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Region gibt Klinikum 1,6 Millionen Euro

Finanzierung von Bildungsakademie Region gibt Klinikum 1,6 Millionen Euro

Das Regionsklinikum erhält erneut einen Millionenzuschuss von seiner Eigentümerin, der Region. Hierbei geht es jedoch nicht um Zuschüsse zu den laufenden Betriebskosten: Das Klinikum braucht die 1,6 Millionen Euro, um eine Bildungsakademie zu finanzieren.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Hannover. In der Einrichtung sollen die sieben Krankenpflegerschulen, eine Physiotherapeutenschule und die in die Diskussion geratene Hebammenschule zusammengelegt werden. Gleichzeitig zur Ausbildung soll die Bildungsakademie auch Fortbildungsveranstaltungen für das Pflegepersonal und für Ärzte anbieten. Mit dem Geld sollen die laufenden Betriebskosten mitfinanziert werden. Die Region verteilt die Summe auf vier Jahre. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Regionsversammlung vor der Sommerpause gefasst.

Die Überlegungen, die an verschiedenen Klinikstandorten verteilten Ausbildungseinrichtungen zusammenzuführen, gebe es schon seit einigen Jahren, berichtet Unternehmenssprecher Bernhard Koch. Die bisherigen Schulen seien nicht mehr auf dem neusten Stand, einige seien auf dem technischen Niveau der Siebzigerjahre stehen geblieben.

Die Bildungsakademie soll in der Spichernstraße im Stadtteil List entstehen, das dortige Gebäude ist bereits angemietet und wird derzeit umgebaut. Um eine „hochwertige Gesundheitsversorgung“ in der Region weiterhin anbieten zu können, sei eine kontinuierliche Weiterbildung dringend nötig, heißt es in der Drucksache der Verwaltung dazu. Zudem reagiere das Klinikum mit der Bildungsakademie auf die „fortschreitende berufliche Differenzierung und Spezialisierung“, heißt es weiter in dem Papier. Nötig sei die Weiterbildungsakademie auch wegen der bevorstehenden vereinheitlichten Ausbildung der Pflegeberufe. Die Ausbildung von Altenpflegern, Krankenpflegern und Kinderkrankenpflegern soll künftig in einem Ausbildungsgang gebündelt werden.

Das Klinikum strebt bei der Aus- und Weiterbildung künftig Kooperationen mit anderen Krankenhausunternehmen der Region an, heißt es in der Vorlage. Längerfristig ist der Aufbau zu einem „überregional bedeutsamen Kompetenzzentrum für Berufe im Gesundheitswesen“ geplant.

Allerdings hatte es in den vergangenen Wochen Irritationen um die Hebammenausbildung des Klinikums gegeben. Der Chef der Diakovere-Krankenhäuser, Bernd Weber, hatte die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Regionsklinikums bei der Geburtshelfer-Ausbildung kritisiert. Die Folge davon sei, dass die Diakovere-Krankenhäuser Henriettenstiftung und Friederikenstift von den beim Klinikum ausgebildeten Hebammen nur selten profitieren könnten.

Von Mathias Klein 

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