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Förderschule

Region hält an Neubau für Schule auf der Bult fest

Von Bärbel Hilbig

Die Region hält an den Neubauplänen für die Schule auf der Bult fest – obwohl manche Förderschulen in Zukunft wohl überflüssig werden, da das Land Förderschüler künftig verstärkt in Regelschulen unterbringen will.
Foto: Neubau: Das Dach der Sporthalle der Förderschule auf der Bult wird erneuert.

Neubau: Das Dach der Sporthalle der Förderschule auf der Bult wird erneuert.

© Christian Link (Archivfoto)

Hannover. Regionsschuldezernent Ulf-Birger Franz sieht darin keinen Widerspruch. In der Schule auf der Bult kümmern sich die Lehrer um Kinder mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen. „Es ist jedoch bereits jetzt so, dass die meisten Lehrer von der Bult ihre Schüler dezentral in normalen Schulen betreuen.“

Im Durchschnitt blieben die meist verhaltensauffälligen Schüler 1,3 Jahre auf der Bult, berichtete Franz. Dann kehren sie an eine Regelschule zurück. „Ich würde mir das für alle Förderschulen wünschen“, sagte Franz, der den Neubau als „Förderzentrum auf der Bult“ bezeichnet. Das entspreche dem Gesetzentwurf des Landes, der vorsieht, dass Förderschulen sich zu Förderzentren entwickeln.

Alle Fraktionen befürworten den Neubau einmütig, für den bisher mit 12,3 Millionen Euro Investitionsvolumen kalkuliert wird. „Es ist gut, wenn diese Kinder für ein bis zwei Jahre aus dem normalen Schulbetrieb rauskommen und einen Schutzraum haben“, sagt Ulrike Thiele (SPD). Auch Ignazio Pecorino (Grüne) hält das zur Stabilisierung der Schüler für notwendig. Der gemeinsame Unterricht für alle Kinder, die sogenannte Inklusion, werde zudem vom Land verschleppt. „Das Gebäude ist abgängig, es regnet überall durch. Für die Schüler ist es wichtig, dass in einem neuen Haus vernünftige pädagogische Arbeit stattfinden kann“, sagt Bernward Schlossarek (CDU).

Die Politiker stimmten im Schulausschuss der Region dafür, mit der Planung fortzufahren. Die Schule soll selbst finanziert werden und nicht über eine öffentlich-private Partnerschaft vorfinanziert. Das sei nicht billiger und zudem unflexibler, wenn sich Planungen verändern.

  • Franz-Mersi-Schule: Die Förderschule für Sehen will an zwei Tagen pro Woche verpflichtend Ganztagsunterricht einführen. Der Schulausschuss befürwortete einstimmig den Antrag ans Land. Allerdings genehmigt dieses verbindliche Ganztagskonzepte aktuell nur für Oberschulen. Die Mersi-Schule will es dennoch versuchen. Die Schüler wohnen oft weit entfernt und sind auf Busse angewiesen, Planbarkeit ist deshalb wichtig.
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