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Region will Busliniennetz überprüfen

Thema des Tages Region will Busliniennetz überprüfen

Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren will die Region das Busliniennetz im Umland Hannovers überprüfen und auf Optimierungsmöglichkeiten durchforsten. Das kann sowohl den Verzicht auf einzelne Linien als auch den Ausbau in Teilbereichen bedeuten. Kriterium ist auch die Wirtschaftlichkeit des Angebots.

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Die Fahrzeuge der Regiobus sind auf 120 Linien in Hannover unterwegs.

Quelle: Michael Wallmueller

Hannover. Betroffen von dem Gutachten ist vor allem die Regiobus, zu einem kleineren Teil aber auch die Üstra, weil die einige Linien in Hannovers Nachbarstädten bedient. „Nach der letzten grundlegenden Überarbeitung ist das Angebot auf politische Beschlüsse hin ständig verändert oder ergänzt worden“, erklärt die Regionsverwaltung. Anlass dazu waren Änderungen in der Schullandschaft, neue Wohngebiete oder Anschluss an Schienenverkehrsstrecken etwa der S-Bahn.

„Die Veränderungen bestimmen nachhaltig die Randbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb des gesamten Netzes“, schreiben die Verkehrsexperten der Region. Der ist allerdings unter vergaberechtlichen Aspekten wichtig. Ende 2019 läuft die Konzession der Regiobus für ihr Netz aus. Die Region will ihr Tochterunternehmen an Bord behalten und ihm für die Jahre ab 2020 einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag nebst Finanzierungszusagen erteilen.

Um die Regiobus auf diese Art vor dem Wettbewerb zu schützen, müssen auch wirtschaftliche Kriterien berücksichtigt werden. Ein ähnliches Verfahren hat die Region 2015 bei der Üstra durchgezogen, die für den Stadtbahn- und Busverkehr in Hannover einen Auftrag erhalten hat, mit einer Laufzeit bis 2038. Ein Hintergedanke dabei: Die Unternehmen erhalten auf diese Weise Planungssicherheit etwa im Hinblick auf Investitionen.

Die Regiobus bedient im Raum Hannover knapp 120 Linien und hat keinen direkten Konkurrenten im Nahverkehr. Täglich befördert sie im Schnitt mehr als 75 000 Fahrgäste, werktags sind zwei Drittel der Kundschaft Schüler. Weil öffentlicher Nahverkehr und hier insbesondere der Busverkehr nicht kostendeckend zu betreiben ist, erhält das Unternehmen jährlich rund 36 Millionen Euro von der Region als Zuschuss und weitere 4 Millionen Euro vom Land als Unterstützung für die Schülerbeförderung.

Das Gutachten gliedert sich in zwei Stufen. Bis zum Herbst sollen Bedienungsstandards, das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sowie Kostenstrukturen analysiert werden. Am Ende kommt ein Änderungskonzept auf den Tisch. In Stufe zwei wollen die Verkehrsexperten daraus ein konkretes Angebot entwickeln mit der Prämisse, die künftigen Zuschusszahlungen der Region mit einer Obergrenze zu deckeln.

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