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Rechter Schläger muss zehn Monate ins Gefängnis

Prozess gegen 33-Jährigen Rechter Schläger muss zehn Monate ins Gefängnis

Ein 33-Jähriger aus der rechten Szene ist wegen eines Übergriffs auf einen Ausländer zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Schläger hatte sein Opfer in der Innenstadt von Hannover geschlagen und getreten. Die Strafe fiel in der Berufungsverhandlung sogar höher aus als im ersten Prozess.

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Die Berufung hat nichts genutzt: Patrick I., hier mit seinem Verteidiger Manfred Döbel, muss wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung in Haft.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Patrick I., der in Hannover zur rechtsradikalen Szene gehört, hat im Februar 2015 einen Schwarzafrikaner an der Karmarschstraße (Mitte) beleidigt, geschlagen und getreten. Dafür muss er nun wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung für zehn Monate ins Gefängnis. Für die Tat, die er gemeinsam mit einem Komplizen begangen hat, war I. bereits im November am Amtsgericht Hannover zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Dagegen legte der 33-Jährige Berufung ein. Deshalb musste sich nun das Landgericht Hannover mit dem Fall befassen. Und die 6. kleine Strafkammer unter Vorsitz des Richters Rainer Gundlach erhöhte die Strafe noch um einen weiteren Monat. Das liegt allerdings daran, dass eine weitere Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Körperverletzung in das Urteil einfloss.

Das Opfer der brutalen Tat an der Karmarschstraße ist bis heute unbekannt. Der Mann hat sich nie bei der Polizei gemeldet. Allerdings hatten mehrere Zeugen den Übergriff gesehen und sich den Schlägern in den Weg gestellt. Die beschimpften das Opfer zunächst als „Affe“ und „Neger“. I. schlug den Mann erst mit der Faust ins Gesicht und trat dann zu - sein Mittäter tat es ihm nach kurzem Zögern gleich. Die Polizei nahm die beiden Männer wenig später in einer Kneipe in der Altstadt fest. I.s Komplize ist in der Zwischenzeit wegen Beihilfe zur Teilnahme an fünf erzieherischen Gesprächen verurteilt worden.

Prozess gegen Neonazi: Die Bilder aus dem Amtsgericht Hannover

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Nur einen Tag nach dem Urteil am Landgericht stand I. erneut im Fokus der Ermittlungsbehörden. Polizisten brachen in den frühen Morgenstunden die Wohnungstür des 33-Jährigen auf und überreichten ihm einen Durchsuchungsbeschluss. Nach HAZ-Informationen geht es bei den laufenden Ermittlungen um den Verdacht auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz, Volksverhetzung und das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen. Trotz der Verurteilung im November 2015 soll I. weiterhin regelmäßig straffällig geworden sein. Die Polizei fand keine Waffen, beschlagnahmte aber den Computer, Laptop und die Handys des Rechtsradikalen. Anschließend wurde das Haus der Eltern seiner Freundin durchsucht. Sie gehört ebenfalls der rechten Szene an.

Von Gerko Naumann

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