr: Der in Hannover bekannte Benjamin K. hat sich einen Presseausweis besorgt und fotografiert die Teilnehmer der Anti-Nazi-Demo. Diese fühlen sich provoziert und fordern ihn auf, die Fotos zu löschen.

Am Klagesmarkt haben sich gegen 13 Uhr etwa 55 Personen eingefunden, die „Für die Opfer linker Gewalt“ demonstrieren wollen. Die Polizei hat ihnen ein kleines Areal abgesperrt, auf dem sie sich versammeln dürfen. Jeder Demonstrant wird vorher einzeln durchsucht. Unter den Teilnehmern ist auch Dieter Riefling, ein bekannter Neonazi aus Hildesheim. Die Organisatoren der Demonstration hatten bereits am Freitagabend ihre Erwartungen zurückgeschraubt. Statt der angekündigten 500 Teilnehmer rechneten sie mit etwa 75 Gleichgesinnten auf dem Klagesmarkt. Sie protestieren für „die Opfer von linker Gewalt“, weil im Zusammenhang mit der sogenannten HoGeSa-Demo vor einer Woche vier Alt-Hooligans aus Bielefeld von vermummten Linksautonomen zum Teil schwer verletzt worden waren. Heute sind jedoch nur vereinzelt Anhänger der HoGeSa-Bewegung vertreten. Der Großteil der Demonstranten sind Rechtsradikale und Neonazis. Sie halten per Megafon ihre Kundgebung ab.

Bei der Gegendemo gegenüber an der Goseriede/Ecke Celler Straße haben sich 120 Menschen versammelt, die unter dem Motto "Kein Platz für Nazis" demonstrieren. Bislang ist die Lage überall friedlich.

Unter dem Motto „Kein Platz für Nazis“ demonstrieren Menschen in Hannovers Innenstadt. Die Demonstration verläuft friedlich.

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Das Spektrum der Demonstrationen reicht heute in Hannover von Ultrakonservativen und deren Gegnern über Linksautonome und Rechtsradikale bis hin zu einer Versammlung von Jesiden und einem Aufzug der Initiative „Pro Babytragen“.

Eltern demonstrieren für das „Babytragen“.

Quelle: Petrow

Wegen der enormen Demonstrationsdichte hat sich Polizei für einen weiteren Großeinsatz gerüstet. Sie ist nicht nur an den Orten präsent, für die die Demonstrationen angemeldet sind. Auch am ZOB und am Postkamp haben sich Beamte postiert. Ebenso ist am Hauptbahnhof mehr Polizei unterwegs als sonst.

Anreise zum 96-Spiel über Bahnhof Fischerhof

Die Polizei empfiehlt allen Besuchern des Stadions, die ab dem frühen Nachmittag ebenfalls in die City drängen, nicht, wie in der Regel üblich, über den Hauptbahnhof in die Landeshauptstadt zu reisen und dann gemütlich zu Fuß zur Arena zu gehen. Stattdessen sollten die Fußballfans diesen Engpass meiden und sich über den Bahnhof Fischerhof oder die Stadionbrücke auf den Weg zum Spiel von Hannover 96 machen.

HoGeSa droht der Antifa

Unmittelbar vor dem Wochenende meldeten sich am Freitag die Organisatoren der HoGeSa-Bewegung zu Wort. In einer Pressemitteilung, die im Internet verbreitet wird, drohen sie: „Antifa, ihr wollt Krieg? Ihr bekommt Krieg.“

Linksautonome riefen unterdessen im Internet zur Vernichtung von Beweismaterial auf, das zu Straftaten vom vergangenen Wochenende führt. „Räumt doch noch mal zu Hause auf. Es gibt leider sehr viele Videoaufnahmen und Zeugen, die militante Antifaschisten belasten“, heißt es.

Vielfalt statt Einfalt

Es soll eine „Demo für alle“ werden, zu der ultrakonservative Gruppen heute ab 14 Uhr auf dem Steintorplatz aufgerufen haben. Doch bei genauerem Hinsehen können an diesem Vorhaben ernste Zweifel aufkommen. „Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder“, so heißt der neue, kurzfristig geänderte Slogan für die Demo, die sich im Verlauf des Nachmittags zum Landtag fortbewegen wird. Die Organisatoren schließen durch ihr Motto bereits all diejenigen aus, für die Ehe und Familie nicht an erster Stelle stehen, sondern die sich zu anderen Lebensgemeinschaften zusammengeschlossen haben.

Die Kritiker der „Demo für alle“, die sich ab 12.30 Uhr unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ auf dem Platz an der Goseriede treffen, werfen den Organisatoren der Veranstaltung vor, homosexuelle sowie bi- und transsexuelle Menschen auszugrenzen. Die Stadt unterstützt diesen Protest. Personaldezernent Harald Härke wird an der Versammlung, zu der unter anderem verschiedene Parteien und deren Jugendorganisationen, die hannöversche Aids-Hilfe und der Asta der Universität aufrufen, teilnehmen.

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Am vorigen Sonnabend demonstrierten Hooligans und Rechtsextreme in Hannover.

Einen Tag bevor in Hannovers Innenstadt Rechtsextreme auf die Straße gehen, um gegen die gewaltsamen Übergriffe von Linksautonomen auf vier Bielefelder Hooligans zu demonstrieren, haben sich die Organisatoren der sogenannten HoGeSa-Bewegung zu Wort gemeldet.

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