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Region Hannover stellt Integrationskonzept vor

Für Vielfalt und Zusammenhalt Region Hannover stellt Integrationskonzept vor

Viele gute Ideen – aber wenig Konkretes: Gestern hat die Region Hannover ihr Integrationskonzept vorgestellt und musste einige Kritik einstecken. 112 Maßnahmen für Vielfalt und Zusammenhalt sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden.

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Schauspielerin Renan Demirkan spricht im Regionshaus.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Interkulturelle Öffnung, Einrichtung einer Einwanderungsberatung oder aber Sensibilisierung der Arbeitsmarktakteure für das Thema Vielfalt – insgesamt 112 Ziele und Maßnahmen haben rund 600 Beteiligte erarbeitet und nun bei in der Serie Region im Dialog vorgestellt. Doch die Ziele bleiben schwammig. „Ich vermisse die Verbindlichkeit“, kritisierte Diskussionsteilnehmer Anwar Hadeed von der Arbeitsgemeinschaft Migration und Flüchtlinge Niedersachsen. Seiner Erfahrung nach würde wenig erreicht, wenn Ziele so allgemein wie im Konzept der Region formuliert seien. „Das ist ein guter Anfang, aber wir brauchen konkrete Konzepte“, stimmte Laura Müller vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat zu.  

„Wenn alles so bleibt wie bisher, dann werden sich die Klassen und Kulturen weiter voneinander entfernen“, warnte Schauspielerin Renan Demirkan. Mehr als 300 000 Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leben in der Region Hannover. Damit diese sich besser in die Gesellschaft einbringen und daran teilhaben können, wurde das Integrationskonzept erstellt. Bei der Erarbeitung der Ziele wurden von Anfang an Migrantenselbstorganisationen, Beratungsstellen, Religionsgemeinschafen und Integrationsbeiräte mit einbezogen.

„Wir müssen wissen, was Menschen davon abhält, bestehende Angebote zu nutzen und Wege finden, um zueinander zu kommen“, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan. Deshalb seien zunächst 700 Vereine und Einrichtungen befragt worden, bevor in verschiedenen Workshops und Diskussionsforen die Ziele und Wünsche für die Themenschwerpunkte Vernetzung, Interkulturelle Öffnung, Willkommenskultur, Bildung und Sprache, Gesundheit und Pflege, Wirtschaft und Arbeit, Partizipation und Teilhabe sowie Geflüchtete erarbeitet wurden. Aus diesen Maßnahmen sollen nun schrittweise in den kommenden Jahren bedarfsgerechte Projektideen entwickelt und umgesetzt werden. Jordan betonte, dass das Konzept erst der erste Schritt sei. „In der Umsetzung haben wir noch viel zu tun.“

Von Lisa Malecha

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