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Rechtsextremist greift zum Messer

Auseinandersetzungen Rechtsextremist greift zum Messer

Zwischen Angehörigen der linken und der rechtsextremen Szene ist es am Wochenende zu Auseinandersetzungen gekommen. Dabei ging ein 18-jähriger Rechtsextremist mit einem Messer auf seine Kontrahenten los.

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Am Sonnabend haben etwa 250 Menschen in Hannover gegen Nazis demonstriert.

Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Hannover. Durch die Messerattacke des Rechtsextremisten wurde ein Mitglied der linken Szene vor dem Jugendtreff Falkenkeller in Barsinghausen leicht verletzt. Bereits wenige Stunden zuvor soll der einschlägig bekannte Täter auf dem Opernplatz in Hannover ein Messer gezogen und die Betreiber eines Informationsstandes bedroht haben. Angehörige des linken Spektrums hatten dort Flugblätter zum Thema „Nazis die Räume nehmen“ verteilt.

Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Martina Stern, Sprecherin der Polizeidirektion Hannover, sagte, die Beteiligten hätten unvollständige und auch widersprüchliche Aussagen gemacht. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kam es am Freitag zunächst zu einer Auseinandersetzung auf dem Opernplatz in Hannover. Dort bauten gegen 21 Uhr drei 22 bis 25 Jahre alte Angehörige der linken Szene gegen 21 Uhr ihren Informationsstand ab, als sich ihnen eine etwa fünfköpfige Gruppe einschlägig bekannter Rechtsextremisten näherte. Die gegnerischen Gruppen gerieten in Streit, dann soll der 18-jährige Rechtsextremist aus Barsinghausen plötzlich ein Messer gezogen und damit auf einen 25-jährigen Mann losgegangen sein. Der verteidigte sich offenbar erfolgreich mit Pfefferspray. Wenige Minuten nach dem Vorfall traf die Polizei vor Ort ein, durchsuchte alle Beteiligten und nahm deren Personalien auf. Ein Messer fanden die Beamten bei dem 18-jährigen Rechtsextremisten nicht - das sollte erst wenige Stunden später in Barsinghausen sichergestellt werden.

Am Sonnabend hat die Kampagne "Nazis die Räume nehmen" in Hannover demonstriert.

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Dort ist der einschlägig bekannte Jugendliche wohnhaft und tauchte nach dem Vorfall in Hannover gegen 0.30 Uhr gemeinsam mit drei Gleichgesinnten am Café Falkenkeller auf. Der Jugendtreff wird überwiegend von linksgerichteten Jugendlichen genutzt. Erneut kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten, wieder soll der 18-Jährige zu seinem Messer gegriffen haben. Nach Angaben der Polizei wurde ein 18 Jahre altes Mitglied der linken Szene durch oberflächliche Schnittwunden am Rücken verletzt, mindestens eine weitere Person soll mit dem Messer bedroht worden sein. Die mutmaßliche Tatwaffe - ein Taschenmesser - konnten Polizeibeamte kurz darauf beschlagnahmen. Bei einer Durchsuchung mehrerer Tatverdächtiger stellte sich außerdem heraus, dass ein 27 Jahre alter Rechtsextremist einen verbotenen Teleskopschlagstock bei sich hatte. Die Waffe wurde ebenfalls beschlagnahmt.

Als Reaktion auf die Vorfälle vom Freitag meldeten Angehörige der linken Szene für Sonnabend eine Demonstration an. Unter dem Motto „Nazigewalt entschlossen entgegentreten“ zogen 250 Menschen von 18 Uhr an durch die hannoversche Innenstadt. „Die Aktion richtet sich auch gegen das Vorgehen der Polizei“, sagte einer der Organisatoren. Die Beamten hätten den Vorfall auf dem Opernplatz nicht ausreichend ernstgenommen, nur deswegen sei es den Rechtsextremisten möglich gewesen, am selben Abend erneut in Barsinghausen gewalttätig zu werden.

Nach HAZ-Informationen hat der 18-jährige Rechtsextremist, der in Verdacht steht, mit dem Messer zugestochen zu haben, Kontakte zu der neonazistischen Gruppierung „Besseres Hannover“. Fotos belegen, dass er sich in der Vergangenheit mit Mitgliedern von „Besseres Hannover“ auf Demonstrationen aufhielt.

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