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Region braucht Millionenkredit für Flüchtlinge

Geld für Unterbringung Region braucht Millionenkredit für Flüchtlinge

Die Region Hannover braucht in diesem Jahr Kredite über 100 Millionen Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen. Wie Regionspräsident Hauke Jagau am Donnerstag in Hannover sagte, sollen mit dem Geld Unterkünfte für Flüchtlinge in den einzelnen Kommunen errichtet werden.

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Regionspräsident Hauke Jagau informierte darüber, wie viel Geld die Region Hannover für die Unterbringung von Flüchtlingen aufbringen muss.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Lage ist so ernst, dass die Regionsversammlung schon für den kommenden Dienstag zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammenkommt. Dann geht es ausschließlich um die Unterbringung von Flüchtlingen. Die Region, die bisher einen ausgeglichenen Haushalt hatte, braucht jetzt einen Nachtragsahaushalt.

"Unser Angebot ist, dass die Kommunen uns baureife Grundstücke zur Verfügung stellen", sagte der Regionspräsident. Konkrete Pläne gibt es bereits für zwei Grundstücke in Barsinghausen und Wunstorf. Dort sollen Unterkünfte in Holzbauweise enstehen, berichtete der Regionspräsident. Für die beiden Projekte sind insgesamt 17 Millionen Euro eingeplant. Die beiden Gebäudekomplexe sollen bis zum Juni fertig sein. Die Standorte nannte er nicht. Jagau betonte, es gehe darum für die Flüchtlinge nicht nur Unterkünfte, sondern Räume zum Wohnen zu schaffen. Er rechne damit, dass die meisten Flüchtlinge auf dem angespannten Wohnungsmarkt Schwierigkeiten hätten, eine eigene Wohnung zu finden.

Außerdem will die Region für rund 6 Millionen zusätzliche Plätze für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge schaffen. Vorgesehen sind dafür an den Standorten Gailhof und ehemalige Berufsschule Wunstorf sechs Millionen Euro.

Jagau betonte am Donnerstag, dass das Projekt die Kommunen entlasten solle. Er machte aber auch deutlich, dass eine Grenze der Belastbarkeit bevorstehe. "Wir erwarten, dass es eine Lösung gibt, die den Zuzugszug reduziert, sonst wird es schwierig", sagte er.

Von Mathias Klein

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