Zwar habe ausreichend Weidefläche zur Verfügung gestanden, aber darauf sei nicht genügend Gras gewachsen. Der Besitzer hätte laut Region zufüttern müssen, habe dies aber nicht getan. Deshalb seien nicht nur ausgewachsene Galloways teilweise bis auf die Rippen abgemagert gewesen, sondern auch Jungrinder kleiner als üblich.
Landwirte und Thönser Bürger, die die Verhältnisse auf den beiden Viehkoppeln südlich von Thönse und dem Nachbarort Engensen kennen, meinten am Donnerstag, das Einschreiten der Region sei überfällig gewesen. Der Regionssprecher erklärte, man habe bereits im Juli die Zahl der Galloways verringern wollen. Dagegen hatte der Eigentümer vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Dies sei zwar vergeblich gewesen, habe aber die Herdenverkleinerung verzögert.
Für das Einfangen der Tiere hatte die Region die Firma Cattle Drive Team engagiert. Die aus Hessen stammenden Cowboys sind auf das Zusammentreiben von Viehherden spezialisiert und agierten am Donnerstag ähnlich wie ihre amerikanischen Vorbilder. Auf ihren Pferden ritten sie um die Rinder herum, redeten beruhigend auf sie ein, ließen ab und an die Peitsche knallen. Die Galloways wurden dann einem Viehhändler übergeben, der sie auf Transportfahrzeuge verlud. Mit dem Verkaufserlös sollen die Kosten für den Einsatz bestritten werden.
Da es sich um ein sogenanntes verwaltungsrechtliches Verfahren handelt, kommt der Besitzer der Galloways nach Angaben der Region um eine Anzeige herum. 30 Tiere darf er behalten. Der Thönser wollte sich am Donnerstag nicht zu den Vorgängen äußern.
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