„Ich finde das Unternehmen gut, ich hoffe, dass das Modell genehmigt wird“, sagte Bernward Schlossarek, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Das Thema gehöre allerdings auf die Landesbühne, dort würden die Rahmenbedingungen gesetzt. „Leider ist die Landesregierung noch nicht so weit. Wir sind in Niedersachsen hinten dran“, sagte Heinz Strassmann, Schulexperte der Grünen.
Die IGS Stöcken will sich zu einer inklusiven Schule entwickeln, die Schüler ungeachtet von Behinderungen und Entwicklungsstörungen aufnimmt. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit der Paul-Dohrmann-Schule, einer städtischen Förderschule für Lernen und der Wilhelm-Schade-Schule, einer Förderschule der Region für geistige Entwicklung. Beide Förderschulen schicken ihre Grundschüler und Lehrer bereits in reguläre Grundschulen, das Maß des gemeinsamen Unterrichts ist je nach Standort aber unterschiedlich. Durch die Zusammenarbeit mit der IGS Stöcken könnte dieses Modell für Schüler in der fünften bis zehnten Klasse fortgesetzt werden.
Die Stadt Hannover hat bei Ausschreibungen für den Umbau der IGS Stöcken die Integration der Förderschüler bereits berücksichtigt. Über weitere Baupläne für größere Klassenräume, die dem Unterricht von geistig behinderten Kindern gerecht werden, müssen Region und Stadt noch verhandeln.