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Region widerspricht Kritik an Müllgutachtern

Gremium der Bürgergutachter Region widerspricht Kritik an Müllgutachtern

War das Gremium der Bürgergutachter zur Müllabfuhr mehrzählig mit Tonnenbefürwortern besetzt? Diese Vermutung - zuletzt Gegenstand von Spekulationen in zahlreichen Leserbriefen an die HAZ - weist die Region Hannover jetzt zurück.

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Streitthema Müll: Wie es jetzt mit den Ergebnissen des Bürgergutachtens weitergeht, steht nicht fest.

Quelle: Archiv

Hannover. „Das Gremium war paritätisch gebildet“, berichtet Regionssprecher Klaus Abelmann. Dabei habe das unabhängige Institut, das die Arbeit des Gremiums begleitet hat, darauf geachtet, dass die Landeshauptstadt und das Umland im Verhältnis 45 zu 55 Prozent vertreten sind. Aber auch die Altersstruktur der Gruppe, das Verhältnis von Frauen und Männern sowie die Haushaltsgröße seien so vertreten gewesen, wie in der Regionsbevölkerung, betont Abelmann. Die Zusammensetzung der Gruppe und die Arbeit mit ihr habe ausschließlich das begleitende Institut gemacht. „Weder die Region noch Aha hatten damit etwas zu tun“, sagt er. Er verwies zudem darauf, dass das Verfahren des Bürgergutachtens schon lang eingesetzt werde. Es sei seit 20 Jahren in dieser Form eingeübt.

Das Zahlenverhältnis zwischen Nutzern von Sack und Tonne sei sogar ungefähr gleich gewesen, ergänzt Bernd Vogel aus Pattensen, der in dem Gremium mitgearbeitet hat. Auch in den einzelnen Arbeitsgruppen hätten die Mitarbeiter des Instituts immer genau darauf geachtet, dass Sack- und Tonnennutzer möglichst gleichstark vertreten gewesen seien. „Die Diskussionen waren zum Teil hitzig“, berichtet er. Vogel selbst war zunächst ein klarer Befürworter der Sackabfuhr. Im Laufe der Diskussion der Bürgergutachter sei er aber zu der Erkenntnis gekommen, dass die Region möglichst schnell bei der Restmüllabfuhr komplett von Sack auf Tonne umstellen sollte. „Sonst entstehen noch mehr Kosten als schon jetzt“, sagt Vogel. Als Beispiel nennt er die Müllfahrzeuge, die nach und nach für jeweils 65 000 Euro umgerüstet werden. Zwar würde Vogel nach wie vor gern den Sack behalten. „Aber ich habe akzeptiert, dass man das Rad nicht mehr zurückdrehen kann.“ Vogel berichtet von Diskussionen im Freundes- und Bekanntenkreis nach der Veröffentlichung des Bürgergutachtens. Viele Gesprächsteilnehmer, die bisher auf dem Sack beharrt hätten, würden im persönlichen Gespräch zumindest nachdenklich.

Wie es jetzt mit den Ergebnissen des Bürgergutachtens weitergeht, steht nicht fest. Regionsfraktionen, Verwaltung und Aha bildeten sich eine Meinung, sagt Regionssprecher Abelmann. Am Donnerstag ist das Bürgergutachten Thema in einer öffentlichen Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses (von 10 Uhr an im neuen Regionshaus). Eine Entscheidung über die neue Müllgebührensatzung fällt erst im kommenden Jahr.

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Das Bürgergutachten zu den Müllgebühren spaltet die Regionspolitik. Das empfohlene Aus der Sackabholung trifft bei der CDU auf Widerstand, bei FDP und Grünen hingegen auf Lob. Breite Zustimmung fand der Vorstoß, nur noch zwei Sperrmüllabholungen pro Jahr zu erlauben.

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