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Region will Flächen für Windkraft verdoppeln

Region Hannover Region will Flächen für Windkraft verdoppeln

Die Region Hannover will die Gesamtfläche für Windrkraft verdoppeln, um Klimaschutzziele einzuhalten. Gegner der Rotoren aus verschiedenen Kommunen wehren sich jedoch mit Unterschriftenlisten.

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Die Fläche für Windparks will die Region auf 1,6 Prozent des Gesamtgebietes gegenüber dem bisherigen Stand verdoppeln. 

Quelle: dpa

Hannover. Die Arbeiten am Regionalen Raumordnungsprogramm stehen nach drei Jahren vor dem Abschluss. Der zuständige Ausschuss der Regionsversammlung hat den vorliegenden Entwurf gestern einstimmig bei einer Enthaltung seitens der FDP durchgewunken. Ärger gab es wie üblich in solchen Fällen um Standorte für Windenergieanlagen.

Das Programm mit dem akademisch wirkenden Titel gilt bis 2025 und sortiert die zur Verfügung stehenden Flächen in Hannover und dem Umland nach Nutzung - etwa Siedlungsentwicklung, Gewerbestandorte, Verkehr, Rohstoffgewinnung, Landschaftsschutz oder eben auch Energieerzeugung. Auch ein Kapitel „Militärische Verteidigung“ ist enthalten; es sichert die Kasernenstandorte und Übungsplätze in Hannover und Neustadt-Luttmersen sowie den Fliegerhorst in Wunstorf-Großenheidorn.

Grundsätzlich heißt es, die Region solle „als zukunftsfähiger Wirtschafts- und Lebensraum nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden“. Gleichzeitig sei auf eine „sparsame Inanspruchnahme von Grund und Boden hinzuwirken“. In einem dicht besiedelten Gebiet wie Hannover und dem Umland führt das zu Konflikten. Regionalplaner betrachten die Frage, welche Siedlungen noch wachsen dürfen, anders als manche Betroffene vor Ort. Die Faustformel lautet, dass neue Wohngebiete vor allem dort entstehen sollen, wo Bahnanschluss und Infrastrukturangebote wie Einkaufsmöglichkeiten oder Schulen vorhanden sind. Viele Ortschaften sind deshalb beschränkt und dürfen sich nur noch um fünf Prozent ihres Siedlungsgebietes ausdehnen.

"Wir wollen ernstgenommen werden"

Die Fläche für Windparks will die Region auf 1,6 Prozent des Gesamtgebietes gegenüber dem bisherigen Stand verdoppeln. Sie begründet das mit gesetzlichen Regeln und den eigenen Klimaschutzzielen, die ebenfalls im Raumordnungsprogramm verankert sind. Seit bekannt wurde, dass die größte für Windkraft reservierte Fläche der gesamten Region zwischen Hemmingen-Hiddestorf und Springe-Lüdersen ausgewiesen wird, gibt es dort Widerstand. Bürgerinitiativen haben gestern zu Beginn der Sitzung noch einmal 1000 Unterschriften aus einer Internetpetition übergeben. „Wir wollen ernst genommen werden und ein Bekenntnis, dass die Politiker auf unserer Seite sind und nicht auf der der Windkraftlobby“, erklärte ein Sprecher.

Die Ausschussmitglieder reagierten teils frustriert. Fabian Peters (Grüne) sprach von „Stimmungsmache gegen die Politik“. Helmut Lübeck (CDU) erklärte, man müsse die Interessen der gesamten Region wahrnehmen. Er regte an, dass die Behörde in zwei Jahren überprüfen soll, ob die im Programm auf 800 Meter festgelegten Mindestabstände zwischen Rotoren und Häusern am Ortsrand vergrößert werden können.

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