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Regensommer löst in Hannover Wahlplakate ab

Verwässerte Botschaften Regensommer löst in Hannover Wahlplakate ab

Wahlforscher beobachten schon lange, dass die großen Parteien an Bindungskraft verlieren. Bei Hannovers SPD lässt sich das Phänomen jetzt ganz plastisch sogar am Straßenrand beobachten. Überall in der Stadt, besonders in Zentrumsnähe, lösen sich Wahlplakate der Genossen von den Pappaufstellern ab, die Kraft des Kleisters hält offenbar dem wochenlangen Regenwetter nicht stand.

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Der Kleister sei keineswegs wasserlöslich gewesen – behauptet die SPD.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Am Montag hat SPD-Geschäftsführer Kajo Baxmann bestätigt, dass ein Mitarbeiter zum Überplakatieren der losen Papierfetzen losgeschickt wird: „Mir ist auch schon aufgefallen, dass sich viele Plakate lösen“, sagt Baxmann.

Immerhin machen die Großplakatwände bislang keine Probleme. Sie werden im Zweiwochentakt mit neuen Motiven überplakatiert, so lange hält sogar der billigste Kleister. Die kleineren Werbeflächen am Straßenrand, meist im Format A 0 oder A 1, müssen da schon längere Belastungen aushalten. Am 11. Juli hatten die Sozialdemokraten mit dem Plakatieren begonnen, und eigentlich sollten die Motive bis zur Wahl am 11. September halten. Bei typischem Sommerwetter hätte das vielleicht funktioniert, doch der Dauerregen der vergangenen Wochen hat den Kleister offenkundig stark strapaziert. Dass möglicherweise kein wasserfester Kleber benutzt worden sein könnte, dementiert Baxmann aber prompt. „Wenn die Plakate anderer Parteien derzeit noch besser aussehen, liegt das vielleicht ganz einfach daran, dass wir diesmal als Erste unsere Teams auf die Straße geschickt haben“, sagt der Geschäftsführer. Tatsächlich hatte die SPD nach dem Ende der Plakatierschonzeit sofort um Mitternacht begonnen, die Wahlwerbung zu installieren – andere Parteien folgten zum Teil erst deutlich später.

Insbesondere CDU und FDP, aber auch kleinere Organisationen wie die Wählergemeinschaft WfH, nutzen ohnehin immer öfter die sogenannten Hohlkammerplakate („Easy Plates“). Die Kunststoffplatten werden direkt mit den Plakatmotiven bedruckt. Das erleichtert zwar insbesondere auch den Wahlteams die Arbeit, die keinen Kleister mehr verstreichen müssen, und macht fliegende Papierfetzen ganz unmöglich. Aber die Motive halten immer nur für einen Wahlkampf. „Besonders nachhaltig ist das nicht“, sagt SPD-Geschäftsführer Baxmann: „Wir verwenden unsere Plakatständer aus Holz so lange wie möglich immer wieder.“

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