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Aus der Stadt Region hat große Pläne für den "Campus Waterloo"
Hannover Aus der Stadt Region hat große Pläne für den "Campus Waterloo"
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00:15 23.07.2016
Von Bernd Haase
Der zentral gelegene Betonbau auf dem Berufsschulgelände soll abgerissen werden. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Für den geplanten Umbau braucht es einen langen Atem und Millionenbeträge. Zwar firmieren die Pläne unter dem Begriff Zielkonzept 2020, aber Franz schätzt, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht alles umgesetzt ist.

Am Waterlooplatz erhalten angehende Metall- und Elektrotechniker, Auszubildende der Baubranche, der gastronomischen Berufe und künftige Verwaltungsfachleute Unterricht; außerdem ist dort das Kompetenzzentrum Energieeffizienz ansässig. Insgesamt kommt der Standort auf mehr als 10 000 Schüler. Unterrichts- und sonstige Räume befinden sich in denkmalgeschützten Gebäuderiegeln, erbaut in den Fünfzigerjahren im Charakter des Bauhausstils. Dazu kommt in der Mitte eines der größten Schulgebäude Hannovers, ein vierstöckiger Betonkasten aus den Siebzigerjahren mit 3600 Quadratmeter Grundfläche. „Von der Substanz her sind die Häuser aus den Fünfzigerjahren besser“, sagt Andrea Fischer, zu deren Dezernat das Gebäudemanagement gehört.

Der Betonklotz soll langfristig nicht nur deswegen verschwinden, sondern auch, um Platz zu schaffen. Für einen echten Campus fehlt es zwischen den Gebäuden an Weitläufigkeit. Außerdem plant die Region eine Turnhalle, eine Aula als zentralen Veranstaltungsbereich sowie für 2018 einen Neubau für die Schule für Berufseinsteiger, die derzeit noch am Goetheplatz residiert. Dort wird dann ebenfalls saniert, damit die Hannah-Arendt-Schule für Verwaltungsberufe in das Gebäude umziehen kann. Für all dies gibt es zwar Skizzen und Entwürfe, aber noch keine fertigen Architektenpläne oder detaillierte Kostenaufstellungen.

Es ist ja nicht so, dass die Region seit 2003, als sie die Berufsschulen in ihre Obhut übernahm, am Waterlooplatz untätig geblieben wäre. „In so einem Ensemble ist immer etwas zu tun“, erklärt Fischer. Allein für diverse Umbauten, Renovierungen, Haustechnik und Brandschutz flossen bislang 30 Millionen Euro; dazu kommen weitere Millionenbeträge für Einrichtung und Ausstattung. Die ist gegenüber allgemeinbildenden Schulen mittlerweile oft sehr speziell. So hat die Berufsschule für die Gastronomie ein Klassenzimmer mit Verkaufsraum, Tresen und professioneller Kaffeemaschine erhalten, an dem angehende Bäckereifachverkäuferinnen den Echtbetrieb üben können.

Die ständige Bautätigkeit hat Schülern und Lehrern einiges abverlangt, weil sie häufig bei laufendem Schulbetrieb vonstatten ging. „Wir wollten Provisorien wie etwa Unterrichtscontainer vermeiden“, sagt Uwe Backs, Leiter der Berufsbildenden Schulen für Metall- und Elektrotechnik. Ausnahme sind die Ferienzeiten, in denen die Handwerker die Häuser für sich haben. So steht Backs im Eingangsfoyer seines Schulgebäudes, wo Kabel aus den nicht abgehängten Decken baumeln und die Wände noch verkleidet werden müssen. „Wir befinden uns noch in der Staubphase“, sagt Backs. Dezernent Franz hält es für kaum vorstellbar, dass zum Ferienende in zwei Wochen, wenn auch das neue Berufsschuljahr beginnt, alles fertig sein soll. Derzeit steht dem aber nichts Entscheidendes entgegen.

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